Woltemade-Transfer vom Tisch? FC Bayern soll es anders sehen
VonAdrian Kühnel
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Die VfB-Verantwortlichen erklären den Woltemade-Deal mit dem FC Bayern für beendet. Die Bayern-Führung scheint die Hoffnung nicht aufgegeben zu haben.
Stuttgart – Geht es nach den Aussagen der Bosse des VfB Stuttgart, ist der Transfer-Poker um Nick Woltemade in diesem Sommer beendet. „Die Akte ist geschlossen“, erklärte VfB-Vorstandsvorsitzender Alexander Wehrle vor dem Franz-Beckenbauer-Supercup am Rande der Partie bei Sky und Sat1. „Nick ist ein Schlüsselspieler für uns. Wir haben große Ziele – und dafür brauchen wir unsere Besten.“
Nach der 1:2-Niederlage gegen den FC Bayern bezog auch Sportdirektor Fabian Wohlgemuth nochmal Stellung und betonte in der Mixed Zone: „Wir haben offen und transparent mit ihm gesprochen. Das hat er offenbar so aufgenommen, dass er gegen diese beiden extrem starken Gegenspieler das ganz ordentlich gemacht hat.“
Woltemade zum FC Bayern? „Im Fußball kannst du nie etwas hundertprozentig ausschließen“
Ob der FC Bayern den Transfer von Nick Woltemade bereits zu den Akten legt? „Das Transferfenster schließt am 1. September. Im Fußball kannst du nie etwas hundertprozentig ausschließen“, sagte Sportdirektor Christoph Freund, konfrontiert mit der Aussage Wehrles, die Akte Woltemade sei geschlossen. Worte, die klingen, als würde Freund einen Woltemade-Transfer doch noch nicht abhaken wollen.
Generell sei zu dem Thema Woltemade „schon so viel gesagt“ worden, so Freund. „Er ist Spieler des VfB Stuttgart, hat ein gutes Spiel gemacht, aber ansonsten gibt es dazu aktuell nichts zu sagen.“ Bereits vor dem Supercup hatte Freund angedeutet, dass der FC Bayern bis zum 1. September noch personell nachrüsten könnte. Neben Woltemade steht Christopher Nkunku vom FC Chelsea im Fokus.
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„Natürlich sind wir von der Quantität her nicht so groß aufgestellt“, gab Freund zu und deutete damit an, dass der FC Bayern in den nächsten zwei Wochen noch daran arbeiten wird, die Offensive weiter zu verstärken. „Wir sind ziemlich klar, was wir wollen und wo wir hinwollen“, betonte Freund, ohne konkrete Namen zu nennen und kommentieren.
„Das war die letzten Wochen auch schon ziemlich klar“, so Freund. Für einen Transfer brauche es „immer drei Parteien“ – sprich Interessent, Verkäufer und Spieler. Bei Woltemade „war das jetzt nicht der Fall, um eine Einigung zu erzielen“, erklärte Freund und sprach von einem „langen Prozess“.
FC Bayern hakt Woltemade-Transfer wohl noch nicht ab
Ob der Woltemade-Transfer zum FC Bayern in diesem Sommer doch noch gelingen kann? Nach Informationen der Bild haben den Deal noch nicht alle Verantwortlichen bei Bayern aufgegeben. Es gebe nach wie vor Entscheider beim Rekordmeister, die daran glauben, dass Woltemade vor Ende der Transferperiode am 1. September doch noch vom VfB Stuttgart nach München wechseln könnte.
Woltemade steht indes noch bis 2028 beim VfB unter Vertrag. Rund 60 Millionen Euro fix plus Boni plus Weiterverkaufsbeteiligung soll der FC Bayern für den 23-jährigen Stürmer geboten haben – zu wenig für die Stuttgarter, die 75 Millionen Euro gefordert haben. Was, wenn die Münchner ihr Angebot in den nächsten Tagen doch nochmal erhöhen? Man darf gespannt sein …