Nach zweitem Gruppenspiel

DFB-Star widerspricht ARD-Reporter nach Kolumbien-Pleite

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Nach der Niederlage von Deutschland gegen Kolumbien bei der Frauen-WM sieht Chantal Hagel nicht die physische Unterlegenheit als Grund für den Misserfolg.

Sydney – Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der Frauen-WM in Australien und Neuseeland im zweiten Gruppenspiel gegen Kolumbien eine verdiente 1:2-Niederlage erlitten. Die junge Linda Caicedo ragte bei den Südamerikanerinnen spielerisch heraus. Das Team ist jedoch neben der hochtalentierten Spielerin von Real Madrid auch für ihre harte Gangart bekannt und teils gefürchtet. Deutschlands Linksverteidigerin Chantal Hagel sieht diese Spielweise der Kontrahentinnen jedoch nicht als Ursache für den Misserfolg, wie die 25-Jährige nach der Partie bei der ARD verdeutlichte.

Chantal Hagel
Geboren:20. Juli 1998 (Alter 25 Jahre), Calw
Aktueller Verein:VfL Wolfsburg
Position:Linksverteidigerin

Hagel sah Deutschland gegen Kolumbien körperlich nicht unterlegen

Konkret ging es nach der Niederlage von Deutschland gegen Kolumbien bei der Frauen-WM in der Mixed Zone um die Frage, ob Deutschland physisch unterlegen gewesen sei. ARD-Reporter Patrick Halatsch formulierte eindeutig: „Im Vorfeld haben wir über diese Physis gesprochen. Inwieweit ist die Theorie und die Praxis dann was anderes? Ihr habt schon große Probleme gehabt, oder?“

Chantal Hagel widersprach allerdings umgehend: „Würde ich so gar nicht sagen, ich finde, man kann uns das gar nicht absprechen, dass wir alles reingeworfen haben.“ Für drei Punkte hat es dennoch nicht gereicht.

Chantal Hagel und ihre Kolleginnen konnten gegen Kolumbien nicht mithalten.

Shakira großer Fan ihrer Kolumbianerinnen bei der Frauen-WM

Die harte, körperbetonte Spielweise der Kolumbianerinnen im Spiel gegen Deutschland bei der Frauen-WM war indes keine Überraschung. In einem Vorbereitungsspiel auf die Weltmeisterschaft brachen die Irländerinnen ihre Begegnung mit den Kolumbianerinnen nach 23 Minuten ab, da die Südamerikanerinnen für den Geschmack der Irinnen zu viel Körpereinsatz zeigten und man keine Verletzungen für die Endrunde riskieren wollte.

Dennoch bewegt sich die Spielweise Kolumbiens innerhalb des Erlaubten. Dazu zeigt die Mannschaft um Caicedo eine moderne Spielkultur, die sowohl in Australien und Neuseeland bei der Frauen-WM vor Ort als auch in der Heimat für eine große Euphorie sorgt. Die kolumbianische Sängerin Shakira ist beispielsweise ein großer Fan ihrer Landsfrauen und twitterte nach dem Erfolg gegen die DFB-Frauen: „Gott! Wie stolz bin ich auf mein Team!“ Für Deutschland geht es im letzten Gruppenspiel gegen Südkorea dann um alles. (jsk)

Rubriklistenbild: © imago/mis

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