Nur drei Prozent wollen Italiens Meister

Bayern-Fans wählen Wunschgegner für CL-Achtelfinale – Umfrage bringt überraschendes Ergebnis

  • schließen

Der FCB steht im CL-Achtelfinale. Am Montag wird der Gegner ausgelost. Die Bayern-Anhänger hoffen auf eine Neuauflage der letztjährigen Runde.

München – Der FC Bayern hat die Gruppenphase der UEFA Champions League souverän gemeistert. Am Dienstag siegten die Münchner mit 1:0 bei Manchester United und zogen somit ungeschlagen in das Achtelfinale ein. Auf wen sie in der Runde der letzten 16 Teams treffen, zeigt sich am Montag (12 Uhr) bei der Ziehung im schweizerischen Nyon. Die möglichen Gegner versprechen hochkarätige K.o.-Duelle. Die Fans des deutschen Rekordmeisters haben bereits einen klaren Favoriten für das Achtelfinal-Los der Bayern ausgemacht.

Achtelfinale der UEFA Champions League 2023/24
Auslosung:Montag, 19. Dezember 2023, 12 Uhr in Nyon, Schweiz
Mögliche Gegner des FC Bayern:PSV Eindhoven, SSC Neapel, Inter Mailand, Lazio Rom, Paris Saint-Germain, FC Porto
Termine:13., 14., 20. und 21. Februar 2024 (Hinspiele); 5., 6., 12. und 13. März 2024 (Rückspiele)

Bayern-Fans stimmen über Achtelfinal-Gegner ab: Umfrage zeigt Wunschlos

Da der FC Bayern die Gruppe A als erstplatzierte Mannschaft abschloss, trifft er im Achtelfinale auf einen Gruppenzweiten. Der FC Kopenhagen scheidet als Kontrahent für die Münchner aus, weil beide bereits in der Vorrunde gegeneinander spielten. Außerdem dürfen im Achtelfinale keine Vereine aus dem gleichen Land aufeinander treffen, weshalb auch RB Leipzig (Zweiter in Gruppe G) nicht als Achtelfinal-Opponent in Frage kommt.

Somit bleiben sechs Teams, die den Bayern am Montag zugelost werden könnten: Die PSV Eindhoven (Zweiter in Gruppe B), die SSC Neapel (Gruppe C), Inter Mailand (Gruppe D), Lazio Rom (Gruppe E), Paris Saint-Germain (Gruppe F) und der FC Porto (Gruppe H). Wir haben auf WhatsApp gefragt, wen sich die Leute als Gegner für das CL-Achtelfinale wünschen. An der Umfrage haben bis Freitag (15. Dezember) bereits 578 Personen teilgenommen – mit einem eindeutigen Ergebnis: Die Bayern-Fans hoffen auf ein Duell mit PSG.

Die Mehrheit der Bayern-Fans wünscht sich ein Champions-League-Achtelfinalduell mit Paris Saint-Germain.

42 Prozent der Anhänger des FCB hoffen auf Königsklassen-Achtelfinale gegen PSG

243 Teilnehmer der Umfrage, also knapp 42 Prozent und damit die klare Mehrheit, sprachen sich für ein Achtelfinale gegen den französischen Meister aus. PSG belegte in Gruppe F den zweiten Platz hinter Borussia Dortmund und ist wohl der hochkarätigste unter den sechs möglichen Gegnern der Bayern.

Markant: Paris ist auch statistisch betrachtet der wahrscheinlichste Achtelfinal-Kontrahent der Münchner. Zudem trafen beide Vereine bereits im vergangenen Jahr in der Runde der letzten 16 aufeinander. Damals setzte sich der FC Bayern insgesamt mit 3:0 durch und zog in das Viertelfinale der Königsklasse ein.

CL-Duell zwischen Bayern und Paris wäre aus zwei Gründen brisant

Für Paris um Superstar Kylian Mbappé böte ein Achtelfinale gegen die Münchner eine frühe Gelegenheit, sich für das frühe Ausscheiden in der letzten Saison zu revanchieren und eine große Hürde auf dem Weg zum langersehnten CL-Triumph zu bewältigen. Und nicht nur deswegen wäre ein Duell mit PSG für beide Seiten besonders brisant.

Schließlich würde Lucas Hernández, der einstige Rekordeinkauf des FC Bayern, erstmals nach seinem Abgang gen Paris im Sommer auf seine früheren Teamkollegen treffen. Der Franzose ließ nach seinem Abschied aus der bayerischen Landeshauptstadt kein gutes Haar an seiner Zeit bei den Bayern.

