Klassenbuch

Eintracht Frankfurt: Mit Fleißbiene und Flankomat

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Mario Götze zeigt sich mal wieder von seiner besten Seite, Omar Marmoush gelingt sowieso alles, und Niels Nkounkou flankt und flankt und flankt: Das Klassenbuch zum Sieg gegen Hoffenheim.

Tadellos

Omar Marmoush: Mitreißende Vorstellung im Geburtstagsanzug, nicht seine erste. Zu schnell und trickreich für die Hoffenheimer, wagt viel, vollgepumpt mit Selbstvertrauen. Natürlich war er es, der die Rote Karte gegen Brooks herausholte, da war er – wie im Hinspiel – schon wieder mal zu schnell für den Verteidiger. Auch danach immer gefährlich. Astreine Sache.

Mario Götze: Sehr fleißig in der offensiven Position und mit vielen netten Kleinigkeiten in Ballbesitz. Da wollte es einer noch mal wissen und sich zeigen, seine ganze Klasse ließ er vor dem 2:1 aufblitzen, die Flanke auf Ebimbe wollte er genau so. Traf selbst zum 3:1, ganz locker, Deckel drauf (64.). Aber: Hätte schon kurz vor der Pause freistehend die Führung machen müssen, erwischte aber nur den Pfosten. Unglaublich eigentlich. Die minimale Abseitsposition von Flankengeber Ebimbe rettete ihn in der Szene.

Gut dabei

Torschützen unter sich: Eric Dina Ebimbe (links) und Robin Koch.

Ansgar Knauff: Kam früh für Chaibi (42.) und startete nach dem Wechsel durch. Mit seinem Tempo ein wichtiger Faktor am linken Flügel, entwischte den Hoffenheimern immer wieder mal. Vorbereiter für Götzes Tor.

Robin Koch: Beim Gegentor sah er nicht so gut aus, machte das danach mit unermüdlichem Einsatz wett. Coole Rettungsaktion gegen Akpoguma, kochte ihn ab (34.). Da hatte er vorne schon getroffen, machte den wichtigen Ausgleich per Flachuss (32.). Bewerbungsspiel für Julian Nagelsmann.

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Eric Dina Ebimbe: Gleich mit vier vielversprechenden Offensivaktionen in den ersten 20 Minuten. Da hätte es durchaus mal klingeln können im Hoffenheimer Kasten. Blieb aber dran und belohnte sich, klasse Kopfballtreffer nach Götze-Flanke (50.). Ab und an fehlt dennoch so ein bisschen die Präzision und Ruhe.

Tuta: Spielt ein paar Bälle zu viel zurück, warum eigentlich? Zeigt oft genug, dass er es anders kann. Auch am Sonntagabend: Zwei blitzsaubere Tiefenpässe auf Ebimbe, schon brannte es lichterloh. Auch hinten sicher. Spektakuläre und wichtige Rettungstat gegen Grillitsch (63.).

Ganz okay

Hugo Larsson: Kurbelte unermüdlich an, quasi überall zu finden. Spielt auch nicht so oft zurück. Alles klappte nicht, aber doch sehr manierlich.

Niels Nkounkou: Flankomat auf links. Bog viele krumme Dinger rein, die meisten aber ohne Ertrag. Hatte aber auch vor dem Ausgleich seine Füße im Spiel, klasse Pass auf Knauff vor dem 3:1. Müsste noch etwas geordneter spielen.

Ellyes Skhiri: Stopft Löcher, läuft Räume zu, unermüdlich. Und mit manch gutem Zuspiel in die Spitze, zu Marmoush etwa, der Brooks zur Notbremse „zwang“.

Kevin Trapp: Tja, kaum zu bewerten, musste ein paar Bälle abfangen und sie wieder ins Spiel bringen, beim Gegentreffer machtlos. Gute Ausstrahlung.

So lala

Willian Pacho: Ungewohnt unsicher, mit manch Bolzen, auch im Spielaufbau mit Streuung.

Fares Chaibi: Nicht sein Tag, aus dem Spiel kaum gefährlich, schwache Standards – und dann musst er schnell runter, sonst hätte ihn der Schiri runtergeschickt – wenn er auch nur noch einen Hoffenheimer angepustet hätte. Zu Recht. Stark Gelb-Rot gefährdet, hatte großes Glück noch auf dem Feld zu sein, als ihn Toppmöller austauschte.

Schwächelnd

Kein Eintrag

Zu spät gekommen

Donny van de Beek, Hugo Ekitiké, Makoto Hasebe, Timothy Chandler. dur/kil

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