- VonMaximilian Bohneschließen
Die deutsche Nationalmannschaft hat ihr vorletztes WM-Quali-Spiel gegen Luxemburg mit 2:0 gewonnen Nick Woltemade wurde in einem mühsamen Spiel zum Matchwinner. Der Live-Ticker zum Nachlesen.
Ende: Unter dem Strich steht zwar ein positives Ergebnis, mit Ruhm bekleckert hat die Elf von Julian Nagelsmann sich hier aber sicherlich nicht. In der ersten Halbzeit zeigte die Mannschaft einen blutleeren Auftritt und hätte zur Pause gut und gerne hinten liegen können. Im zweiten Durchgang steigerte sich die Leistung zwar, von einem souveränen Auftritt ist trotzdem nicht zu sprechen.
Nick Woltemade wurde mit seinem Doppelpack zum Mann des Abends. Außerdem ist die Leistung von Comebacker Leroy Sané hervorzuheben. Der Ex-Bayern-Star fiel nicht nur durch hohe Laufbereitschaft auf, sondern war auch an beiden Toren entscheidend beteiligt. Florian Wirtz war indes bemüht, blieb im Abschluss aber glücklos.
Ein Lob muss derweil für die Gastgeber ausgesprochen werden. Von Beginn an präsentierte Luxemburg sich als ebenbürtiger Gegner. Überragendes Zweikampfverhalten und ungeahnte spielerische Qualitäten machten den vermeintlichen Fußballzwergen beinahe zu einer Stolperfalle. Nagelsmann und Co. werden drei Kreuze machen, hier mit allen Punkten nach Hause fahren zu können.
| Aufstellung Luxemburg: | Moris - Jans, Korac, Carlson, Bohnert - Martins, Thill, Barreiro, Olesen - Sinani, Dardari |
| Aufstellung Deutschland: | Baumann - Baku, Tah, Anton, Raum - Pavlovic, Goretzka - Sané, Wirtz, Gnabry - Woltemade |
| Tore: | 0:1 Woltemade (49.), 0:2 Woltemade (69.) |
Ende: Deutschland bleibt nach einem harten Arbeitssieg an der Spitze von Quali-Gruppe A und hat im letzten Spiel gegen die Slowakei am Montag nun das eigene Schicksal in der Hand. Ein Unentschieden genügt, um Platz eins und die direkte Qualifikation zu garantieren.
Ende: Das war‘s! John Brooks pfeift pünktlich ab. Die deutsche Nationalmannschaft feiert einen mühsamen 2:0-Sieg in Luxemburg.
90 + 2. Minute: Nmecha prüft Moris mit einem strammen Schuss aus 20 Metern. Der Keeper ist zur Stelle und klärt nochmal zur Ecke.
90 + 1. Minute: Der Assistent hält die Anzeigetafel hoch: Vier Minuten Nachspielzeit.
88. Minute: Wirtz ist heute zwar auffällig gewesen, aber im Abschluss deutlich zu vorsichtig. Wieder kommt er im Strafraum zum Abschluss – der ist aber eher ein Schüsschen.
85. Minute: Noch fünf Minuten sind hier zu gehen. Stand jetzt reicht der Deutschland im letzten Spiel gegen die Slowakei ein Remis zur direkten WM-Qualifikation.
82. Minute: Es ist zwar nicht alles perfekt, aber in der zweiten Halbzeit hat die DFB-Elf sich deutlich gesteigert. In den letzten Minuten ist sogar etwas Spielfreude zu erkennen.
79. Minute: Augenblicke später hat der Galatasaray-Star Feierabend. Jamie Leweling kommt für ihn ins Spiel. Gleichzeitig kommt Malick Thiaw für Jonathan Tah. Oliver Baumann übernimmt die Kapitänsbinde.
78. Minute: Fast das 3:0! Schade spielt einen tollen Pass in den Lauf von Sané. Der lässt einen Gegenspieler aussteigen, sein Schuss streift aber nur die Latte.
75. Minute: Noch eine Viertelstunde ist in der regulären Spielzeit zu gehen. Jetzt dürfte hier doch eigentlich nichts mehr anbrennen. Oder?
72. Minute: Bei Tore fielen nach ähnlichem Muster. Eine Verlagerung auf Sané, der mit viel Platz nicht lange fackelte, um den Ball sauber in die Mitte zu bringen. Beim ersten Mal nahm Woltemade direkt ab, beim 2:0 war Baku zwischengeschaltet.
