Von Sascha Mehr
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Eintracht Frankfurt treibt die Kaderplanung weiter voran. Ein Angreifer steht kurz vor dem Abgang, wie Sportvorstand Markus Krösche bestätigte.
Frankfurt – Eintracht Frankfurt hat sich bei der Generalprobe für das erste Pflichtspiel der neuen Saison mit einem torlosen Unentschieden begnügen müssen. Die SGE und der englische Premier-League-Club Nottingham Forest boten eine unterhaltsame Partie , beide Teams blieben im Abschluss aber ohne Glück, sodass es beim 0:0 blieb.
Rafael Borre Geboren: 15. September 1995 (Alter 27 Jahre), Barranquilla, Kolumbien Verein: Eintracht Frankfurt Position: Mittelstürmer
Eintracht Frankfurt mit Remis gegen Nottingham Eintracht-Cheftrainer Dino Toppmöller wechselte Mitte der zweiten Hälfte komplett durch und tauschte alle Feldspieler aus, einzig Nationaltorhüter Kevin Trapp blieb auf dem Platz. Kapitän Sebastian Rode fehlte krankheitsbedingt, dagegen standen Igor Matanovic und Faride Alidou nicht im Kader, weil eine Leihe im Raum steht. „Da gibt es Interessenten. Hier geht es um eine Leihe“, sagte Sportchef Markus Krösche.
Ebenfalls nicht auf dem Spielberichtsbogen zu finden war Rafael Borre. Der Kolumbianer ist zwar fit, doch auch bei ihm könnte es zeitnah zu einem Abschied kommen. „Es gibt mehrere Anfragen. Das liegt jetzt an Rafa, welche Richtung vorgegeben werden soll. Es wäre schon sinnvoll, wenn da zeitnah eine Entscheidung getroffen wird. Er muss entscheiden, welchen Weg er einschlagen will“, bestätigte Krösche nach der Partie.
Rafael Borre steht vor dem Abgang bei Eintracht Frankfurt.
© IMAGO/Jürgen Kessler
Borre konnte seine Leistungen aus der Saison 2021/22 in der vergangenen Spielzeit nicht bestätigen . Der Held von Sevilla, der Eintracht Frankfurt mit seinem Elfmeter zum Europa League-Titel gegen die Glasgow Rangers schoss, verlor seinen Stammplatz und kam meistens von der Bank. Bereits im Winter gab es Gerüchte über einen möglichen Abgang.
Eintracht Frankfurt: Krösche bestätigt möglichen Borre-Abgang „Jeder weiß, woran er ist. Es ist wichtig, offen und ehrlich mit den Spielern umzugehen“, sagte Sportchef zuletzt und meinte damit vor allem Djibril Sow und eben Borre. Der Schweizer ist bereits weg und spielt fortan für den amtierenden Europa-League-Sieger FC Sevilla, der Kolumbianer wird vermutlich bald nachziehen mit einem Abgang .
Die größten Transfer-Flops von Eintracht Frankfurt Platz 10: Anderson Ordonez wechselte im Januar 2017 für 1 Mio. Euro von Barcelona an den Main. Jedoch nicht vom katalanischen Weltklub, sondern vom ecuadorianischen Pendant aus Guayaquil. Nach einem Jahr mit Verletzungsproblemen und nur vier Einsätzen ging es wieder zurück nach Ecuador, wo er bis heute spielt. © imago Platz 9: Ali Akman kam 2019 mit vielen Vorschusslorbeeren und reichliche Drama von Buraspor zur Eintracht. Weil er einen Vorvertrag in Deutschland unterschrieb, ließ Buraspor sein Toptalent für die restliche Vertragslaufzeit nicht mehr auflaufen. Die SGE zahlte ein wenig drauf, Akman kam noch früher. Der Stürmer kann sich aber bis heute nicht durchsetzten. Bis Sommer 2023 ist er an Göztepe ausgeliehen. Bislang ist er noch ohne Torerfolg in der Türkei. Der Durchbruch in Frankfurt wird ihm wohl nicht mehr gelingen. © Kessler/imago Platz 8: Bas Dost schloss sich für stolze 7 Mio. Euro der SGE von Sporting aus Lissabon an. Nach einem vielversprechenden Start mit drei Treffern in fünf Spielen folgten in seiner Premierensaison nur noch fünf weitere Tore. Nach anderthalb Jahren ging er für 4 Mio. Euro - ein satter Verlust von 3 Millionen. © Huebner/imago Platz 7: Für einen ähnlich hohen Betrag (6 Mio. Euro) kam Lucas Alario im Sommer 2022 von Bayer Leverkusen zu Eintracht