„Versteckt sich“: Matthäus watscht Kimmich nach Bayern-Blamage ab
VonMarius Gogolla
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Nach der Niederlage des FC Bayern gegen die Eintracht Frankfurt äußert sich Lothar Matthäus kritisch gegenüber Kimmich. Und wirft ihm vor, sich zu verstecken.
Nach dem Spiel hat Fußballexperte Lothar Matthäus in der Fußball-Talkshow Sky90 die Niederlage analysiert und neben Trainer Thomas Tuchel vor allem Joshua Kimmich hart kritisiert. Von diesem komme sowohl auf dem Spielfeld als auch nach dem Spiel zu wenig, so Matthäus. Und nennt auch Gründe dafür.
Nur Bayerns Thomas Müller stellt sich den Fragen der Reporter nach der Niederlage
Nach dem Spiel am Samstag war Thomas Müller (34) der einzige Spieler des FC Bayern München, der sich den Fragen der Reporterinnen und Reporter stellte. Später besuchte Leon Goretzka (28) noch das Aktuelle Sportstudio, um dort eine Erklärung für die Niederlage zu finden.
Von Führungsspieler Joshua Kimmich war jedoch nichts zu sehen oder zu hören – und das gehe laut Lothar Matthäus nicht. Kimmich sei in der Vergangenheit immer jemand gewesen, der „auch nach verlorenen Spielen klar und deutlich seine Meinung vor der Kamera gesagt hat.“ Matthäus glaubt zu wissen, warum Kimmich das nun nicht mehr tut.
Matthäus: „Kimmich hat in den letzten zwei Jahren richtig auf die Fresse bekommen“
Matthäus wirft Kimmich vor, dieser würde sich zu sehr zurückhalten. „Nicht nur auf dem Platz ist er nicht mehr so präsent, auch nach dem Spiel ist er nicht mehr so präsent“, sagte Matthäus bei Sky: „Er versteckt sich.“ Die Gründe für Kimmichs Wandel sieht der Experte in der Kritik am 28-Jährigen.
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„Kimmich hat in den letzten zwei Jahren richtig auf die Fresse bekommen – auch von uns, weil er eben nicht die Leistung gebracht hat, die wir von ihm erwartet haben.“ Und Tuchel habe durch seine Forderungen nach einem neuen zentral-defensiven Mittelfeldspieler im Sommer Kimmich öffentlich infrage gestellt.All das habe bei Kimmich wohl „Spuren hinterlassen.“
Matthäus kritisiert Aussagen von Bayern-Trainer Thomas Tuchel
Neben Kimmich nahm sich Matthäus auch Bayern-Trainer Thomas Tuchel vor. Der hatte nach dem Spiel gesagt, dass durch einen Spielberichtsbogen eine andere Abwehrformation der Frankfurter erwartet habe. Kurz vor Anpfiff habe er seinem Team womöglich „zu viele Informationen gegeben“ und es auf eine Fünfer- statt auf eine Viererkette in der Defensive der Frankfurter eingestellt.
„Mich hat diese Aussage am meisten überrascht. Wenn ich mich nur auf ein System vorbereite, habe ich irgendwas vergessen, in diesen Tagen zu machen“, sagte Matthäus. „Das kann ich doch nicht als Ausrede gelten lassen.“ Bayern müsse sein Spiel dem Gegner unabhängig von dessen Formation aufzwingen. Es habe also nicht am System der Frankfurter gelegen, sondern an der Einstellung von Bayern München. (mag)