VonJohannes Skibaschließen
Kolo Muani hat Eintracht Frankfurt verlassen. Kritik für sein Verhalten gab es nun von Köln-Trainer Steffen Baumgart. Auch Kevin Trapp zeigte sich wenig begeistert.
Frankfurt – Am ersten Spieltag von Eintracht Frankfurt ohne Randal Kolo Muani hallte der Last-Minute-Wechsel des Angreifers zu PSG noch deutlich nach. Beim 1:1 gegen den 1. FC Köln setzten vor allem die Fans ein Statement zum Verhalten des Angreifers, der schon vor seinem Wechsel in die französische Hauptstadt dem Training der SGE fernblieb und sich bereits in Paris befand. Doch nicht nur die Anhängerinnen und Anhänger machten ihrem Ärger Luft.
| Eintracht Frankfurt | |
|---|---|
| Gründung: | 8. März 1899 |
| Deutsche Meisterschaft: | 1x |
Baumgart kritisiert Verhalten von Kolo Muani bei Eintracht-Abgang
Auf der Pressekonferenz nach der Partie zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln fand auch der Coach der Gäste Steffen Baumgart deutliche Worte und kritisierte das Verhalten von Randal Kolo Muani: „Zu streikenden Spielern müssen wir uns gar nicht unterhalten. Dass das nicht geht, ist klar.“
Lobende Worte hatte Baumgart für das Verhandlungsgeschick von Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche übrig, der am Ende durch den Verkauf eine Ablösesumme von 95 Millionen Euro für die SGE generieren konnte. Und dennoch: „Es ändert aber nichts an dem Verhalten, an dem Spieler und wahrscheinlich auch seiner Agentur, weil es ja nicht das erste Mal ist. Dann sage ich immer ganz klar: Augen auf bei der Zusammenarbeit mit Agenturen. Haben wir auch öfter Mal ein Problem mit. Vielleicht ist das das Hauptproblem in unserem Fußball, dass du zu viele Leute hast, die dann eher den finanziellen Anreiz sehen“, so Baumgart weiter.
Eintracht-Torwart Trapp enttäuscht von Kolo Muani
Die Leistung von Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Köln hat trotz des Abgangs von Kolo Muani erstmal keine Spuren hinterlassen. Auch wenn es nur zu einem Punkt reichte, waren besonders das gesamtmannschaftliche Positionsspiel und die Intensität auf einem sehr guten Niveau. Torhüter Kevin Trapp möchte sich indes lieber mit der Zukunft des Teams beschäftigen als mit dem Abgang des Franzosen, wie er bei DAZN erklärte: „Dass das Thema kommt, war nach der letzten Saison klar. Das muss jeder für sich selbst wissen. Er wollte es so machen, wollte es so durchdrücken. Am Ende hat jeder bekommen, was er wollte: Der Verein das Geld, Kolo Muani den Wechsel. Das Einzige, was wir nicht geschafft haben, ist, noch einen Spieler hinzuzubekommen.“
Dennoch sieht der SGE-Keeper viel Potenzial im Sturm der Eintracht und hat viel Lob für die Neuzugänge übrig: „Wir haben Spieler bei uns im Kader, die Bock auf den Verein haben und die hier sein wollen. Das ist wichtig. Alles andere wird kommen. Wir haben viele neue Spieler bekommen, haben ein neues Trainerteam. Das wird Zeit brauchen und wir werden Geduld brauchen.“ (jsk)
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