Frankfurt. Mit nur 200 Spielminuten und nur einem mageren Törchen ist der Argentinier ein großer Flop - eigentlich. Denn noch hat Alario die Chance, das Ruder herumzureißen und sich mit Toren am Fließband aus dieser Liste zu katapultieren. © Schmidt/imago Nelson VALDEZ F verletzt mit Krücken Fussball 1 Bundesliga 3 Spieltag Eintracht Frankfurt F Platz 6: Bundesliga-Veteran Nelson Valdez kam 2014 immerhin ablösefrei aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an den Main. Doch der Paraguayer riss sich bereits in seiner dritten Partie das Kreuzband. Zum Ende der Spielzeit kam er für acht Einsätze nochmal zurück, eher er die SGE wieder verließ. Immerhin: Bei seinem Comeback gegen Paderborn traf der Angreifer und sorgte für große Emotionen. © imago Tommy Berntsen 2001 im Trikot von Eintracht Frankfurt Platz 5: Nur die wenigsten Eintracht-Fans werden sich noch an Tommy Berntsen erinnern. 2001 für die damals schwindelerregende Ablösesumme von rund 1,9 Mio. Euro aus dem norwegischen Lillestrom nach Frankfurt gewechselt, reichte es nur zu drei Kurzeinsätzen in zwei Monaten. Neun Monate lang wurde der Norweger nicht mehr eingesetzt, ehe es wieder in die Heimat ging. © imago Ümit Korkmaz von Eintracht Frankfurt mit Trainer Armin Veh Platz 4: Als Toptalent von Rapid Wien für 2,3 Mio. Euro unter Vertrag genommen, konnte Ümit Korkmaz die Erwartung bei der Eintracht nie erfüllen. Zahlreiche Verletzungen verhinderten, dass der Österreicher mal viele Spiele in Folge absolvieren konnte. Dennoch ist der mittlerweile 37-Jährige immer ein gern gesehener Gast in Frankfurt. © imago 11.12.2019, xmhx, Fussball UEFA Europa League, Eintracht Frankfurt - Training und PK emspor, v.l. Dejan Joveljic (Eintr Platz 3: Mit ähnlich großen Erwartungen schloss sich Dejan Joveljic den Adlerträgern an. Satte 4 Mio. Euro zahlte der Klub 2019 für das hoffnungsvolle Talent an Roter Stern Belgrad. Doch der Serbe setzte sich nie durch. Nach zwei Leihgeschäfte folgte im Sommer 2021 der Schritt nach Los Angeles - ohne je einen Bundesliga-Treffer erzielt zu haben. Mit einer Ablösesumme von 3,5 Mio. Euro konnte zumindest der finanzielle Schaden in Grenzen gehalten werden. © Huebner/imago 15.05.2021, Fussball, Saison 2020/2021, 1. Bundesliga, 33.Spieltag, FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt, Steven Zuber (E Platz 2: 3 Milo. Euro ließ sich die Eintracht Steven Zuber Kosten. In 23 Einsätzen konnte er sich nicht in die Herzen der SGE-Fans spielen und enttäuschte größtenteils. Sein Leihgeschäft und anschließender Transfer-Deal nach Athen spülten immerhin 2 Mio. Euro wieder zurück in die Kassen der Hessen. © Rehbein/imago Sam Lammers 9 (Eintracht Frankfurt), Bayer Leverkusen vs. Eintracht Frankfurt, Fussball, 1. Bundesliga, 32. Spieltag, 0 Platz 1: Schon die Rahmenbedingungen des größten Eintracht-Flops aller Zeiten machten stutzig. 3,6 Mio. Euro zahlten die Frankfurter für das einjährige Leihgeschäft von Sam Lammers an Atalanta Bergamo. Der Niederländer wirkt in jeder seiner größtenteils kurzen Einsätze wie ein Fremdkörper im Spiel der SGE. Der völlig überteuerte Leih-Deal wurde zur großen Enttäuschung. Ein anschließender Kauf stand zu keinem Zeitpunkt zur Debatte, sodass der Angreifer nach einem Jahr wieder zurück nach Italien gehen musste. © Niemeyer/imago Wohin es Borre zieht, ist noch unklar, offenbar hat aber der griechische Rekordmeister Olympiakos Piräus ein erstes Angebot abgegeben. Das berichtet der gut informierte argentinische Journalist Cesar Luis Merlo auf Twitter. Neben Piräus soll aber auch Olympique Lyon seinen Hut in den Ring geworfen haben. Vom Interesse eines südamerikanischen Vereins ist dagegen aktuell nichts bekannt. (smr )
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