Schwanger? Biathlon-Königin Wierer reagiert auf Gerüchte
VonChristoph Gschoßmann
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Dorothea Wierer ist noch immer im Spiel. Die routinierte Biathlon-Athletin tritt diesen Winter wieder an und hat eine Ansage für ihre Kritiker.
München – Dorothea Wierer ist in ihrem Land eine Biathlon-Legende: 2019 wurde sie als erste Italienerin Weltmeisterin. Zu ihrem Titel im Massenstart kamen 2020 zwei weitere Goldmedaillen in der Verfolgung und im Einzel dazu, sowie ein weiterer Titel in der Staffel 2023. Auch drei olympische Bronzemedaillen nennt sie ihr Eigen.
Wierer räumt mit Gerüchten „von Leuten, die nichts verstehen“ auf
Doch mit nun 34 Jahren mehrten sich die Fragen nach ihrem Karriereende. Im Sommer war lange unklar, ob die neue Biathlonsaison diesmal ohne Wierer stattfindet. In einer Pressekonferenz schaffte sie schließlich Fakten. Wierer stellte klar, dass sie bis 2026 weitermachen will. Dafür gab es durchaus Kritik. Ihr letzter Weltcupsieg liegt schließlich schon über eineinhalb Jahre zurück (12. März 2023 in Östersund). Nun äußerte sich Wierer nicht nur zu ihrer Entscheidung, sondern auch zu Gerüchten über eine mögliche Schwangerschaft.
So hatte es Berichte gegeben, dass die in Bruneck in Südtirol geborene Athletin ein Kind erwarte. „Viele Leute denken, dass ich schwanger bin oder dass ich die Pressekonferenz nur für meine Sponsoren mache. Es ist nicht immer einfach, Gerüchte von Leuten zu hören, die mich nicht kennen oder nichts verstehen. Deshalb wollte ich eine Pressekonferenz abhalten, um meinen Standpunkt klarzumachen“, erklärte sie dem norwegischen Sender TV2. Dass sie diese eigens einberufen hatte, um zu erklären, dass sie weitermache, stieß teilweise auf Unverständnis.
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Dorothea Wierer: „In Italien bekommt man immer ein bisschen Scheiße ab“
„Ich weiß nicht, wie es in Norwegen ist. Aber in Italien gibt es viele verrückte Leute. Man bekommt immer ein bisschen Scheiße ab“, beschwerte sich Wierer über die Berichterstattung in ihrem Land. Allerdings könne sie das Interesse an ihrem Privatleben auch nachvollziehen: „Die Leute fragen mich immer wieder nach Familie und Kindern. Ich kann das verstehen, denn meine Mutter wurde zum Beispiel mit 20 schwanger.“
Bei ihr sei das aber nicht der Fall. Wierer: „Ich denke, die Leute müssen erkennen, dass sich die Welt verändert. Mein Traum ist es, eine Familie zu haben, aber ich habe immer noch meine monatlichen Mädchenprobleme, also ist es nicht möglich, dass ich schwanger bin.“
Olympia 2026 als Grund zum Weitermachen für Dorothea Wierer
Auch über ihre Entscheidung zum Weitermachen sprach sie mit dem skandinavischen Medium: „Ich habe eine Liste gemacht, ob ich weitermachen oder aufhören soll. Die Gründe, nicht weiterzumachen, waren eigentlich viel mehr als die, die ich dafür hatte“, äußerte sie.
Letztlich habe das Jahr 2026 und die Olympischen Spiele in ihrer Heimat den Ausschlag gegeben, denn diese finden schließlich in Mailand und Cortina d‘Ampezzo statt. (cgsc)