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Transfer-News live: Eintracht-Star Kolo Muani schon in Paris – SGE bleibt stur

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  • Korbinian Kothny
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Eintracht Frankfurt hat einen weiteren Neuzugang verpflichtet, dagegen streikt Kolo Muani und will einen Abgang zu PSG erzwingen. Der Transfer-Ticker.

Update vom 30. August, 15.36 Uhr: Anlässlich der Pressekonferenz vor dem entscheidenden Duell gegen Lewski Sofia um den Einzug in die Conference-League-Gruppenphase hat sich nun Dino Toppmöller zum Streik des französischen Stürmers Kolo Muani geäußert. Dabei stellte er entschieden das Kollektiv, das morgen für die Eintracht um den Sieg spielt, in den Vordergrund: „Eintracht Frankfurt ist immer größer als ein einzelner Spieler. Jesper ist weg, Kolo wird nicht spielen“, stellte der 42-Jährige entschieden fest.

Viel mehr wollte das Team die Aufgabe annehmen und die Chance nutzen, an der Situation „als Gruppe“ zu wachsen. Angestauten Ärger über die Umstände hielt er während der Konferenz darüber hinaus zurück: „Wenn ich alles sagen würde, was ich denke und fühle, wäre das nicht ganz so gut.“

Update vom 30. August, 13.27 Uhr: Eintracht Frankfurt scheint im Transfer-Theater um Kolo Muani stur zu bleiben. Laut Sport1 wird die SGE ihren Star-Stürmer nicht unter der aufgerufenen Ablöse von 100 Millionen Euro gehen lassen. Sollte PSG ihr Angebot nicht nachbessern, wird Kolo Muani in Frankfurt bleiben. Träte dieser Fall ein, ist es geplant, den Franzosen ganz normal wieder in den Kader zu integrieren. Ähnliches Beispiel: Filip Kostic vor zwei Jahren.

Kolo Muani schon in Paris: Eintracht-Star tritt in den Streik

Update vom 30. August, 13.05 Uhr: Kolo Muani scheint nach seinem Trainingsstreik Frankfurt schon verlassen zu haben. Laut Florian Plettenberg hält sich der SGE-Star mit seiner Familie bereits in Paris auf und wartet auf eine Einigung zwischen den Klubs. PSG sei aber weiter nicht bereit, mehr als 80 Millionen Euro Ablöse inklusive Boni zu zahlen.

Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche hatte zuvor bereits betont, dass der Streik keinen Einfluss auf die Transferaktivitäten der SGE haben wird. Für das entscheidende Spiel um die Qualifikation für die Conference League gegen Lewski Sofia flog Kolo Muani dennoch aus dem Kader.

Randal Kolo Muani: Hier noch mit vollem Einsatz für Eintracht Frankfurt

Update vom 30. August, 11.07 Uhr: Randal Kolo Muani hat den Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt mitgeteilt, dass er das Abschlusstraining vor dem Rückspiel in den Play-offs zur UEFA Conference League gegen den bulgarischen Klub Lewski Sofia nicht absolvieren wird. Mit diesem Streik will er einen Wechsel zu Paris Saint-Germain erzwingen. Der französische Top-Klub möchte den Angreifer verpflichten, es gibt aber noch keine Einigung mit der SGE bezüglich der Ablösesumme.

Lindström-Nachfolger gefunden: Eintracht verpflichtet Chaibi

Update vom 30. August, 10.23 Uhr: Der Nachfolger für Jesper Lindström ist da! Fares Chaibi wechselt an den Main. Das machte die Eintracht vor wenigen Minuten offiziell. Der Mittelfeldspieler kommt aus Frankreich vom FC Toulouse und unterschreibt einen Vertrag bis 2028. Laut Medienberichten soll sich die Ablöse auf zehn Millionen Euro belaufen.

Fares Chaibi wechselt zu Eintracht Frankfurt.

Lenz verlässt die Eintracht: Linksverteidiger schließt sich RB Leipzig an

Update vom 30. August, 9.41 Uhr: Der nächste Eintracht-Abgang ist fix. Wie bereits in den letzten Tagen durchgesickert war, wechselt Christopher Lenz zu RB Leipzig. Das bestätigten die Sachsen und Eintracht Frankfurt am Mittwochmorgen.

Lenz erhält bei RB einen Einjahresvertrag, inklusive einer Option auf ein weiteres Vertragsjahr. Der 28-Jährige wird in Leipzig mit der Rückennummer drei auflaufen. Die Ablösesumme soll bei einer Million Euro liegen.

Christopher Lenz wechselt zu RB Leipzig.

Update vom Dienstag, 29. August, 18.22 Uhr: Der Abgang von Jesper Lindström ist fix. Der 23-jährige Däne verlässt Eintracht Frankfurt nach zwei Jahren und wechselt mit sofortiger Wirkung zur SSC Napoli, wie der Verein bestätigte.

