VonLars Pollmannschließen
Sébastien Haller hat seine Leih-Zelte in Spanien abgebrochen und verbringt die restliche Saison beim FC Utrecht in den Niederlanden.
Update vom 09. Januar: Am Donnerstag haben die beteiligten Vereine den Dreiecksdeal bestätigt: Die Leihe von Sébastien Haller an CD Leganés wird abgebrochen, die restliche Saison verbringt er beim FC Utrecht. „Der Wechsel steht noch unter dem Vorbehalt der verbandsrechtlichen Abwicklung“, teilte Dortmund dabei mit. „Der BVB wünscht Sébastien Haller an seiner neuen Wirkungsstätte vor allem Gesundheit und natürlich viel Einsatzzeit sowie den größtmöglichen Erfolg.“
Retour à la maison. 🏡
— FC Utrecht (@fcutrecht) January 9, 2025
Haller selbst reagierte gegenüber Vereinsmedien des FC Utrecht: „Ich bin unheimlich dankbar, dass es geklappt hat. Jeder kennt meine Situation. Ich wollte unbedingt wieder spielen und mich fünf Monate lang irgendwo zeigen. Eigentlich gab es nur einen Verein, zu dem ich für so kurze Zeit gehen wollte. Wenn es nicht Utrecht gewesen wäre, wäre es schwierig gewesen, einen solchen Schritt zu machen. Es fühlt sich an wie eine Heimkehr.“
Erstmeldung vom 08. Januar: Dortmund/Utrecht/Leganés – Borussia Dortmund hat mit der Ausleihe von Profis in den vergangenen Jahren nur selten Glück gehabt. In der Vorsaison kam Giovanni Reyna beim englischen Traditionsklub Nottingham Forest kaum zur Geltung, aktuell erleben Sébastien Haller bei CD Leganés und Youssoufa Moukoko bei OGC Nizza ein ähnliches Schattendasein.
Die Lage um Haller hat sich dabei in den letzten Tagen zugespitzt und für einige Wendungen gesorgt. Schon seit geraumer Zeit wird über eine Rückholaktion des Ivorers seitens des FC Utrecht diskutiert. Dafür müsste die Leihe des Stürmers nach Spanien abgebrochen werden. Das Konstrukt galt als kompliziert und wurde mancherorts schon für gescheitert erklärt. Nun soll es die nächste Wende gegeben haben.
Offenbarer Durchbruch in den Gesprächen zwischen BVB und Utrecht
Wie das niederländische Portal Voetbal International berichtet, gab es in den Gesprächen zwischen den Parteien in der Nacht auf Mittwoch einen Durchbruch: Demnach seien sich der BVB und Utrecht über eine Leihe für die restliche Saison einig. Auch Leganés muss logischerweise zustimmen. Dass der Deal daran scheitern würde, galt nie als sonderlich wahrscheinlich, weil der spanische Klub mit Haller bislang wenig anzufangen weiß.
Gegen die Leihe sprach eher, dass Dortmund dem Vernehmen nach noch mehr von dem Gehalt übernehmen müsste, was Haller in seinem noch anderthalb Jahre gültigen Vertrag beim BVB kassiert. Schon der Wechsel nach Leganés wurde zu mehr als 50 Prozent vom BVB subventioniert. Den Ausschlag zugunsten von Utrecht soll nun die Bitte des Spielers selbst gegeben haben.
Sébastien Haller empfahl sich in Utrecht einst für Eintracht Frankfurt
Haller habe den Verantwortlichen in Dortmund versichert, sich in gewohntem Umfeld die Rückkehr zu guter Form zuzutrauen und darum gebeten, den Wechsel an seinen Wohlfühlort zu ermöglichen. Haller spielte von 2015 bis 2017 für Utrecht, empfahl sich mit starken Leistungen für die Bundesliga und Eintracht Frankfurt.
Dortmund muss daran gelegen sein, dass Haller sportlich auf die Beine kommt: Im Sommer wird der BVB versuchen, den Nationalspieler endgültig abzugeben. Das Szenario ist wesentlich wahrscheinlicher, wenn der Angreifer die Überraschungsmannschaft aus Utrecht in die Champions League schießt. Aktuell liegt das Team nur drei Punkte hinter Ajax auf Platz drei, Meister und Vizemeister der Eredivisie qualifizieren sich direkt für die Königsklasse.
Einen Top-Angreifer hat Utrecht dabei nicht im Aufgebot, die interne Torschützenliste führen nach 17 Spieltagen mehrere Profis mit vier Treffern an. Dazu zählt auch Frankfurt-Leihgabe Paxten Aaronson. Haller soll sich ihm bald anschließen, muss aber laut dem Bericht noch den Medizincheck absolvieren. Alle Ampeln sollen auch noch nicht auf Grün stehen. Dass ein Rot erscheint, ist aber wohl nicht mehr zu erwarten.
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