Harry Kanes Vorgänger: Legendäre Neuner des FC Bayern München

Gerd Müller jubelt über einen Treffer für den FC Bayern
Die erste große Nummer 9 des FC Bayern trug den Namen Gerd Müller. Über ein Jahrzehnt lief der mittlerweile verstorbene „Bomber der Nation“ mit dieser Zahl auf, insgesamt schoss er in 611 Pflichtspielen 568 Tore für die Münchner. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Dieter Hoeneß bei einem Spiel des FC Bayern
Auch Dieter Hoeneß, jüngerer Bruder von FCB-Patron Uli, trug in den 80er Jahren das Jersey mit der 9. Der Mittelstürmer erzielte in seiner Zeit an der Isar 145 Tore und bereitete 14 weitere vor. © imago sportfotodienst
Roland Wohlfarth bei einem Spiel des FC Bayern
Roland Wohlfarth wechselte mehrfach seine Rückennummer, am häufigsten lief er aber mit der 9 auf. Bis zu seinem Abgang zum französischen Klub AS Saint-Etienne netzte der gebürtige Bocholter in 332 FCB-Spielen 156 Mal. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Michael Rummenigge bei einem Spiel des FC Bayern
Lediglich in der Saison 1983/84 zierte die 9 das Trikot von Michael Rummenigge, in der Spielzeit schoss der offensive Mittelfeldspieler in 44 Pflichtspielen 18 Buden. Am häufigsten spielte er übrigens mit der 10, sowohl beim FC Bayern als auch bei Borussia Dortmund. © imago sportfotodienst
Bruno Labbadia bei einem Spiel des FC Bayern
Vor seiner Zeit als Bundesliga-Trainer war Bruno Labbadia in der höchsten deutschen Spielklasse als Stürmer unterwegs. Seine Zeit beim FCB fand mit der deutschen Meisterschaft 1993/94 ein erfolgreiches Ende. Auf dem Rücken: die Nummer 9. © Imago Images / Sven Simon
Alexander Zickler bei einem Spiel des FC Bayern
Mittlerweile als Co-Trainer bei RB Leipzig unter Marco Rose tätig, trieb Alexander Zickler in den 90er und 2000er Jahren in gegnerischen Strafräumen sein Unwesen. In der Spielzeit 94/95 auch zeitweise mit der legendären Nummer auf dem Rücken. Zehn Tore erzielte er in dieser Saison, insgesamt traf er für den FCB 70 Mal. © Imago Images / Sven Simon
Jürgen Klinsmann bei einem Spiel des FC Bayern
Als Trainer der DFB-Elf war Jürgen Klinsmann hauptverantwortlich für das Sommermärchen 2006, zuvor machte er sich als brandgefährlicher Mittelstürmer einen Namen. Schon beim VfB Stuttgart und bei Inter Mailand trug er die 9 auf dem Rücken, die Tradition setzte sich 95/96 auch in München fort. © imago sportfotodienst
Giovane Elber jubelt über einen Treffer für den FC Bayern
Der Brasilianer mit dem verschmitzten Grinsen kickte sechs Jahre für den deutschen Rekordmeister und durfte 131 Bundesliga-Treffer bejubeln. Bis heute Platz drei unter ausländischen Torschützen im deutschen Oberhaus. Egal ob mit links, rechts oder dem Kopf – bei allen hatte er die 9 auf dem Trikot.  © imago sportfotodienst
Luca Toni jubelt einen Treffer für den FC Bayern
Apropos Jubel: Wenn nach einem Tor mal wieder am Ohr geschraubt wurde, war Luca Toni für den FC Bayern zur Stelle. Von 2007 bis 2010 kickte der großgewachsene Italiener in München, gewann zwei Meistertitel und ein Mal den DFB-Pokal – natürlich trug er dabei die 9. © imago sportfotodienst
Mario Mandzukic jubelt über einen Treffer für den FC Bayern
Nachdem er beim VfL Wolfsburg gemeinsam mit Zvjezdan Misimovic und Grafite die Liga verzauberte, ging Mario Mandzukic für rund 13 Millionen Euro nach München. Mit dem kroatischen Angreifer gewann der FCB die Champions League, Mandzukic steuerte auf dem Weg zum Titel drei Treffer bei. Auch im legendären Finale gegen den BVB netzte er zum 1:0. © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
Robert Lewandowski bejubelt einen Treffer für den FC Bayern
Der jüngste Vorgänger von Harry Kane – und auch einer der erfolgreichsten. Kaum ein Angreifer prägte die Bundesliga und den FC Bayern über so eine lange Zeit wie Robert Lewandowski. 2022 ging er nach acht Saisons, 375 Pflichtspielen und 344 Toren ablösefrei zum FC Barcelona. Dort sicherte er sich, wie zuvor schon in München, das Oberteil mit der Rückennummer 9. © Imago / Action Pictures
Harry Kane bei einem Spiel des FC Bayern
Nun also Harry Kane. Für kolportierte 100 Millionen Euro plus möglichen Boni kam der Engländer Mitte August von Tottenham an die Isar und soll die Münchner bestenfalls zu einigen Titeln schießen. © IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.

Nur drei Prozent der Fans stimmen für Neapel als CL-Achtelfinalgegner des FCB

Auch auf ein Duell mit der PSV Eindhoven würden sich zahlreiche Anhänger des deutschen Meisters freuen. 156 Befragte (etwa 27 Prozent) stimmten für den aktuellen Tabellenführer der niederländischen Eredivisie. Auf den Plätzen folgen Lazio Rom (74 Stimmen), FC Porto (51) und Inter Mailand (37).

Der dritte italienische Vertreter aus dem Sextett, die SSC Neapel, erhielt nur 17 Stimmen. Nur rund drei Prozent der Bayern-Fans sehnen also ein Aufeinandertreffen mit dem italienischen Meister und früheren Verein von Verteidiger Minjae Kim herbei.

Unabhängig davon, auf wen die Münchner treffen, hat sich die Qualifikation für die Runde der letzten 16 für sie bereits jetzt finanziell gelohnt. Denn der Einzug in das Champions-League-Achtelfinale bedeutet für den FC Bayern einen Geldregen. (wuc)

Rubriklistenbild: © Lackovic / Imago

Kommentare