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Wenig übrig von berauschenden Europa-Nächten blieb der Eintracht beim Rückspiel gegen Saint-Gilloise. Steht der Trainer nun auf der Kippe?
Frankfurt – Nach dem blamablen Ausscheiden von Eintracht Frankfurt im Playoff-Rückspiel der Conference League gegen Royal Union Saint-Gilloise (1:2) nimmt die mediale sowie faninterne Diskussion um Trainer Dino Toppmöller scheinbar an Fahrt auf. Fakt ist: Die Adlerträger haben ihr Minimalziel, das Achtelfinale auf europäischer Bühne, nicht erreichen können. Doch wie sieht man kurz nach dem herben Rückschlag gegen den belgischen Tabellenführer die Sache bei den Eintracht-Verantwortlichen?
| Markus Krösche | |
|---|---|
| Geboren: | 17. September 1980 in Hannover |
| Verein: | Eintracht Frankfurt |
| Funktion (seit): | Sportvorstand (seit 2021) |
Nach Europa-Aus der Eintracht: Krösche spricht über Toppmöller-Zukunft
Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche, dessen Farben seit fünf Pflichtspielen auf den nächsten Sieg warten, meldete sich unmittelbar nach der Heimniederlage gegen Union vor dem RTL-Mikrofon zu Wort und erklärte: „Das ist sehr bitter für uns. Wir haben nicht das auf den Platz gebracht, was wir uns vorgenommen haben.“
Angesprochen auf die Personalie Toppmöller stellte sich der Frankfurter Funktionär im nächsten Atemzug allerdings voll und ganz hinter seinen Cheftrainer: „Der Trainer macht gute Arbeit mit der Mannschaft und versucht, sie weiterzuentwickeln“, so Krösche, der trotz des erlittenen „Rückschritts“ konstatierte: „Wir müssen gemeinsam sehen, dass wir einen anderen Auftritt hinlegen.“ Auf die direkte Frage, ob Klub und Dino Toppmöller gemeinsam weiterarbeiten werden, entgegnete der Sportvorstand unmissverständlich: „Na klar.“
Toppmöller muss nun über die Liga den Weg nach Europa finden
Für Krösche stand derweil nach dem blutleeren Auftritt gegen den belgischen Meisterschaftsaspiranten eher die Leistung der Eintracht-Spieler im Fokus. „So wie in der ersten Halbzeit können wir nicht Fußball spielen. Wir müssen so selbstkritisch mit uns umgehen, dass das nicht Eintracht Frankfurt international war und nicht das, was wir uns grundsätzlich vorstellen“, mahnte der 43-Jährige an.
Entsprechend forderte Markus Krösche für die kommenden Partien eine merkliche Leistungssteigerung ein: „Wir müssen ein anderes Gesicht zeigen und viel mehr Intensität auf den Platz bringen.“ Immerhin: Die Eintracht – die bekanntlich auch schon aus dem DFB-Pokal ausgeschieden ist – muss sich fortan nur noch auf einen Wettbewerb konzentrieren, die Bundesliga. Hier gilt es nun mit allen Mitteln mindestens Tabellenrang sechs einzunehmen, um auch nächstes Jahr wieder in Europa antreten zu dürfen. „Wir wollen uns über die Bundesliga wieder Europapokal-Nächte in der kommenden Saison besorgen“, verkündete Toppmöller laut DPA. (chnnn)
Rubriklistenbild: © Eintracht-Trainer Dino Toppmöller bei der bitteren 1:2-Rückspielpleite gegen Royale Union Saint-Gilloise. Nach dem Ausscheiden auf europäischer Ebene stellen sich manche Fans die Frage nach einer Jobgarantie für den Chefcoach. Rückendeckung erhält dieser vom Sportvorstand.
