Eigengewächs soll durchstarten

U21-Senkrechtstarter soll zum 15-Tore-Bundesligastürmer mutieren

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Nelson Weiper entwickelt sich zum Hoffnungsträger bei Mainz 05. Nutzt der Angreifer seine Chance, falls Jonathan Burkardt den Verein verlässt?

Mainz – Die starke Saison 2024/25 des FSV Mainz 05 ging an Eigengewächs Nelson Weiper etwas vorbei. Der 20-Jährige kam zwar auf 23 Einsätze mit drei Treffern und zwei Vorlagen. Doch insgesamt rund 700 Bundesligaminuten stellten ihn nicht vollumfänglich zufrieden.

Weiper nutzte die U21-Europameisterschaft zur Eigenwerbung

Weiper meckerte nicht und nutzte stattdessen die Bühne, die ihm U21-Nationaltrainer Antonio Di Salvo gab. Er erzielte bei der Europameisterschaft vier Treffer, gab eine Vorlage und war so etwas wie der Senkrechtstarter des Turniers. Trainer Bo Henriksen schwärmte auf Nachfrage von Absolut Fussball, dem Fußball-Portal von Home of Sports: „Wenn Nelson so spielt, wie er es bei der U21 gemacht hat, dann spielt er auch hier in Mainz.“

XXL-Blockfahne, Heimatverbundenheit und „ewiger Oka“: Diese Eintracht-Choreos gehen unter die Haut

