Bayern-Coach Kompany mit eindeutiger Kampfansage Richtung BVB
VonPeter Grad
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Der FC Bayern dominiert Eintracht Frankfurt beim 3:2-Sieg über weite Strecken, muss am Ende jedoch noch zittern. Vincent Kompany denkt nach dem Spiel schon an Dortmund.
Der Vorsprung auf den Verfolger ist trotz des schmeichelhaften späten BVB-Ausgleichs bei RB Leipzig auf acht Punkte angewachsen. Vincent Kompany schickt nach dem Eintracht-Spiel bereits eine Kampfansage nach Westfalen. Im Münchner Dauerregen führten die Bayern früh und zu diesem Zeitpunkt bereits hochverdient mit 2:0 durch die Treffer von Aleksandar Pavlović (16.) und Harry Kane (20.).
Bayern-Fehler bringen Frankfurt zurück ins Spiel
Der 21-jährige Nationalspieler traf in Folge eines Eckballs sehenswert von außerhalb des Strafraums, Kanes 27. Saisontor per Kopf war ebenfalls das Produkt einer einstudierten Eckball-Variante. Bis zur Halbzeit verpassten es die Münchner dann, den Vorsprung noch wesentlich komfortabler zu gestalten.
Die in der ersten Halbzeit sehr passive Eintracht kam wesentlich besser aus der Pause, das Spiel wurde offener – und schien durch Kanes zweiten Treffer dennoch endgültig entschieden zu sein. Ausgerechnet der FCB-Toptorschütze selbst – mit 43 Toren hat er zum jetzigen Zeitpunkt bereits zwei mehr Treffer als in der gesamten letzten Saison erzielt – sorgte dann dafür, dass die Partie spannend blieb: Bei seinem Befreiungsschlag aus dem eigenen Strafraum traf er Jonathan Burkhardt am Fuß. Der Eintracht-Nationalspieler nahm die Situation dankend an und verwandelte den Foulelfmeter selbst zum 1:3 (77.).
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Anschließend kontrollierte der FCB das Geschehen auf dem Spielfeld wieder, bis Joshua Kimmich in der 86. Minute einen katastrophalen Pass vor das von Jonas Urbig verlassene eigene Tor spielte: Arnaud Kalimuendo, der schneller als Minjae Kim reagierte, nahm das Geschenk zum 2:3 an und verschaffte dem Rekordmeister eine unruhige Schlussphase, die durch sieben Minuten Nachspielzeit zusätzlich verlängert wurde. Zusätzlich bitter für den FCB: Alphonso Davies zog sich in der 50. Minute einen Muskelfaserriss im hinteren Oberschenkel zu und wird erneut wochenlang fehlen.
Die FCB-Stimmen nach der Partie
Chefcoach Vincent Kompany
„Vom Gefühl haben wir gedacht, dass es zu locker ist. Wir haben viele Möglichkeiten verpasst. Bis zum 3:0 war es eine richtig dominante Vorstellung, die Leistung auch. Bei Harry (Elfmeter zum 3:1) war es ein typisches ‚Stürmer im Strafraum Foul‘. Das zweite Tor haben wir ihnen geschenkt. Am Ende hat Frankfurt nochmal gepusht. Das ist Fußball – wir haben die drei Punkte und das ist gut. Wir haben eine ganz normale Woche, das ist für uns Luxus. Dann möchte ich, dass wir von der ersten bis zur letzten Minute Vollgas geben. Wir haben uns selbst ein bisschen aus dem Spiel gespielt. Frankfurt hat es am Ende richtig gut gemacht. Aber eine lange Zeit waren wir sehr dominant und haben sehr viel richtig gemacht.
„Ich fühle mich gut, bin zufrieden mit dem Spiel heute. Ich brauche noch ein paar Spiele, um reinzukommen. Wir müssen unsere Energie und unseren Fokus immer auf 100 Prozent haben, egal in welchem Spiel und egal wann. Wir müssen daraus lernen, es passiert, aber wir haben zum Glück die drei Punkte. Wir haben jetzt noch eine Woche für das Dortmund-Spiel, um uns gut darauf vorzubereiten.“
Doppeltorschütze Harry Kane
„Es war ein gutes Spiel über weite Strecken. Wir haben die drei Punkte verdient. Durch die zwei Fehler am Ende wurde es nochmal etwas spannend, was nicht hätte sein müssen. Die drei Punkte sind das Wichtigste. Jetzt können wir zufrieden sein und auf das Spiel nächste Woche blicken.“