Déjà-vu auf Transfermarkt

Wie einst bei Kolo Muani: Droht Eintracht erneute Hängepartie?

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Bei Eintracht Frankfurt löst der Name Randal Kolo Muani vor allem Unmut bei vielen Fans aus. Steht eine Wiederholung der Geschichte bevor?

Frankfurt – Wann fällt der erste Dominostein auf dem Transfermarkt?

Bei Eintracht Frankfurt hat sich kurz vor der Öffnung des Transferfensters am 1. Juli bislang noch nicht viel bewegt. Die wichtigste Nachricht: Robin Koch hat seinen Vertrag verlängert und damit ein klares Zeichen gesetzt.

Eintracht-Fans erinnern sich an Kolo Muani

Zudem: Die beiden zurückgekehrten Leihspieler Paxten Aaronson und Elias Baum dürfen sich unter Trainer Dino Toppmöller beweisen. Aurelio Buta, Hrvoje Smolcic und Nacho Ferri sollen, wie auch Junior Dina Ebimbe, Mo Dahoud und Niels Nkounkou, den Klub verlassen.

XXL-Blockfahne, Heimatverbundenheit und „ewiger Oka“: Diese Eintracht-Choreos gehen unter die Haut

Choreo der Frankfurter Fans beim Bundesliga-Spiel gegen Nürnberg im Jahr 2009.
Die Frankfurter Fans erinnern beim Bundesliga-Spiel 2009 gegen Nürnberg an die bisher einzige Deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte. © imago sportfotodienst
Choreo der Frankfurter Fans beim Europa-League-Duell in der Gruppenphase gegen Maccabi Tel Aviv (2013).
„SGE“ prangt in Rot auf der Nordwestkurve beim Europa-League-Duell gegen Maccabi Tel Aviv im Jahr 2013. © imago sportfotodienst
Die Frankfurter Fans widmen beim Bundesliga-Spiel 2013 gegen Augsburg Oka Nikolov eine große Choreo.
Der „ewige Oka“ (Oka Nikolov) wird 2013 beim Bundesliga-Spiel gegen Augsburg von den Frankfurter Fans gebührend verabschiedet. © imago sportfotodienst
Choreo der Frankfurter Fans in der Nordwestkurve vor dem Bundesliga-Spiel gegen den SV Darmstadt 98 (2015).
„Hessenland mein Königreich“: Die Frankfurter Fans zelebrieren das Hessen-Derby 2015 gegen Darmstadt. © imago sportfotodienst
Choreo der Frankfurter Fans beim Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart in der Saison 2017/2018.
Die SGE-Fans spielen 2017 beim Bundesliga-Spiel gegen Stuttgart auf die Apfelwein-Kultur und die grüne Soße der Stadt Frankfurt an. © DeFodi.de/IMAGO
Choreo der Frankfurter Fans beim Europa-League-Heimspiel 2018 gegen Lazio Rom.
„Hier holten wir den Pokal - auf ihr schwarz-weissen Helden holt ihn noch einmal“ steht auf der Gegengerade geschrieben. Die Nordwestkurve zeigt einen wütenden Adler. Mit dieser Choreo erinnerten die Frankfurter Fans beim Europa-League-Heimspiel 2018 gegen Lazio Rom an den UEFA-Cup-Sieg von 1980. © Jan Huebner/Ulrich/Imago
Choreo der Frankfurt-Fans beim Europa-League-Duell in der Gruppenphase gegen Apollon Limassol (2018).
Imposante Choreo in den Vereinsfarben Schwarz, Weiß und Rot beim Europa-League-Duell 2018 in der Gruppenphase gegen Apollon Limassol. © Jan Huebner/Herkert
Choreo der Frankfurter Fans beim Europa-League-Duell 2018 in der Gruppenphase gegen Olympique Marseille.
Fahnen soweit das Auge reicht, weiße Luftschlangen und mehr: Diese Choreo beim Europa-League-Duell 2018 in der Gruppenphase gegen Olympique Marseille wusste zu gefallen. © Jan Huebner/Herkert/Imago
Choreo der Frankfurt-Fans beim Europa-League-Achtelfinale 2019 gegen Inter Mailand.
„Glorreiche Zeiten, traurige Tage. Wir stehen zur Eintracht, gar keine Frage“ steht auf der Gegentribüne geschrieben. Die Zahl 120 ziert die Nordwestkurve. Eintracht Frankfurt feiert das 120-jährige Vereinsjubiläum beim Achtelfinal-Hinspiel der Europa League im Jahr 2019 gegen Inter Mailand. © rscp - FRANK HEINEN/Imago
Choreo der Frankfurter Fans beim Europa-League-Viertelfinale 2019 gegen Benfica Lissabon.
