Harter Poker mit Chelsea

Trotz nur 381 Minuten – darum bleibt der BVB bei Chukwuemeka hartnäckig

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Trotz Absage des FC Chelsea bei Chukwuemeka gibt der BVB nicht auf. Die Verantwortlichen verfolgen ihre Bemühungen weiter – aus einem wichtigen Grund.

Dortmund – Die Nachricht trifft die ungeduldigen Fans von Borussia Dortmund hart: Wie unter anderem Transfer-Experte Fabrizio Romano berichtet, hat der FC Chelsea dem Wunsch des BVB, Carney Chukwuemeka für die neue Saison erneut mit Kaufoption auszuleihen, für den Moment eine klare Absage erteilt.

Der Poker um das Mittelfeld-Juwel droht zu platzen, bevor er richtig begonnen hat.

Für den BVB ist es die befürchtete Zuspitzung in einer ohnehin schon komplizierten Gemengelage. Die Absage aus London ist das Resultat einer strategischen Pattsituation: Chelsea will seinen XXL-Kader mit einem Verkauf von Chukwuemeka verschlanken, Dortmund kein zu großes finanzielles Risiko für einen bisher sehr verletzungsanfälligen Spieler eingehen.

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Die Allianz Arena beim Bundesliga-Heimspiel des FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach.
In der Allianz Arena trägt der Rekordmeister FC Bayern München seine Heimspiele aus. © ActionPictures/IMAGO
Die Allianz Arena vor einem Bundesliga-Spiel zwischen dem FC Bayern und Borussia Mönchengladbach.
75.024 Zuschauer können bei nationalen Spielen in der Allianz Arena Platz nehmen. © Bernd Feil/M.i.S./IMAGO
Die BayArena beim Bundesliga-Spiel zwischen Bayer 04 Leverkusen und Borussia Dortmund.
Die Heimat der „Werkself“: die BayArena. © Moritz Mueller/IMAGO
Die BayArena beim Bundesliga-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach.
30.210 Zuschauer passen in die Leverkusener BayArena. © nordphoto GmbH / Meuter/IMAGO
Der Deutsche Bank Park beim Bundesliga-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund.
Stimmungsvolles Stadion: Im Deutsche Bank Park spielt Eintracht Frankfurt seine Heimspiele. © Philipp Kresnik / SPP/IMAGO
Der Deutsche Bank Park rund um ein Bundesliga-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Arminia Bielefeld.
Der Deutsche Bank Park hat eine Kapazität von 60.000 Zuschauern. © Jan Huebner/Voigt via www.imago-images.de
Der Innenraum des Signal Iduna Parks beim Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Holstein Kiel.
Der Signal Iduna Park ist das Wohnzimmer von Borussia Dortmund. © Hesham Elsherif/IMAGO
Der Signal Iduna Park rund um ein Spiel der zweiten Mannschaft in der 3. Liga.
Der Signal Iduna Park kann 81.365 Zuschauer beherbergen. © Fabian Kleer/IMAGO
Choreo im Europa-Park Stadion des SC Freiburg beim Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Heidenheim.
Das Wohnzimmer des SC Freiburg: das Europa-Park Stadion. © Eibner-Pressefoto/Memmler/IMAGO
Das Europa-Park Stadion vor dem Bundesliga-Duell zwischen dem SC Freiburg und Eintracht Frankfurt.
34.700 Zuschauer passen in das Freiburger Europa-Park Stadion. © BEAUTIFUL SPORTS/Bosco/IMAGO
Die Mainzer MEWA Arena beim Bundesliga-Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt.
In der MEWA Arena kämpft der 1. FSV Mainz 05 um Punkte. © Eibner-Pressefoto/Florian Wiegand/IMAGO
Die Mainzer MEWA Arena vor dem Bundesliga-Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen.
Die Mainzer MEWA ARENA bietet Platz für 33.305 Fans. © Vitali Kliuiev/IMAGO
Die Red Bull Arena beim Bundesliga-Duell zwischen RB Leipzig und dem VfB Stuttgart.
In der Red Bull Arena bestreitet RB Leipzig seine Heimspiele. © motivio/IMAGO
Die Zuschauer auf dem Weg in die Red Bull Arena zum Bundesliga-Spiel zwischen RB Leipzig und Borussia Dortmund.
Bis zu 47.800 Zuschauer können in der Red Bull Arena ein Spiel verfolgen. © motivio/IMAGO
