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Die Diskussionen um Joshua Kimmich beim FC Bayern München reißen nicht ab. Jetzt hat sich ein Ex-Bayern-Verantwortlicher eingeschaltet und verteidigt den Nationalspieler.
München – Es gab eine Zeit, da war Joshua Kimmich im Dress des FC Bayern unantastbar. Doch inzwischen sieht sich Kimmich, der zuletzt mit einer Schulterverletzung ausfiel, immer häufiger Kritik ausgesetzt. Während ein Experte nach dem anderen die Entwicklung des Mittelfeldspielers kritisiert, springt ihm nun ein Ex-Bayern-Verantwortlicher zur Seite.
Kimmich-Entdecker: „Er spielt eine gute Saison beim FC Bayern“
In der AZ kann Michael Reschke die harsche Kritik am Spielmacher des FC Bayern nicht nachvollziehen: „Mir wird Joshua Kimmich in den letzten 12 Monaten viel zu negativ beurteilt. Er spielt eine gute Saison“, betonte Reschke, der von 2014 bis 2017 als Technischer Direktor beim FC Bayern auch für die Verpflichtung Kimmichs mitverantwortlich war.
Jedoch kann er Tuchels Wunsch nach einem Neuzugang für das defensive Mittelfeld nachvollziehen. „Meine Überzeugung – auch wenn er das nicht so gerne hört – ist die: Joshua ist am besten und wertvollsten auf der Achterposition, wenn er einen aggressiven Balleroberer an seiner Seite hat.“
Michael Reschke sieht Kimmichs Qualitäten in der Offensive
Kimmichs Qualitäten würden demnach vor allem in der Offensive liegen und diese könne er aktuell als Abräumer nicht zur Geltung bringen. Ein Neuzugang würde dem Nationalspieler daher nur helfen. „Jo einen Javi-Martínez-Typ an die Seite zu stellen, wäre ideal – für Bayern und für Jo, der dann wieder deutlicher zeigen würde, dass er ein internationaler Spitzenspieler ist.“
Allerdings kämpfen beim FC Bayern mit Kimmich, Leon Goretzka, Konrad Laimer, Aleks Pavlovic und Raphaël Guerreiro bereits fünf Spieler um zwei Positionen im zentralen Mittelfeld. Ein weiterer Neuzugang würde diese Situation noch verschärfen und zwangsläufig für Unmut sorgen. „Wenn ein Sechser kommt, müsste man fast zwangsläufig einen, vielleicht sogar zwei Achter abgeben“, betonte Reschke. „Sonst ist die Gefahr von zu viel Unzufriedenheit im Kader zu groß.“
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Kimmichs Zukunft beim FC Bayern ist ungewiss
Derweil steht die Zukunft von Kimmich beim FC Bayern München weiterhin in den Sternen. Der Vertrag des 29-Jährigen läuft im Sommer 2025 aus, zuletzt mehrten sich die Gerüchte um einen Transfer zum FC Barcelona. Sportdirektor Christoph Freund verdeutlichte zuletzt in der Sendung Bild Sport die Bedeutung des Nationalspielers für den Verein: „Jo Kimmich ist für uns ein ganz wichtiger Spieler, einer unserer Führungsspieler.“ (je)
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