„Muss einfach aufpassen“: Hoeneß über Karls Real-Madrid-Statement
VonPeter Grad
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Die Aussagen von FCB-Youngster Lennart Karl über seinen „Traumverein“ Real Madrid haben viel Wirbel erzeugt. Ehrenpräsident Uli Hoeneß bleibt dagegen extrem gelassen.
München – Der 17-Jährige Lennart Karl hatte bei einer Fanklub-Veranstaltung des FC Bayern verraten, irgendwann in seiner Karriere einmal für den Rekord-Champions-League-Gewinner spielen zu wollen. Bei zahlreichen Anhängern des Rekordmeisters sorgte das für Diskussionen, sogar Empörung. Beim Legends-Cup des FC Bayern im SAP Garden am Rande des Olympiaparks hat sich nun erstmals auch Ehrenpräsident Uli Hoeneß dazu geäußert und dabei die nötige Gelassenheit gezeigt.
Beim Legends-Cup, den Borussia Dortmund in diesem Jahr in einem hitzigen Finale gegen Real Madrid gewonnen hat, wurde der 74-Jährige von Magenta TV zu zahlreichen aktuellen Themen rund um den Rekordmeister befragt, so auch zu den Real-Madrid-Aussagen von Lennart Karl.
Hoeneß mahnt zu Vorsicht in der heutigen Medienlandschaft
Der FCB-Patron zeigte sich in dieser Angelegenheit ausgesprochen entspannt. Der Weltmeister von 1974 sieht in den Worten des Bayern-Youngster nicht das geringste Problem: „Das dürfen junge Spieler machen. Sie müssen einfach aufpassen in der heutigen Medienlandschaft, dass sie es nicht übertreiben und ansonsten ist das für mich überhaupt kein Problem“, so Hoeneß.
Der langjährige Manager und Präsident des Rekordmeisters verdeutlicht mit seiner Meinung, dass Träume und Ambitionen junger Spieler für ihn Teil des Entwicklungsprozesses sind – solange sie nicht in Zeiten einer unglaublichen medialen Präsenz zu einer Eskalation führen. Dafür benötigen auch schon die jungen Talente eine gehörige Portion an Fingerspitzengefühl.
Der rasante Aufstieg von Lennart Karl beim FC Bayern
Hoeneß sieht in dieser Angelegenheit aber nicht den geringsten Grund dafür, Lennart Karl zu kritisieren. Ganz im Gegenteil: Er betonte im Interview seine große Freude darüber, dass es mit ihm wieder ein Campus-Talent geschafft hat, sich beim FC Bayern nachhaltig in der ersten Mannschaft zu etablieren. Der 17-Jährige zählt unter Coach Kompany mittlerweile schon zu den Startelf- und Stammspielern, viele Experten sehen ihn schon in Julian Nagelsmanns WM-Kader.
Hoeneß’ Worte passen zu den vorhergegangenen Aussagen von Max Eberl, Christoph Freund und Vincent Kompany: Beim Rekordmeister hat man keine Angst vor den (Zukunfts-)Träumen seiner Talente. Solange diese Leistung bringen, Verantwortung übernehmen und den Verein in der Gegenwart schätzen, ist alles vollkommen in Ordnung. Und der 17-jährige „Lenny“ hält sich exakt an diese Spielregeln.