Das Bremer Weserstadion beim Heimspiel in der Bundesliga gegen RB Leipzig.
Im Weserstadion ist der SV Werder Bremen zuhause. © Dennis Ewert/RHR-FOTO/IMAGO
Das Bremer Weserstadion vor einem Bundesligaspiel gegen Frankfurt.
Das Bremer Weserstadion hat eine Kapazität von 42.100 Plätzen. © nordphoto GmbH / Teresa Kroeger/IMAGO
Die MHP Arena des VfB Stuttgart beim Bundesliga-Spiel gegen den FC Augsburg.
Das Wohnzimmer des VfB Stuttgart mit einfallender Sonne: die MHP Arena. © Michael Weber IMAGEPOWER/IMAGO
Die MHP Arena vor einem DFB-Pokalspiel zwischen dem VfB Stuttgart und RB Leipzig.
In der MHP Arena finden maximal 60.058 Zuschauer Platz. © Roger Petzsche/IMAGO
Der Borussia-Park beim 4:4 gegen die TSG Hoffenheim.
Hier kämpft Borussia Mönchengladbach um Zählbares: der Borussia-Park. © Werner OTTO/IMAGO
Der Borussia-Park vor einem Bundesliga-Spiel gegen den SV Werder Bremen.
54.042 Zuschauer können im Borussia-Park Platz nehmen. © nordphoto GmbH / Christian Schulze/IMAGO
Die Volkswagen Arena beim Bundesliga-Spiel zwischen Wolfsburg und Freiburg.
Die Heimat des VfL Wolfsburg: die Volkswagen Arena. © Arne Amberg/IMAGO
Das Stadion des VfL Wolfsburg: die Volkswagen Arena.
Die Zuschauerkapazität der Wolfsburger Volkswagen Arena beträgt 28.917. © Schoening/IMAGO
Die WWK Arena von innen beim Bundesliga-Spiel FC Augsburg gegen Holstein Kiel.
In der WWK Arena trägt der FC Augsburg seine Heimduelle aus. © kolbert-press/Martin Agüera/IMAGO
Die WWK Arena rund um ein Bundesliga-Spiel des FC Augsburg gegen den 1. FSV Mainz 05.
Die WWK Arena fasst 30.660 Zuschauer. © Ulrich Wagner/IMAGO
Das Stadion An der Alten Försterei beim Bundesliga-Heimspiel des 1. FC Union Berlin gegen Holstein Kiel.
Das Stadion An der Alten Försterei: Hier spielt der 1. FC Union Berlin seine Heimspiele. © nordphoto GmbH / Engler/IMAGO
Das Stadion An der Alten Försterei rund um das Bundesliga-Spiel zwischen dem 1. FC Union Berlin und Holstein Kiel.
Im Stadion An der Alten Försterei finden 22.012 Zuschauer Platz. © Herbertz / Nico Herbertz/IMAGO
Das Millerntor-Stadion beim Heimspiel zwischen dem FC St. Pauli und dem VfB Stuttgart.
Der FC St. Pauli empfängt seine Gegner im Millerntor-Stadion. © Julia Rahn/IMAGO
Das Millerntor-Stadion vor dem Bundesliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und dem VfB Stuttgart.
Das Millerntor-Stadion auf St. Pauli hat 29.546 Plätze. © Julia Rahn/IMAGO
Die PreZero Arena von innen beim Bundesliga-Heimspiel zwischen der TSG Hoffenheim und Borussia Dortmund.
Die Heimspielstätte der TSG Hoffenheim: die PreZero Arena. © Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank/IMAGO
Die PreZero Arena der TSG Hoffenheim.
30.150 Zuschauer passen in die PreZero Arena. © Silas Stein/IMAGO
Die Voith-Arena beim Play-off-Duell in der Conference League zwischen dem 1. FC Heidenheim und dem FC Kopenhagen.
Die Voith-Arena ist die Heimstätte des 1. FC Heidenheim. © Eibner-Pressefoto/Memmler/IMAGO
Die Heidenheimer Voith-Arena von außen.
15.000 Zuschauer passen in die Heidenheimer Voith-Arena. © H. Langer via www.imago-images.de
Die Südkurve des Rheinenergiestadions beim Zweitliga-Heimspiel des 1. FC Köln gegen den 1. FC Kaiserslautern.
Stadion mit Bundesliga-Stimmung: das Kölner Rheinenergiestadion. © Eibner-Pressefoto/Justin Deronde/IMAGO
Das Kölner Rheinenergiestadion vor einem Bundesliga-Spiel gegen RB Leipzig.
50.000 Zuschauer können sich im Rheinenergiestadion die Heimspiele des 1. FC Köln ansehen. © Mika Volkmann/IMAGO
Das Hamburger Volksparkstadion beim Zweitliga-Duell zwischen dem Hamburger SV und dem SSV Ulm.
Im Volksparkstadion gibt es für die HSV-Fans ab der Saison 2025/26 endlich wieder Bundesliga-Fußball zu sehen. © Philipp Szyza/IMAGO
Das Volksparkstadion vor dem Zweitligaderby gegen den FC St. Pauli.
Das Volksparkstadion verfügt über 57.000 Plätze. © Philipp Szyza/IMAGO