69. Minute: TOOOOOR FÜR DEUTSCHLAND! Wieder ist Nick Woltemade zur Stelle. Florian Wirtz leitet die Situation aus der eigenen Hälfte mit einem langen Schlag auf Leroy Sané ein. Der findet an der Strafraumkante Baku, der dieses Mal mit einem schlauen Steckpass Woltemade findet. Dieser lässt sich nicht lange bitten und feuert das Leder aus halbrechter Position eiskalt ins lange Eck. Keine Chance für Moris!
68. Minute: Kevin Schade ist übrigens soeben für Serge Gnabry in die Partie gekommen.
65. Minute: Riesenchance für Luxemburg! Nach Hereingabe von Thill kommt Martins im Fünfmeterraum frei an den Ball. Seine Überraschung ist das einzige, was Deutschland rettet. Martins kann den Ball so nicht kontrollieren und verfehlt das Tor knapp.
62. Minute: Baku kommt nach toller Vorarbeit von Raum an der Strafraumkante an den Ball. Statt auf den besser postierten Sané abzulegen, schließt der Leipziger selbst ab, verjagt die Kugel aber um mehrere Meter.
59. Minute: Deutschland hat endlich mal etwas Platz im Umschaltspiel. Baku nimmt aber trotzdem das Tempo raus. Sané flankt anschließend harmlos in die Hände von Moris.
56. Minute: Der Charakter des Spiels hat sich seit dem Führungstreffer nicht wirklich gewandelt. Luxemburg hat den Schock schnell verkraftet und spielt weiterhin mutig nach vorne.
53. Minute: Leon Goretzka geht im Mittelfeld in eine riskante Grätsche. Schiedsrichter Brooks pfeift Foul, lässt die zweite Gelbe Karte und damit den Platzverweis nach langem Zögern aber stecken. Nagelsmann hat genug des Risikos und nimmt Goretzka für Felix Nmecha vom Platz.
52. Minute: Stattdessen fast der Ausgleich! Wieder wird Dardari im Strafraum gefährlich. Mit links zieht er einfach mal ab und verfehlt den rechten Pfosten nur um Haaresbreite. Da wäre Baumann geschlagen gewesen.
51. Minute: Kann das jetzt ein Knotenlöser sein? Deutschland wird jetzt sicherlich hier anknüpfen und die Vorentscheidung erzwingen wollen.
49. Minute: TOOOOOOOOOR FÜR DEUTSCHLAND! Starker Start in die zweite Halbzeit! Sané hat nach einem Seitenwechsel auf der rechten Seite viel Platz. Der Ex-Bayern-Spieler nimmt kurz Tempo auf und bringt dann eine flache Hereingabe genau in den Lauf von Woltemade, der in echter Mittelstürmer-Manier eiskalt zum 1:0 verwandelt.
48. Minute: Luxemburg reklamiert nach einem Einwurf in den deutschen Strafraum ein Handspiel. Der VAR überprüft die Situation und stellt fest: Da war nichts.
46. Minute: Der Ball rollt wieder. Deutschland stößt an. Bei Luxemburg kommt Abwehrspieler Marvin Martins für den Gelb vorbelasteten Florian Bohnert in die Partie. Nagelsmann schickt seine Schützlinge unverändert zurück auf den Rasen.
Halbzeit: Eigentlich wollte die deutsche Nationalmannschaft in Luxemburg ein Zeichen setzen. Das gelingt der Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann bis hierher aber überhaupt nicht. In der Offensive bleibt Deutschland zu ungenau, zu unkreativ und schlicht und ergreifend zu harmlos.
Des einen Leid ist des anderen Freud: Luxemburg präsentiert sich überhaupt nicht wie ein Außenseiter, sondern macht dem haushohen Favoriten das Leben enorm schwer. Hohe Laufbereitschaft, viel Aggressivität in den Zweikämpfen und erstaunlicher Offensivgeist sorgen für eine mindestens ausgeglichene Partie. Die Gastgeber hatten insgesamt sogar die besseren Chancen und hätten hier durchaus in Führung gehen können. Die DFB-Elf muss sich in Durchgang zwei schnell und deutlich steigern.
Halbzeit: Schiedsrichter Brooks pfeift zum Pausentee. Es bleibt torlos zur Halbzeit.
45 + 1. Minute: Es gibt eine Minute Nachspielzeit.
43. Minute: Funktioniert die Bayern-Connection doch noch? Gnabry setzt Sané mit einem feinen Steilpass in Szene. Dessen Dribbling im Strafraum wird zwar unterbrochen, bringt aber immerhin eine Ecke ein.
40. Minute: Wirtz ist bemüht, hier mit seinen Dribbelkünsten Akzente zu setzen. Wieder kann er an zwei Leuten vorbei in den Strafraum vordringen, aber erneut verliert die Aktion über den harmlosen Abschluss ihren Glanz.
