Bayern-Sieg

Offensive Verteidigung und Musiala – 3 Erkenntnisse aus dem Spiel gegen Heidenheim

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Der FC Bayern jubelt über einen 4:2-Sieg gegen den 1. FC Heidenheim. Im Laufe der 90 Minuten traten diverse Erkenntnisse hervor.

München – In der Bundesliga bleibt der FC Bayern auf Kurs. Dank des Heimsieges gegen den 1. FC Heidenheim wahrt der Rekordmeister die Tabellenführung und hat sechs Punkte Vorsprung auf Eintracht Frankfurt.

Die Münchner lieferten die passende Reaktion nach dem Ausscheiden im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Bayer Leverkusen. fussball.news nennt insgesamt drei Erkenntnisse, die während des Spiels ersichtlich wurden.

Abwehrspieler werden kleine Torjäger

Zum einen haben die Verteidiger des FC Bayern in der Offensive an Wert gewonnen. Dayot Upamecano erzielte mit dem Kopfballtreffer in der 18. Minute sein zweites Saisontor, auch Minjae Kim hat wettbewerbsübergreifend zwei Tore auf dem Konto. Zudem verbuchte Linksverteidiger Raphaël Guerreiro einen Treffer.

Die Standardsituationen haben an Qualität dazugewonnen. So erzielte Kim seine Tore nach Eckbällen gegen Eintracht Frankfurt (3:3) und Paris St. Germain (1:0), während Michael Olise gegen den VfL Bochum (5:0) einen direkten Freistoß verwandelte und Jamal Musiala wenige Minuten später eine Hereingabe von Joshua Kimmich veredelte. Speziell in engen Spielen können Standards eine Waffe sein, entsprechend gut ist der FC Bayern diesbezüglich gerüstet.

Kroos hatte in Bezug auf Musiala recht

Allerdings fiel Upamecano gegen Heidenheim neben seinem Tor mit dem entscheidenden Fehler vor dem 1:1 durch Mathias Honsak (50.) auf. Der Innenverteidiger spielte einen verheerenden Rückpass zu Daniel Peretz und leitete den Ausgleich ein.

Unmittelbar darauf kam Musiala für Thomas Müller aufs Spielfeld, erzielte in der 56. Minute die erneute Führung und besiegelte in der Nachspielzeit den 4:2-Endstand (90.+1). Noch vor der Partie hatte Vincent Kompany die von Toni Kroos geäußerte Kritik, Bayern sei zu sehr von Musiala abhängig, relativiert. Allerdings erzielte der 21-Jährige wie zuvor in der Champions League gegen Benfica (1:0) sowie in der Bundesliga gegen St. Pauli (1:0) und Borussia Dortmund (1:1) die entscheidenden Tore.

Der FC Bayern feierte dank Jamal Musiala den Sieg gegen Heidenheim

„Heute ist das erste Tor eine Standardsituation, dann ein abgefälschter Schuss von Leon Goretzka. Musiala macht die beiden anderen Tore, sie sind im Moment unheimlich abhängig von ihm. Wenn Musiala nichts macht, hast du das Gefühl, nach vorne passiert wenig“, pflichtete Sky-Experte Dietmar Hamann Kroos bei.

Mit Blick auf den weiteren Saisonverlauf dürfe sich Bayern nicht ausschließlich auf Musiala verlassen, warnte Hamann: „Sie haben vier hochgelobte Flügelspieler, die in den letzten acht Spielen ein Tor geschossen haben. Wenn in der Rückrunde die Titel vergeben werden, muss da mehr kommen von den Flügelspielern.“

FC Bayern lässt gegen Underdogs nichts anbrennen

Dennoch feierte der FC Bayern mit dem Schlusspfiff einen Sieg. Kompanys Bilanz nach 21 Pflichtspielen steht bei 15 Siegen, 3 Remis, 3 Niederlagen und 61:18 Toren.

Auffällig ist die dürftige Bilanz in Top-Spielen. Mit PSG wurde lediglich ein Spitzengegner bezwungen, gegen den FC Barcelona (1:4) verlor Bayern ebenso wie im DFB-Pokal gegen Bayer Leverkusen (0:1). In der Bundesliga sprang gegen die Werkself (1:1), Dortmund und Eintracht Frankfurt (3:3) lediglich ein Punkt heraus.

Dafür gelingt es Kompany, sämtliche Spiele der Kategorie „Pflichtsieg“ zu gewinnen. Diese Eigenschaft bildete schon in der Vergangenheit die Basis für die Meisterschaft, weil die Konkurrenz häufiger gegen die vermeintlichen Underdogs strauchelt. Leverkusen etwa spielte gegen Kiel, Bremen (beide 2:2) und Bochum (1:1) nur unentschieden, Dortmund verlor gegen Union Berlin, Augsburg (beide 1:2) und Mainz (1:3).

Demgegenüber feierte Bayern gegen Heidenheim den zehnten Sieg im dreizehnten Bundesligaspiel. Werden auch die Partien gegen Mainz (14. Dezember) und RB Leipzig (20. Dezember) gewonnen, ziehen die Münchner in der Winterpause einsame Kreise an der Tabellenspitze. Für die Meisterschaft gilt es allerdings, 2025 die Konzentration genau so hochzuhalten wie bisher.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Michael Weber IMAGEPOWER

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