Unruhe um Millot: VfB-Star entwickelt sich zum doppelten Problem
VonNiklas Noack
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Enzo Millot fand sich kürzlich beim VfB Stuttgart zweimal auf der Ersatzbank wieder. Im Verein sind die Führungskräfte aus zwei Gründen verärgert über seine derzeitige Leistung.
Stuttgart - Es war ein Wechsel, der bezeichnend war. Denn als Trainer Sebastian Hoeneß gegen Werder Bremen (1:2) den formschwachen Jamie Leweling vom Feld nahm, brachte er nicht Enzo Millot, der nach seiner starken Hinserie von Experten bereits als einer der besten Bundesligaspieler geadelt wurde, sondern Fabian Rieder. Zwar ist auch der Schweizer alles andere als in Höchstform und bis dato nie beim VfB so richtig angekommen, doch auf ihn kann sich Hoeneß wohl mehr verlassen.
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VfB-Chefs ärgern sich über Millots Leistung
Für Millot ist es dagegen ein weiterer Schuss vor den Bug. Zweimal hintereinander ließ ihn der Stuttgarter Trainer zuletzt über die gesamte Spielzeit auf der Bank schmoren – ein deutliches Zeichen dafür, wie unzufrieden Hoeneß mit dem Youngster derzeit ist. Aber nicht nur der Trainer, auch die Bosse ärgern sich in doppelter Hinsicht über Millots Leistung.
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Zum einen hilft der Franzose dem VfB so sportlich nicht weiter und zum anderen drückt er durch solch eine Verfassung seinen Preis nach unten. Wie IPPEN.MEDIA nämlich erfahren hat, hat die Stuttgarter Chefetage gar nichts dagegen, Millot im Sommer für eine entsprechende Summe ziehen zu lassen. Berichte darüber, dass dieser eine Ausstiegsklausel im Vertrag verankert hat, kann unsere Redaktion bestätigen. Diese soll bei zirka 20 Millionen Euro liegen.
Dass Millot den VfB verlassen will, daraus macht der Youngster übrigens keinen Hehl. „Ein Abgang? Ja, natürlich, das ist ein Ziel, das ich mir gesetzt habe. Um einen Schritt nach vorne machen zu können“, sagte er vor kurzem der französischen Sportzeitung L’Equipe. Auch einen Verbleib hält sich der 22-Jährige offen, doch zunächst sollte er zu seiner Form aus der Hinrunde zurückfinden.