Bayern-Neuzugang Jackson über Träume, Ziele und das Oktoberfest
VonPeter Grad
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Am Deadline Day wechselte Nicolas Jackson auf Leihbasis zum FC Bayern. Im Mitgliedermagazin „51“ gibt er nun sein erstes längeres Interview.
München – Kurz nach Nicolas Jacksons Verpflichtung gab FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß auf seine typische Weise Einblicke in den Chelsea-Deal. Grund waren Spekulationen über eine extrem hohe Kaufpflicht beim senegalesischen Nationalspieler nach dieser Spielzeit. Der Vereinspatron wollte damit Sportvorstand Max Eberl aus der Schusslinie nehmen, erreichte aber genau das Gegenteil.
Jackson-Berater Ali Barat zeigte sich wenig erfreut, dass der 73-Jährige Details in die Fußball-Welt hinaus blies, die durchaus den Schluss zuließen, das sein Mandant eher eine Not- als eine Wunschverpflichtung an der Säbener Straße gewesen sei. Was klar sein sollte: Im Kontrakt ist eine Kaufoption verankert, die Ablösesumme soll demnach stolze 65 Millionen Euro betragen, die Entscheidungsträger beim FC Bayern werden sich aber dafür ausreichend Zeit lassen.
Jackson lebt jetzt seine Kindheitsträume
Der Spieler selbst sieht seine Zukunft auf jeden Fall nicht mehr beim Klubweltmeister FC Chelsea. Dies deutete sein Berater bereits unmissverständlich an. Der 24-Jährige gewährt nun im FCB-Mitgliedermagazin „51“ Einblicke über seine bisherige Karriere und seine ersten Wochen in der bayerischen Landeshauptstadt.
Sein Sport spielt wenig überraschend eine überragende Rolle für ihn: „Der Fußball ist mein Leben. Ohne Fußball wüsste ich nicht, wo ich heute wäre. Als Kind wollte ich sein wie Ronaldo, wie Kaká, wie die großen Stars, zu denen ich aufgeschaut habe. Fußball war das Einzige, woran ich gedacht habe. Jetzt lebe ich die Träume, die ich als Kind hatte, und hoffe, dass ich noch mehr erreichen kann“, so Jackson.
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Grundsätzlich ist er mit seiner Karriere absolut zufrieden. „Ich bin sehr dankbar für alles, was bisher passiert ist – aber ich bin jemand, der lieber nach vorne schaut. Für mich zählt das Hier und Jetzt: beim FC Bayern alles zu geben, mich weiterzuentwickeln und mit der Mannschaft erfolgreich zu sein“, so der flexibel einsetzbare Offensivspieler.
Nach nur wenige Wochen in München ging es für Jackson zum ersten Mal auf das größte Volksfest der Welt: „Ich bin wirklich glücklich, hier zu sein und mit so großen Namen zusammenzuspielen. Das Oktoberfest war etwas ganz Besonderes, ich mag Traditionen sehr. Ich fand es sehr schön, dass mich meine neuen Kollegen gleich mitgenommen haben. So konnte ich einen wichtigen Teil der bayerischen Kultur kennenlernen. Bisher war alles großartig – ich fühle mich hier schon sehr wohl“, schwärmt Jackson.