Choreo der Frankfurter Fans beim Bundesliga-Spiel gegen Nürnberg im Jahr 2009.
Die Frankfurter Fans erinnern beim Bundesliga-Spiel 2009 gegen Nürnberg an die bisher einzige Deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte. © imago sportfotodienst
Choreo der Frankfurter Fans beim Europa-League-Duell in der Gruppenphase gegen Maccabi Tel Aviv (2013).
„SGE“ prangt in Rot auf der Nordwestkurve beim Europa-League-Duell gegen Maccabi Tel Aviv im Jahr 2013. © imago sportfotodienst
Die Frankfurter Fans widmen beim Bundesliga-Spiel 2013 gegen Augsburg Oka Nikolov eine große Choreo.
Der „ewige Oka“ (Oka Nikolov) wird 2013 beim Bundesliga-Spiel gegen Augsburg von den Frankfurter Fans gebührend verabschiedet. © imago sportfotodienst
Choreo der Frankfurter Fans in der Nordwestkurve vor dem Bundesliga-Spiel gegen den SV Darmstadt 98 (2015).
„Hessenland mein Königreich“: Die Frankfurter Fans zelebrieren das Hessen-Derby 2015 gegen Darmstadt. © imago sportfotodienst
Choreo der Frankfurter Fans beim Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart in der Saison 2017/2018.
Die SGE-Fans spielen 2017 beim Bundesliga-Spiel gegen Stuttgart auf die Apfelwein-Kultur und die grüne Soße der Stadt Frankfurt an. © DeFodi.de/IMAGO
Choreo der Frankfurter Fans beim Europa-League-Heimspiel 2018 gegen Lazio Rom.
„Hier holten wir den Pokal - auf ihr schwarz-weissen Helden holt ihn noch einmal“ steht auf der Gegengerade geschrieben. Die Nordwestkurve zeigt einen wütenden Adler. Mit dieser Choreo erinnerten die Frankfurter Fans beim Europa-League-Heimspiel 2018 gegen Lazio Rom an den UEFA-Cup-Sieg von 1980. © Jan Huebner/Ulrich/Imago
Choreo der Frankfurt-Fans beim Europa-League-Duell in der Gruppenphase gegen Apollon Limassol (2018).
Imposante Choreo in den Vereinsfarben Schwarz, Weiß und Rot beim Europa-League-Duell 2018 in der Gruppenphase gegen Apollon Limassol. © Jan Huebner/Herkert
Choreo der Frankfurter Fans beim Europa-League-Duell 2018 in der Gruppenphase gegen Olympique Marseille.
Fahnen soweit das Auge reicht, weiße Luftschlangen und mehr: Diese Choreo beim Europa-League-Duell 2018 in der Gruppenphase gegen Olympique Marseille wusste zu gefallen. © Jan Huebner/Herkert/Imago
Choreo der Frankfurt-Fans beim Europa-League-Achtelfinale 2019 gegen Inter Mailand.
„Glorreiche Zeiten, traurige Tage. Wir stehen zur Eintracht, gar keine Frage“ steht auf der Gegentribüne geschrieben. Die Zahl 120 ziert die Nordwestkurve. Eintracht Frankfurt feiert das 120-jährige Vereinsjubiläum beim Achtelfinal-Hinspiel der Europa League im Jahr 2019 gegen Inter Mailand. © rscp - FRANK HEINEN/Imago
Choreo der Frankfurter Fans beim Europa-League-Viertelfinale 2019 gegen Benfica Lissabon.
Das ganze Stadion macht mit: Spektakuläre Choreo in Schwarz und Weiß der Frankfurter Fans beim Europa-League-Viertelfinale 2019 gegen Benfica Lissabon. © Jan Huebner/Scheiber/Imago
Choreo der Frankfurter Fans beim Europa-League-Halbfinale 2019 gegen den FC Chelsea.
Diese Choreo hat Eindruck gemacht: Frankfurts Fans präsentieren 2019 beim Europa-League-Halbfinale gegen den FC Chelsea eine riesige selbstgemalte Blockfahne. © rscp - FRANK HEINEN/Imago
Choreo der Frankfurter Anhänger beim Europa-League-Qualifikationsspiel der 2. Runde gegen den FC Flora Tallinn.
Die Nordwestkurve hat sich beim Europa-League-Qualifikationsspiel der 2. Runde (2019) gegen den FC Flora Tallinn ganz in Weiß herausgeputzt. © Jan Huebner/Imago
Choreo der Frankfurter Fans in Runde 3 der Qualifikation für die Europa League gegen den FC Vaduz.
Schön anzusehen: Die SGE-Fans tauchen die Nordwestkurve beim Europa-League-Qualifikationsspiel (2019) gegen den FC Vaduz in Rot. © Revierfoto/Imago
Choreo der Frankfurter Fans beim Europa-League-Viertelfinale gegen den FC Barcelona anlässlich des Todes von Jürgen Grabowski.
Emotional: Die SGE-Fans gedenken der verstorbenen Vereinslegende Jürgen Grabowski beim Europa-League-Viertelfinale 2022 gegen den FC Barcelona. © osnapix/IMAGO
Choreo der Frankfurter Fans beim Europa-League-Halbfinale 2022 gegen West Ham United.
„Meine Stadt, mein Verein“: Die Frankfurter Fans feiern ihre Heimat beim Europa-League-Halbfinale 2022 gegen West Ham United. © Patrick Scheiber/IMAGO
Choreo der Frankfurter Fans beim Europa-League-Finale 2022 in Sevilla gegen die Glasgow Rangers.
Historisches Spiel, historische Choreo: Die Fans von Eintracht Frankfurt beeindrucken mit einer rund 50.000 Euro teuren Darbietung beim Europa-League-Finale 2022 gegen Glasgow Rangers. © Florian Ulrich/IMAGO
Choreo der Frankfurter Anhänger am 1. Spieltag der Vorrunde in der Champions League gegen Sporting Lissabon.
Teil 1 der Frankfurter Choreo beim Champions-League-Auftakt der SGE gegen Sporting Lissabon in der Saison 2022/2023. © osnapix/IMAGO
Choreo der Frankfurter Fans in der Nordwestkurve am 1. Spieltag der Champions-League-Vorrunde 2022/2023 gegen Sporting Lissabon.
Teil 2 der Frankfurter Choreo beim Champions-League-Auftakt der SGE gegen Sporting Lissabon in der Saison 2022/2023. © Ulrich Hufnagel/IMAGO
Eintracht Frankfurts Fans präsentieren eine Titel-Choreografie beim DFB-Pokalfinale gegen RB Leipzig in der Saison 2022/2023.
Titelsammlung der Eintracht: Die Frankfurter Fans blicken beim DFB-Pokalfinale gegen RB Leipzig in der Saison 2022/2023 auf die großen Triumphe der Klub-Geschichte zurück. © Patrick Scheiber/IMAGO
Choreo beim Bundesliga-Heimspiel von Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig am 34. Spieltag der Saison 2023/2024.
Die SGE-Fans feiern am letzten Spieltag der Saison 2023/2024 verdiente Frankfurt-Spieler wie Bernd Hölzenbein und Bruno Pezzey.  © Florian Ulrich/IMAGO
Choreo in der Nordwestkurve von Eintracht Frankfurt beim Europa-League-Spiel gegen Ferencváros Budapest.
Tradition pur: Die Choreo der Eintracht-Fans am vorletzten Spieltag der Ligaphase in der Europa-League-Saison 2024/2025 bildet das Gründungsjahr des Vereins ab.  © osnapix / Marcus Hirnschal/IMAGO
Die Fans von Eintracht Frankfurt präsentieren ihre Choreografie beim Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen.
Emotionale Choreo in Bremen: Die SGE-Fans ehren am 28. Spieltag der Saison 2024/2025 Eintracht-Idole wie Uwe Bein oder Anthony Yeboah. © osnapix / Marcus Hirnschal/IMAGO

