Sensationelles Hummels-Comeback beim BVB? Trainer Kovač reagiert
VonLars Pollmann
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Im Sommer geht der BVB bei der FIFA Klub-WM an den Start. Er soll an ein Sensationscomeback von Mats Hummels denken. Trainer Niko Kovač reagiert.
Update vom 11. April, 14.00 Uhr: Im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den FC Bayern hat sich BVB-Trainer Niko Kovač zu den Gerüchten um Mats Hummels und eine Rückkehr zur Klub-WM geäußert.
„Mats ist sicherlich ein außerordentlich guter Fußballer, der vieles in seinem Leben erreicht hat und einen riesigen Stellenwert für den BVB hat. Ich persönlich höre davon auch, ja. Ich habe aber jetzt die Bayern vor der Brust. Was bei der WM passiert, ist so weit weg“, sagte Kovač.
Hummels spielte beim FC Bayern in der Saison 2018/19 unter Kovač. Beim Abschied gen Dortmund machten Gerüchte über das angeblich unterkühlte Verhältnis mit dem Kroaten die Runde.
„Unser Verhältnis war aus meiner Sicht gut. Ich musste Entscheidungen treffen. Wenn jemand nicht spielt, ist er nicht glücklich. Aber zwischenmenschlich hat es immer gepasst“, hält Kovač entgegen. „Es wird immer viel geschrieben und viel erzählt. Ihr erlebt selbst, dass ich ein ganz normaler Typ bin“, schmunzelte der Ex-Profi den Medienvertretern zu.
Erstmeldung: Dortmund – Fürs Wunden lecken bleibt Borussia Dortmund keine Zeit. Nach dem 0:4 im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinales beim FC Barcelona am Mittwoch steht gleich die nächste harte Aufgabe bevor: Am Samstag geht es zum FC Bayern in den deutschen „Klassiker“ (18.30 Uhr, alle TV-Infos).
Gegen den Tabellenführer sollte der BVB tunlichst nicht verlieren, um seinen Aufschwung in der Bundesliga aufrechtzuerhalten, der schließlich noch im Happyend und einem Europapokal münden soll. Die ohnehin nur sehr geringe letzte Chance auf den Titel haben die Schwarzgelben wohl in Barcelona verspielt.
Wobei: Einen Titel gibt es ja doch noch zu vergeben. Und dafür soll beim BVB jetzt ein sensationeller Plan reifen!
BVB im Sommer bei der FIFA Klub-WM im Einsatz
Bei der FIFA Klub-WM im Sommer in den USA ist Dortmund als einer von zwölf Teilnehmern aus Europa wohl automatisch zum erweiterten Favoritenkreis zu zählen. In der Gruppenphase trifft der BVB auf Fluminense (Brasilien), Ulsan HD (Südkorea) und die Mamelodi Sundowns (Südafrika): Die K.o.-Phase kann also nur ein Mindestziel sein.
Vor der Abreise in die USA könnte der BVB indes seinen Kader verstärken: Die DFL hat ein Extra-Transferfenster vom 01. bis 10. Juni eingeführt. Dortmund kann zum Beispiel die Leihstürmer Sébastien Haller und Youssoufa Moukoko zurückholen. Viel spannender ist nun aber ein Gedankenspiel, das die Verantwortlichen nach Angaben der Bild-Zeitung ausgeheckt haben.
Die Klubführung denkt demnach intensiv über eine Rückkehr von Mats Hummels nach!
Der Weltmeister hatte letzte Woche sein Karriereende für den Sommer angekündigt. Die AS Rom ist seine letzte Station im Profifußball – oder doch nicht? Beim BVB sei für die Klub-WM „als Standby-Profi“ angedacht, so das Boulevardblatt.
Hintergrund dessen ist wohl vor allem der Verletzungsschock um Nico Schlotterbeck. Wegen eines Meniskusrisses wird der Abwehrchef voraussichtlich bis in den Spätsommer/Herbst ausfallen, verpasst also auch die Klub-WM. Natürlich bleibt Schlotterbeck aber ein ganz wichtiger Faktor in den Planungen des BVB. Einen neuen Stammspieler wird ihm der Klub nicht vor die Nase setzen.
Springt Hummels für Schlotterbeck in die BVB-Bresche?
Theoretisch kann der BVB für die Abwehr mit Soumaïla Coulibaly von Stade Brest einen weiteren Leihspieler zurückholen. Allerdings ist der Franzose seit Anfang März mit Adduktorenbeschwerden nicht einsatzfähig und hat der 21-Jährige wohl kaum eine große Zukunft in Dortmund. Bei ihm dürfte der Klub auf einen Verkauf drängen.
Bei Hummels hingegen gäbe es sportlich keine großen Zweifel, für ein Turnier kann sich der Altmeister sicher nochmal aufraffen. Zudem ist seine enge Freundschaft zu Schlotterbeck bekannt. Ist es vorstellbar, dass der Ex-Nationalspieler seinem früheren Nebenmann zuliebe nochmal für den BVB die Schuhe schnürt?
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Versöhnlicher Abschluss der BVB-Karriere von Hummels?
Das wäre auch ein versöhnlicher Abschluss seiner Dortmund-Karriere, nachdem der Abschied im Vorjahr nicht geräuschlos über die Bühne gegangen war. Hummels hatte in einem Interview seinen damaligen Trainer Edin Terzić attackiert und so die Chancen auf einen letzten Vertrag torpediert.
Dass der BVB den 36-jährigen Hummels in anderer Funktion eines Tages gerne einbauen würde, liegt auf der Hand. „Mats und auch Marco Reus werden immer Teil der BVB-Familie bleiben und sind auch nach der Karriere jederzeit herzlich willkommen“, sagte zuletzt Sportchef Lars Ricken im Interview mit der WAZ.
Ein Comeback als Spieler, wenn auch nur für wenige Wochen in den USA, wäre eine Sensation. Und würde dem BVB auch nicht schaden, was das Marketing des Trips in die Staaten anbelangt.