38. Minute: Baumann hat hier bislang die meisten Ballkontakte aller deutschen Spieler. Eine vielsagende Statistik.
35. Minute: Deutschland hat weiterhin große Schwierigkeiten, den Ball ins letzte Drittel zu transportieren. Das Passspiel ist auf dem ganzen Platz einfach zu unsauber.
31. Minute: Goretzka sieht nach einem rüden Einsteigen gegen Barreiro die erste Gelbe Karte der Partie. Einverstanden ist er damit überhaupt nicht.
30. Minute: Sinani erzielt fast ein völlig überraschendes Traumtor. Der Angreifer zwirbelt einen Eckball mit viel Effet direkt auf den Kasten. Baumann ist aber noch zur Stelle und lenkt den Ball, der genau eingeschlagen wäre, über das Tor.
29. Minute: Wirtz macht es ähnlich wie Dardari vor wenigen Minuten und dribbelt sich von links in die Mitte. Sein Abschluss ist zwar hart, rauscht aber über den Querbalken hinweg.
27. Minute: Endlich mal wieder eine gute Aktion der Nagelsmann-Elf. Sané schickt auf rechts Baku in den Strafraum. Dessen flache Hereingabe findet niemanden, der zweite Ball landet aber bei Gnabry. Der trifft mit seinem satten Linksschuss erst Woltemade, ehe der zweite Versuch knapp am Tor vorbeigeht.
24. Minute: Die Partie ist nicht mit dem Hinspiel vor wenigen Wochen zu vergleichen. Mit schon vier Torschüssen hat Luxemburg hier schon drei Mal öfter auf den Kasten geschossen als beim 4:0-Sieg der DFB-Elf in Sinsheim.
21. Minute: Mittlerweile gibt es ein klares Chancenplus für die Gastgeber. Sinani prüft Baumann aus rund 25 Metern im linken unteren Eck. Der Hoffenheimer kann mit einer guten Parade zur Ecke klären, die erst einmal nichts einbringt.
18. Minute: Fast das 1:0 für Luxemburg! Dardari lässt an der linken Strafraumkante mit einem schönen Dribbling Anton und Goretzka stehen. Sein Abschluss aufs lange Eck verfehlt den Pfosten nur um wenige Zentimeter. Das hätte die Führung für die Gastgeber sein können!
16. Minute: Eine gute Viertelstunde ist gespielt. Es ist bisher eine Partie auf Augenhöhe, weil Luxemburg weiter hochaggressiv spielt und die Nagelsmann-Elf noch zu viele Unstimmigkeiten im Spiel hat.
13. Minute: Das Spiel geht hin und her. Nach einem Freistoß von David Raum kommt Waldemar Anton zum Kopfball, der allerdings zu zentral ist und in den Armen von Moris ein Heim findet.
12. Minute: Und plötzlich die Riesen-Gelegenheit auf der anderen Seite! Dardari setzt im Strafraum den Ex-Mainzer Barreiro in Szene. Der bricht bis an die Grundlinie durch, legt den Ball zurück in den Fünfer und findet Sinani, der einen Schritt schneller als Tah ist. Der direkte Abschluss ist aber nicht ganz perfekt getroffen und rauscht am langen Pfosten vorbei. Aufatmen bei den DFB-Stars.
9. Minute: Erste Chance für Deutschland! Goretzka ist wacher als sein Gegenspieler, fängt einen Einwurf ab und stürmt direkt Richtung Strafraum. Links ist Wirtz mitgekommen, seine Direktabnahme kommt zwar aufs Tor, ist aber zu langsam, um Moris vor echte Probleme zu stellen.
7. Minute: Luxemburg präsentiert sich in der Anfangsphase überaus bissig und ist sehr präsent in den Zweikämpfen. Nach Ballgewinnen ist wenig überraschend schnelles Umschalten der Plan.
5. Minute: Die DFB-Elf schafft sich erstmals etwas Raum in der gegnerischen Hälfte. Wirtz zieht von links in die Mitte, seine Flanke findet aber nur ein rotes Trikot.
3. Minute: Deutschland schiebt den Ball in den ersten Minuten in der eigenen Hälfte durch die Reihen. Luxemburg läuft hoch an und erzwingt tatsächlich frühe Ballverluste. Martins kommt im Strafraum in gefährlicher Position an den Ball, kann aber nicht abschließen.
1. Minute: Schiedsrichter Brooks eröffnet die Partie! Luxemburg stößt an und spielt in Halbzeit eins von rechts nach links.