Das ganze Stadion macht mit: Spektakuläre Choreo in Schwarz und Weiß der Frankfurter Fans beim Europa-League-Viertelfinale 2019 gegen Benfica Lissabon. © Jan Huebner/Scheiber/Imago
Choreo der Frankfurter Fans beim Europa-League-Halbfinale 2019 gegen den FC Chelsea.
Diese Choreo hat Eindruck gemacht: Frankfurts Fans präsentieren 2019 beim Europa-League-Halbfinale gegen den FC Chelsea eine riesige selbstgemalte Blockfahne. © rscp - FRANK HEINEN/Imago
Choreo der Frankfurter Anhänger beim Europa-League-Qualifikationsspiel der 2. Runde gegen den FC Flora Tallinn.
Die Nordwestkurve hat sich beim Europa-League-Qualifikationsspiel der 2. Runde (2019) gegen den FC Flora Tallinn ganz in Weiß herausgeputzt. © Jan Huebner/Imago
Choreo der Frankfurter Fans in Runde 3 der Qualifikation für die Europa League gegen den FC Vaduz.
Schön anzusehen: Die SGE-Fans tauchen die Nordwestkurve beim Europa-League-Qualifikationsspiel (2019) gegen den FC Vaduz in Rot. © Revierfoto/Imago
Choreo der Frankfurter Fans beim Europa-League-Viertelfinale gegen den FC Barcelona anlässlich des Todes von Jürgen Grabowski.
Emotional: Die SGE-Fans gedenken der verstorbenen Vereinslegende Jürgen Grabowski beim Europa-League-Viertelfinale 2022 gegen den FC Barcelona. © osnapix/IMAGO
Choreo der Frankfurter Fans beim Europa-League-Halbfinale 2022 gegen West Ham United.
„Meine Stadt, mein Verein“: Die Frankfurter Fans feiern ihre Heimat beim Europa-League-Halbfinale 2022 gegen West Ham United. © Patrick Scheiber/IMAGO
Choreo der Frankfurter Fans beim Europa-League-Finale 2022 in Sevilla gegen die Glasgow Rangers.
Historisches Spiel, historische Choreo: Die Fans von Eintracht Frankfurt beeindrucken mit einer rund 50.000 Euro teuren Darbietung beim Europa-League-Finale 2022 gegen Glasgow Rangers. © Florian Ulrich/IMAGO
Choreo der Frankfurter Anhänger am 1. Spieltag der Vorrunde in der Champions League gegen Sporting Lissabon.
Teil 1 der Frankfurter Choreo beim Champions-League-Auftakt der SGE gegen Sporting Lissabon in der Saison 2022/2023. © osnapix/IMAGO
Choreo der Frankfurter Fans in der Nordwestkurve am 1. Spieltag der Champions-League-Vorrunde 2022/2023 gegen Sporting Lissabon.
Teil 2 der Frankfurter Choreo beim Champions-League-Auftakt der SGE gegen Sporting Lissabon in der Saison 2022/2023. © Ulrich Hufnagel/IMAGO
Eintracht Frankfurts Fans präsentieren eine Titel-Choreografie beim DFB-Pokalfinale gegen RB Leipzig in der Saison 2022/2023.
Titelsammlung der Eintracht: Die Frankfurter Fans blicken beim DFB-Pokalfinale gegen RB Leipzig in der Saison 2022/2023 auf die großen Triumphe der Klub-Geschichte zurück. © Patrick Scheiber/IMAGO
Choreo beim Bundesliga-Heimspiel von Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig am 34. Spieltag der Saison 2023/2024.
Die SGE-Fans feiern am letzten Spieltag der Saison 2023/2024 verdiente Frankfurt-Spieler wie Bernd Hölzenbein und Bruno Pezzey.  © Florian Ulrich/IMAGO
Choreo in der Nordwestkurve von Eintracht Frankfurt beim Europa-League-Spiel gegen Ferencváros Budapest.
Tradition pur: Die Choreo der Eintracht-Fans am vorletzten Spieltag der Ligaphase in der Europa-League-Saison 2024/2025 bildet das Gründungsjahr des Vereins ab.  © osnapix / Marcus Hirnschal/IMAGO
Die Fans von Eintracht Frankfurt präsentieren ihre Choreografie beim Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen.
Emotionale Choreo in Bremen: Die SGE-Fans ehren am 28. Spieltag der Saison 2024/2025 Eintracht-Idole wie Uwe Bein oder Anthony Yeboah. © osnapix / Marcus Hirnschal/IMAGO

Die spannendsten Fragen drehen sich jedoch um Hugo Ekitiké. Zahlt ein Klub die geforderten 100 Millionen Euro? Wenn ja: Wann wird diese Summe auf den Tisch gelegt? Bahnt sich ein monatelanger Poker bis zum letzten Tag der Transferperiode an? Die Fans der Eintracht fürchten ein Déjà-vu.