Trotz Absage: Darum bleibt der BVB hartnäckig

Auch wenn Chelsea die Tür für eine Leihe momentan womöglich zugeschlagen hat, ist das Interesse des BVB an Chukwuemeka ungebrochen. Der Grund dafür liegt in den wenigen, aber überzeugenden Auftritten der letzten Saison. Trainer Niko Kovač adelte ihn nach seiner Leistung gegen Borussia Mönchengladbach etwa als „Game-Changer“ und schwärmte von den „sensationell guten“ Attributen, die Chukwuemeka zweifelsohne mitbringt.

Diese Einschätzung teilen die BVB-Bosse. Sie sehen in ihm das Potenzial zu einem echten Unterschiedsspieler. Diese Überzeugung, gepaart mit dem Wissen, dass der Spieler selbst am liebsten in Dortmund bleiben würde, gibt dem BVB die Hoffnung, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Chukwuemekas Wunsch, im vergleichsweise ruhigen BVB-Umfeld zu bleiben, ist das größte Pfund, mit dem Sportdirektor Sebastian Kehl noch wuchern kann.

Chukwuemeka war in Dortmund nur Teilzeitkraft

Die klare Haltung des BVB, die von Chelsea geforderte Ablösesumme nach dem vergangenen Halbjahr nicht zu zahlen, ist jedoch wirtschaftlich alternativlos. Ein Blick auf die Zahlen der Leihe genügt: Über fünf Millionen Euro an Leihgebühr und Gehalt standen am Ende nur 381 Spielminuten gegenüber. Das entspricht Kosten von mindestens 14.000 Euro pro Minute.

Noch schwerer wiegt die katastrophale Verletzungshistorie. In seiner jungen Karriere verpasste Chukwuemeka bereits über 50 Spiele und war zusammengerechnet fast ein ganzes Jahr außer Gefecht gesetzt. Ein derart anfälliger Spieler ist nicht ohne Weiteres eine große Investition wert – ein Standpunkt, von dem der BVB aus Gründen der fiskalischen Vernunft nicht abweichen kann.

Chelsea-Talent Carney Chukwuemeka verbrachte die FIFA Klub-WM noch beim BVB.

Patt zwischen zwei Welten: Chelsea muss verkaufen

Die Absage von Chelsea ist dabei kein grundsätzliches Veto gegen den BVB, mit dem die Londoner exzellente Beziehungen pflegen, wie sich zuletzt bei erstaunlich vielen Deals gezeigt hat. Sondern es ist die Konsequenz aus der eigenen Finanzpolitik. Der neue Klub-Weltmeister steht unter massivem Druck, nach riesigen Investitionen Einnahmen zu generieren und den aufgeblähten Kader zu verkleinern. Eine Leihe hilft dabei nur anteilig. Deshalb steht für den Moment eine unnachgiebige Forderung: Verkauf oder nichts.

Der BVB hofft nun auf einen entscheidenden Faktor: den Markt. Aktuell gibt es keine Berichte über andere Vereine, die bereit wären, eine signifikante Ablöse für Chukwuemeka zu zahlen. Je länger dieser Zustand anhält, desto größer wird der finanzielle Druck auf Chelsea, den teuren Spieler von der Gehaltsliste zu bekommen. Die Aussicht, dass 2026 per Kaufoption des BVB eine nette Summe aufs Konto kommt, wird mit Fortschreiten der Transferzeit immer attraktiver.

Der BVB spielt mit der Zeit

Gleichwohl befindet sich der BVB unter Zugzwang. Das Warten auf ein mögliches Einlenken von Chelsea ist ein riskantes Spiel. Jeder Tag, der verstreicht, ist ein verlorener Tag bei der Suche nach Alternativen. Denn klar ist: Wenn Chukwuemeka nicht erneut verpflichtet werden kann, muss der schon jetzt auf Kante genähte BVB-Kader definitiv um einen anderen Profi erweitert werden.

Heißt also: Die Gefahr, am Ende mit leeren Händen dazustehen, weil man zu lange auf eine Wendung bei Chukwuemeka gehofft hat, ist real.

Die Frage, die sich nun stellt, ist drängender denn je: Wie lange kann und will Borussia Dortmund auf einen Spieler warten, für den man offenbar bereits eine Absage kassiert hat, während der Transfermarkt nicht stillsteht?

Rubriklistenbild: © IMAGO/Jess Stiles

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