Update 20.41 Uhr: Gleich geht es los! Die Mannschaften betreten das Feld. An Kimmichs Statt führt Jonathan Tah die DFB-Auswahl auf den Rasen. In wenigen Augenblicken werden die Nationalhymnen ertönen.
Update, 20.28 Uhr: Joshua Kimmich ist verletzungsbedingt zwar nicht Teil des heutigen Kaders, die Mannschaft schwört der Kapitän am RTL-Mikrofon aber trotzdem ein und fordert: „Heute geht es nicht nur um einen Sieg, sondern auch um die Art und Weise, wie wir gewinnen wollen.“
Update 20.17 Uhr: In knapp einer halben Stunde rollt der Ball! Schon alleine aufgrund der praktischen Gegebenheiten ist die Partie besonders: Das Stade de Luxembourg fasst nämlich nur 9.471 Plätze, die heute abend natürlich restlos ausgefüllt sind.
Update, 19.58 Uhr: Schiedsrichter der Partie ist übrigens John Brooks. Der Engländer pfeift zum ersten Mal ein Spiel der deutschen Nationalmannschaft.
Update, 19.52 Uhr: Luxemburg setzt indes wie schon im Hinspiel auf eine Fünferkette. Dieses Mal wird ein früher Platzverweis tunlichst vermieden werden, um dem deutschen Angriff länger Paroli bieten zu können.
Update, 19.30 Uhr: Die Aufstellungen liegen pünktlich 75 Minuten vor Anpfiff vor. Bundestrainer Julian Nagelsmann setzt gegen Luxemburg tatsächlich auf Rückkehrer Leroy Sané, der gemeinsam mit Florian Wirtz und Serge Gnabry im offensiven Mittelfeld aufläuft. Im Vergleich zum Hinspiel wechselt Nagelsmann auf insgesamt drei Positionen. Für den verletzten Kimmich rückt Ridle Baku in die Mannschaft, außerdem ersetzt Waldemar Anton den angeschlagenen Nico Schlotterbeck.
Erstmeldung: Luxemburg – Crunch Time in der WM-Qualifikation: Am Freitagabend (20.45 Uhr, alle TV-Infos hier) trifft die deutsche Nationalmannschaft auf Luxemburg. Die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann steht vor den letzten beiden Spielen an der Spitze von Gruppe A, das allerdings punktgleich mit der Slowakei, die am Montag letzter Quali-Gegner ist. Weil nur der erste Platz eine WM-Teilnahme garantiert, ist die DFB-Elf zum Siegen verdammt.
Mit einem neuerlichen Dreier gegen den kleinen Nachbarn könnte Deutschland seine Position noch einmal deutlich verbessern. Unabhängig vom Ausgang der anderen Partien hätte man die Qualifikation gegen die Slowakei dann auf jeden Fall selbst in der Hand. Erst vor etwas mehr als einem Monat hatte Deutschland im Hinspiel mit 4:0 gegen Luxemburg gewonnen.
Der Außenseiter hatte bei der Partie in Sinsheim schon früh in Unterzahl gespielt, nachdem Dirk Carlson schon in der 20. Minute vom Platz geflogen war. Die DFB-Auswahl löste die Aufgabe entsprechend souverän und siegte dank der Tore von David Raum (12.), Joshua Kimmich (21./50.) und Serge Gnabry (48.) deutlich. Einzig in der Chancenverwertung mussten die Deutschen sich Vorwürfe gefallen lassen.
Im Rückspiel im Stade de Luxembourg erwartet Bundestrainer Nagelsmann eine deutlich schwierigere Partie – und das nicht nur wegen des Ausfalls von Kapitän Kimmich, der wegen einer Kapselverletzung im rechten Sprunggelenk passen muss. „Wir wollen uns über gemeinschaftliches Verteidigen in die Spiele arbeiten, müssen aber auch offensiv gefährlicher werden“, mahnte Nagelsmann vor dem Spiel.
Zwei Bayern-Stars ragen heraus: Deutschland-Noten gegen Luxemburg




Die Ausgangslage sei zwar dankbar, trotzdem nahm Nagelsmann seine Schützlinge in die Pflicht. „Wir sind nicht abhängig von anderen Ergebnissen, nur von unserer eigenen Leistung. Wir dürfen uns keinen Ausrutscher mehr erlauben, den haben wir uns schon genehmigt“, sagte der 38-Jährige in Erinnerung an das desolate 0:2 gegen die Slowakei zum Quali-Auftakt. (mbo)
Rubriklistenbild: © IMAGO/Maximilian Koch
