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Der VfB Stuttgart hat zwar eine Kaufoption für seinen Topstürmer Deniz Undav, doch die Entscheidung fällt dem Klub laut Sportdirektor Wohlgemuth gar nicht so einfach, wie es scheint.
Stuttgart - Fabian Wohlgemuth, der kürzlich vom Sportdirektor zum Sportvorstand des VfB Stuttgart befördert wurde, steht vor einem arbeitsintensiven Sommer. Die Spekulationen, dass einige Profis den Verein verlassen werden, reißen nicht ab. Andere gehören dabei noch nicht einmal offiziell den Schwaben. Das erfolgreiche Team von Trainer Sebastian Hoeneß wird mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Beginn der neuen Saison ein anderes Gesicht haben.
Nicht nur VfB-Topstürmer Serhou Guirassy ist inzwischen stark umworben. Auch der deutsche Nationalspieler Waldemar Anton steht auf der Transferliste von Top-Klubs wie Bayer Leverkusen oder Borussia Dortmund. Die Situation von Deniz Undav, der ebenfalls Deutschland bei der Heim-EM vertritt, scheint auf dem Papier weniger kompliziert zu sein.
VfB-Sportdirektor Wohlgemuth: Undav-Entscheidung mit „Risiken“ verbunden
Der VfB Stuttgart hat sich im Leihvertrag mit Brighton & Hove Albion zwar eine Kaufoption für den Stürmer Deniz Undav gesichert, allerdings würde die Höhe dieser Option den Verein in neue finanzielle Sphären katapultieren. Laut Informationen von fussball.news würde eine Summe von über 20 Millionen Euro fällig. „Die Undav-Entscheidung ist für den VfB sicher eine der schwierigsten der letzten zehn Jahre. Das wird ein großes Paket, verbunden mit entsprechenden Risiken“, erklärt Fabian Wohlgemuth in der Süddeutschen Zeitung.
Um Undav einen Verbleib schmackhaft zu machen, müsste er zu den Topverdienern im Kader gehören. „Aber für einen Spieler dieser Qualität müssen wir bereit sein, bis in unser wirtschaftliches Grenzgebiet vorzudringen“, gibt der neue Sportvorstand zu verstehen, dass Stuttgart an einer Lösung arbeitet. Nur weil eine Kaufoption besteht, ist eine andere Vereinbarung mit dem Heimatverein nicht ausgeschlossen.
„Augenmaß beim Geldausgeben“: Kaderplanung beim VfB Stuttgart wohl eher „konservativ“
Nicht nur sportlich tue Undav dem VfB gut. Der Nationalspieler ist bekannt für seine positive Verrücktheit, die für das Klima in der Kabine wichtig ist. „Entsprechend hängen wir uns rein und sind dabei auch nicht ohne Optimismus“, erklärt Wohlgemuth.
Es ist klar, dass der VfB Stuttgart weiterhin wirtschaftlich vernünftig handeln wird, auch wenn dem Verein erhebliche zusätzliche Einnahmen aus seiner Rückkehr in die Champions League winken. „Augenmaß beim Geldausgeben ist weiter Trumpf. Wir können nicht davon ausgehen, dass wir in der übernächsten Saison wieder international spielen, entsprechend konservativ werden wir unseren Kader planen“, betont der Verantwortliche.
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Angesichts dieser Umstände wird es für den Vizemeister nur begrenzt möglich sein, die möglichen bis wahrscheinlichen Abgänge von Spielern wie Guirassy, Anton und Führich zu kompensieren. Umso wichtiger wäre es, wenn die feste Verpflichtung von Undav gelingen würde, auch als Signal nach außen. Undav selbst hat kürzlich seine Treue zum VfB bekundet.
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