Erstmeldung: Frankfurt – Eintracht Frankfurt hat den nächsten Transfer unter Dach und Fach gebracht. Nach dem Abgang von Diant Ramaj, den es zum niederländischen Top-Klub Ajax Amsterdam zog, verpflichteten die SGE-Verantwortlichen einen neuen Keeper. Kauã Santos wechselt vom brasilianischen Klub CR Flamengo an den Main und unterschreibt einen Vertrag bis 2028.

Kauã Santos
Geboren:11. April 2003 (Alter 20 Jahre)
Verein:Eintracht Frankfurt
Position:Torhüter

Eintracht Frankfurt verpflichtet Torhüter

Der 20-Jährige wurde in Vassouras, in der Nähe von Rio de Janeiro, geboren und in der berühmten Akademie des brasilianischen Traditionsklubs CR Flamengo ausgebildet. Bei Flamengos U20-Team, welches die heimische Juniorenmeisterschaft in diesem Jahr gewann, war Santos Stammtorhüter. Der Keeper blieb in acht Spielen viermal ohne Gegentreffer.

Kauã Santos sammelte auch schon internationale Erfahrung. Bei der U20-Südamerikameisterschaft Anfang dieses Jahres zählte er zum Aufgebot der brasilianischen Auswahl, welche ungeschlagen den Titel gewann. Bei Eintracht Frankfurt wird das Talent mit Jens Grahl um die Nummer zwei hinter Kevin Trapp konkurrieren.

Kauã Santos wechselt zu Eintracht Frankfurt.

„Wir freuen uns, dass wir mit Kauã Santos ein großes Torhütertalent verpflichten konnten. Wir haben ihn durch unsere Scouting- und Torwartabteilung seit Längerem beobachtet und sind von seinem großen Potenzial überzeugt. Bei uns wird er die größtmögliche Unterstützung sowie die Möglichkeiten erhalten, seine persönliche Entwicklung weiter voranzutreiben“, sagte Eintracht-Sportdirektor Timmo Hardung zum Transfer.

Eintracht Frankfurt: Chaibi im Anflug

Ein neuer Torhüter ist also da, ein Offensivspieler könnte Eintracht Frankfurt dagegen zeitnah verlassen. Jesper Lindström, der beim Auswärtsspiel in Mainz schon nicht mehr zum Einsatz kam, befindet sich bereits in Neapel, um den Medizincheck zu absolvieren. Anschließend soll er einen langfristigen Vertrag beim amtierenden italienischen Meister unterschreiben.