Der Start unter dem im Februar 2024 installierten Dänen war unglücklich für Weiper, damals fiel der Angreifer wegen einer Meniskusverletzung monatelang aus. Nach seinem Comeback wollte er schnellstmöglich durchstarten. Henriksen zeigte Verständnis für die Ungeduld. Er machte Weiper deutlich: „Ich habe ihm gesagt: ‚Du musst kämpfen, Gas geben, laufen und in Zweikämpfe gehen.‘ Nelson hat das erst nicht gemacht. Aber er hat es gelernt.“

Inzwischen sieht der Coach große Schritte bei seinem Schützling. Henriksen schwärmte: „Nelson ist sehr schlau. Er hat alles in der Box und ist dort einer der besten Spieler in ganz Deutschland.“ Der ehrgeizige Trainer prophezeite: „Wir wissen, wie gut Nelson ist. Ich weiß, dass er 15 Tore erzielen kann.“ Mit einer solch ambitionierten Zielsetzungen kitzelte er bei Jonathan Burkardt bereits Höchstleistungen heraus.

Teil der Lösung bei einem Burkardt-Abgang zur Eintracht

Dem Superstar des Klubs, der sich mit sehr großer Gewissheit Eintracht Frankfurt anschließen wird, traute Henriksen vor der Saison 20 Treffer zu. Er verpasste diese magische Marke mit 18 Toren nur minimal. Es zeigt das gute Gespür des Mainz-Trainers für seine Spieler. Sollte sich dieses auch bei Weiper bewahrheiten, ist er bei einem Burkardt-Abgang Teil der Lösung.

Geschäftsführer Christian Heidel schlägt in eine ähnliche Kerbe: „Ich möchte Nelson sehr gerne sehr oft auf dem Platz sehen. Das ist der nächste Schritt bei ihm.“ Bereits im vergangenen Winter habe er ihm in einem „langen Gespräch“ schon skizziert, was Mainz mit ihm vorhabe: „Daran hat sich nichts geändert.“ Weiper sei jetzt in einem Bereich, in dem er Stammspieler werden könne.

Nelson Weiper jubelt mit Mainz-Kollege Paul Nebel (re.)

Sollten sich die 05er über die Qualifikation in die Conference League kämpfen, hätten sie mindestens sechs Pflichtspiele mehr zu bestreiten. Henriksen, der seine erste Elf bislang nur im Notfall veränderte, wird dann rotieren müssen. Die Chancen auf Einsatzminuten steigen durch den Tanz auf drei Hochzeiten somit für alle Akteure im Kader.

Mainz 05 kämpft um Vertragsverlängerung von Weiper

Bei Weiper geht es aber nicht nur um einen Stammplatz, sondern auch um die Verlängerung des 2026 auslaufenden Vertrags. Einen Mann aus dem eigenen Nachwuchs ablösefrei verlieren? Das soll und darf Mainz nicht passieren. Heidel kündigte daher an: „Er ist ein wichtiger Spieler für uns. Wir haben vereinbart, dass er jetzt alles verarbeiten soll und wir uns dann nach dem Urlaub unterhalten.“ Dieser endet, wie auch für Kollege Paul Nebel, am 21. Juli.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Marco Steinbrenner/DeFodi Images

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