Erinnerungen an den Sommer 2023 werden wach. Randal Kolo Muani streikte sich zu Paris Saint-Germain. Als das Transferfenster in Deutschland schon geschlossen hatte, fand Sportvorstand Markus Krösche doch noch eine Lösung mit dem französischen Spitzenklub. Am Ende wanderte der Sockelbetrag in Höhe von 80 Millionen Euro auf das Konto der Hessen, mit Boni wären bis zu 95 Millionen Euro möglich.

Causa Kolo Muani 2.0? Eintracht kann anders agieren auf dem Transfermarkt

Das Problem: Eintracht steckte permanent im Stau und konnte auf dem Transfermarkt nicht agieren. Toppmöller bekam zunächst keinen Ersatz und formte Omar Marmoush zum Neuner der Spitzenklasse. Erst im Winter fanden Sasa Kalajdzic (verletzte sich schwer) und eben Ekitiké (startete im Endspurt noch durch) den Weg an den Main. Der erste Teil des von Krösche angelegten großen Umbruchs war ruckelig. Eine Wiederholung der Causa Kolo Muani soll es in der Mainmetropole nicht mehr geben.

„Die Situation hat sich etwas verändert“, sagte Krösche schon vor einigen Wochen und betonte: „Last-Last-Minute-Deals wird es in dieser Größenordnung bei uns wohl nicht mehr so häufig geben.“ Der Sportvorstand fügte an: „Wir können auch schon ohne einen Verkauf tätig werden.“

Der 80-Millionen-Euro-Abgang von Omar Marmoush im vergangenen Winter hat für wirtschaftliche Beinfreiheit gesorgt, der Einzug in die Champions League hat diesen Verkauf veredelt. Übersetzt heißen die Krösche-Worte: Jonathan Burkardt vom FSV Mainz 05 kann auch dann schon kommen, wenn Ekitiké noch da ist.

Dennoch gibt es noch Problemstellen: Wie präsentiert sich Elye Wahi? Geht Igor Matanovic? Und könnte sich die Eintracht wirtschaftlich tatsächlich für die Saison 2025/26 eine Doppelspitze Burkardt und Ekitiké leisten? Oder muss sie den Franzosen abgeben und noch einmal aktiv werden? Das kann nur Finanzvorstand Julien Zamberk seriös beantworten.

Eintracht-Kader soll frühzeitig stehen

Eine Causa Kolo Muani 2.0 kann und soll dennoch verhindert werden. Krösche will Toppmöller früh in der Vorbereitung den Kader zusammenstellen. Der Terminkalender ist knackig, die Trainingszeit beim Tanz auf drei Hochzeiten während der Saison begrenzt. Im Vorjahr war genau das der große Vorteil der Hessen.

Eintracht-Boss Markus Krösche hat nicht nur bei Randal Kolo Muani das richtige Näschen bewiesen.

Der Kader war bereits vor Abflug zur Vorbereitung in die USA weitestgehend zusammengestellt, von den späteren Stammspielern kam nur noch Arthur Theate kurz vor Beginn der Spielzeit. Auf diesem Fundament startete die Eintracht von Beginn an durch und erreichte den glorreichen dritten Rang. Damit das keine Eintagsfliege bleibt, benötigt der Klub wieder diese Durchschlagskraft und Power im vorderen Drittel.

Ferner will sich der Klub auch in der Champions League stark präsentieren und im Optimalfall das Achtelfinale erreichen. Krösche bastelt deshalb an der Zusammenstellung der Offensive. Das Gerüst der Eintracht steht bereits in weiten Teilen. Doch die vielen Fragezeichen in vorderster Reihe gilt es bestenfalls zeitnah zu lösen. Solange das nicht passiert, schwebt Kolo Muani in den Gedankengängen der Anhängerschaft.

Rubriklistenbild: © Montage/IMAGO / HJS

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