Die größten Transfer-Flops von Eintracht Frankfurt

Anderson Bamba Ordonez Eintracht Frankfurt sieht sich die Commerzbank Arena an 05 02 2017 Eintr
Platz 10: Anderson Ordonez wechselte im Januar 2017 für 1 Mio. Euro von Barcelona an den Main. Jedoch nicht vom katalanischen Weltklub, sondern vom ecuadorianischen Pendant aus Guayaquil. Nach einem Jahr mit Verletzungsproblemen und nur vier Einsätzen ging es wieder zurück nach Ecuador, wo er bis heute spielt. © imago
Training Eintracht Frankfurt Ali Akman (Eintracht Frankfurt, 30) auf dem Rad. Training von Eintracht Frankfurt am 28. Ju
Platz 9: Ali Akman kam 2019 mit vielen Vorschusslorbeeren und reichliche Drama von Buraspor zur Eintracht. Weil er einen Vorvertrag in Deutschland unterschrieb, ließ Buraspor sein Toptalent für die restliche Vertragslaufzeit nicht mehr auflaufen. Die SGE zahlte ein wenig drauf, Akman kam noch früher. Der Stürmer kann sich aber bis heute nicht durchsetzten. Bis Sommer 2023 ist er an Göztepe ausgeliehen. Bislang ist er noch ohne Torerfolg in der Türkei. Der Durchbruch in Frankfurt wird ihm wohl nicht mehr gelingen. © Kessler/imago
31.10.2020, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt - Werder Bremen emspor, v.l. Bas Dost (Eintracht Frankfurt
Platz 8: Bas Dost schloss sich für stolze 7 Mio. Euro der SGE von Sporting aus Lissabon an. Nach einem vielversprechenden Start mit drei Treffern in fünf Spielen folgten in seiner Premierensaison nur noch fünf weitere Tore. Nach anderthalb Jahren ging er für 4 Mio. Euro - ein satter Verlust von 3 Millionen. © Huebner/imago
Lucas Alario fotografiert beim Fußball Freundschaft Spiel Eintracht Frankfurt gegen den SV Sandhausen am 2.12..22. in Fr
Platz 7: Für einen ähnlich hohen Betrag (6 Mio. Euro) kam Lucas Alario im Sommer 2022 von Bayer Leverkusen zu Eintracht Frankfurt. Mit nur 200 Spielminuten und nur einem mageren Törchen ist der Argentinier ein großer Flop - eigentlich. Denn noch hat Alario die Chance, das Ruder herumzureißen und sich mit Toren am Fließband aus dieser Liste zu katapultieren. © Schmidt/imago
Nelson VALDEZ F verletzt mit Krücken Fussball 1 Bundesliga 3 Spieltag Eintracht Frankfurt F
Platz 6: Bundesliga-Veteran Nelson Valdez kam 2014 immerhin ablösefrei aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an den Main. Doch der Paraguayer riss sich bereits in seiner dritten Partie das Kreuzband. Zum Ende der Spielzeit kam er für acht Einsätze nochmal zurück, eher er die SGE wieder verließ. Immerhin: Bei seinem Comeback gegen Paderborn traf der Angreifer und sorgte für große Emotionen. © imago
Tommy Berntsen 2001 im Trikot von Eintracht Frankfurt
Platz 5: Nur die wenigsten Eintracht-Fans werden sich noch an Tommy Berntsen erinnern. 2001 für die damals schwindelerregende Ablösesumme von rund 1,9 Mio. Euro aus dem norwegischen Lillestrom nach Frankfurt gewechselt, reichte es nur zu drei Kurzeinsätzen in zwei Monaten. Neun Monate lang wurde der Norweger nicht mehr eingesetzt, ehe es wieder in die Heimat ging. © imago
Ümit Korkmaz von Eintracht Frankfurt mit Trainer Armin Veh
Platz 4: Als Toptalent von Rapid Wien für 2,3 Mio. Euro unter Vertrag genommen, konnte Ümit Korkmaz die Erwartung bei der Eintracht nie erfüllen. Zahlreiche Verletzungen verhinderten, dass der Österreicher mal viele Spiele in Folge absolvieren konnte. Dennoch ist der mittlerweile 37-Jährige immer ein gern gesehener Gast in Frankfurt. © imago
11.12.2019, xmhx, Fussball UEFA Europa League, Eintracht Frankfurt - Training und PK emspor, v.l. Dejan Joveljic (Eintr
Platz 3: Mit ähnlich großen Erwartungen schloss sich Dejan Joveljic den Adlerträgern an. Satte 4 Mio. Euro zahlte der Klub 2019 für das hoffnungsvolle Talent an Roter Stern Belgrad. Doch der Serbe setzte sich nie durch. Nach zwei Leihgeschäfte folgte im Sommer 2021 der Schritt nach Los Angeles - ohne je einen Bundesliga-Treffer erzielt zu haben. Mit einer Ablösesumme von 3,5 Mio. Euro konnte zumindest der finanzielle Schaden in Grenzen gehalten werden. © Huebner/imago
15.05.2021, Fussball, Saison 2020/2021, 1. Bundesliga, 33.Spieltag, FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt, Steven Zuber (E
Platz 2: 3 Milo. Euro ließ sich die Eintracht Steven Zuber Kosten. In 23 Einsätzen konnte er sich nicht in die Herzen der SGE-Fans spielen und enttäuschte größtenteils. Sein Leihgeschäft und anschließender Transfer-Deal nach Athen spülten immerhin 2 Mio. Euro wieder zurück in die Kassen der Hessen. © Rehbein/imago
Sam Lammers 9 (Eintracht Frankfurt), Bayer Leverkusen vs. Eintracht Frankfurt, Fussball, 1. Bundesliga, 32. Spieltag, 0
Platz 1: Schon die Rahmenbedingungen des größten Eintracht-Flops aller Zeiten machten stutzig. 3,6 Mio. Euro zahlten die Frankfurter für das einjährige Leihgeschäft von Sam Lammers an Atalanta Bergamo. Der Niederländer wirkt in jeder seiner größtenteils kurzen Einsätze wie ein Fremdkörper im Spiel der SGE. Der völlig überteuerte Leih-Deal wurde zur großen Enttäuschung. Ein anschließender Kauf stand zu keinem Zeitpunkt zur Debatte, sodass der Angreifer nach einem Jahr wieder zurück nach Italien gehen musste. © Niemeyer/imago

Ein Nachfolger für den Dänen ist aber offenbar schon auf dem Weg. Nach Bild-Informationen ist Fares Chaibi vom FC Toulouse im Anflug. Beide Klubs sollen sich auf eine Ablöse in Höhe von zehn Millionen Euro geeinigt haben. Chaibi soll noch am Dienstag den Medizincheck in Frankfurt absolvieren. Kürzlich kassierte die SGE von Toulouse-Präsident Damien Comolli noch eine Absage, jetzt könnte es ganz schnell gehen mit dem nächsten Neuzugang. (smr)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Anke Waelischmiller/SVEN SIMON

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