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Serhou Guirassy kam als Ersatz für Sasa Kalajdzic zum VfB Stuttgart. Inzwischen hat sich der Stürmer in der Mannschaft zu einem unverzichtbaren Spieler entwickelt.
Stuttgart - Als der VfB Stuttgart in der Sommer-Transferperiode 2022 den Stürmer Serhou Guirassy verpflichtete, ahnte sicherlich kaum einer, wie wichtig der guineisch-französische Fußballspieler für den Verein werden würde. Die Stuttgarter holten Guirassy zunächst auf Leihbasis plus Kaufoption von Stade Rennes an den Neckar.
Die Profikarriere von Serhou Guirassy begann 2013 beim französischen Fußballverein Stade Laval (Ligue 2). Von dort schaffte der Stürmer 2015 den Sprung in die Ligue 1 zum OSC Lille, wurde jedoch noch im selben Jahr zum Zweiligisten AJ Auxerre verliehen. Nur ein Jahr später wechselte der Franzose zum 1. FC Köln und sammelte erstmals Erfahrung in der Bundesliga. Nach einigen weiteren Stationen und Leihen landete Guirassy schließlich in Stuttgart.
| Name: | Serhou Yadal Guirassy |
|---|---|
| Geburtstag: | 12. März 1996 |
| Geburtsort: | Arles (Frankreich) |
| Nationalität: | Guinea, Frankreich |
| Position: | Sturm |
| Größe: | 1,87 Meter |
Serhou Guirassy entwickelt sich zur Lebensversicherung des VfB Stuttgart
Nach dem Abgang von Top-Stürmer Sasa Kalajdzic zu den Wolverhampton Wanderers, war der VfB Stuttgart auf der Suche nach einem gleichwertigen Ersatz – den sie in Serhou Guirassy gefunden haben. Der Franzose wird als ruhiger Spielertyp beschrieben, der immer anspielbar ist und die Bälle im Strafraum festmachen kann. Durch seine Größe von 1,87 Meter ist er zudem auch kopfballstark. Vieles erinnert stark an seinen Vorgänger Kalajdzic.
Schnell entwickelte sich Guirassy bei den Schwaben zum Schlüsselspieler und Torgarant. Wie wichtig seine Fähigkeiten für das Spiel des VfB geworden waren, zeigte sich umso mehr, als er im Februar 2023 mehrere Wochen wegen einer Adduktorenverletzung ausfiel. Nach seiner Rückkehr fand der Stürmer jedoch schnell zu alter Stärke zurück und entwickelte sich unter Trainer Sebastian Hoeneß noch einmal weiter.
In der Bundesliga-Saison 2022/23 schoss er in 22 Spielen für den VfB elf Tore und wurde dadurch zu einer Lebensversicherung für den Verein. Kurz vor dem Relegationsspiel gegen den Hamburger SV zog der Verein schließlich die Kaufoption für den Stürmer und stattete ihn mit einem Vertrag bis 30. Juni 2026 aus, der eine Ausstiegsklausel enthielt.
Viele Spekulationen um einen möglichen Abgang, doch Guirassy verschreibt sich dem VfB Stuttgart
Vor dem Start der Bundesligasaison 2023/24 kochten die Gerüchte um einen möglichen Abgang von Serhou Guirassy regelmäßig hoch. Der VfB-Vorstandsvorsitzende Alexander Wehrle rechnete bereits mit „unmoralischen Angeboten“. Einige internationale Klubs wie Ajax Amsterdam oder FC Fulham bekundeten ihr Interesse. Die Ausstiegsklausel in seinem Vertrag hätte es ihm ermöglicht, den Verein für Bewegungsspiele bis zum 11. August 2023 im Falle eines Angebots von kolportierten 15 Millionen Euro zu verlassen. Mit Deniz Undav sicherte sich der VfB bereits einen Back-up.
Nachdem die Klausel am 11. August abgelaufen war, hatte der VfB Stuttgart das Ruder wieder selbst in der Hand. Sorgen um einen Wechsel müssen sich die Schwaben vorerst wohl nicht machen. Guirassy fühlt sich in der Landeshaupstadt von Baden-Württemberg und mit seiner Rolle als Stürmer Nummer eins wohl.
Rubriklistenbild: © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel

