News-Ticker

Hochwasser in Deutschland: Lage bleibt kritisch – und es soll weiter regnen

Alle Autoren
    schließen
  • Bjarne Kommnick
    Bjarne Kommnick
  • Jennifer Lanzinger
    Jennifer Lanzinger

Bei den Hochwassern ist weiterhin keine Entspannung in Sicht, der DWD sagt teils ergiebige Regenfälle voraus und hunterne Hilfskräfte sind im Einsatz. Der News-Ticker.

Update vom 29. Dezember, 06.36 Uhr: Laut des Deutschen Wetterdienstes kommt es weiterhin zu teils ergiebigen Regenfällen. Die Lage in den Hochwassergebieten bleibt deshalb weiterhin angespannt. In Teilen Nordrhein-Westfalens sowie des Harzes sei bis in die kommende Nacht hinein mit Dauerregen zu rechnen. Dabei könnten bis zu 40 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden fallen.

Angespannt ist die Lage weiterhin auch in Niedersachsen und im Osten Deutschlands. Dort sind noch viele Feuerwehren im Dauereinsatz. Nicht mehr überall konnten die Deiche den Wassermassen standhalten. Landesweit sind Tausende Hilfskräfte im Einsatz. An einigen Orten wurden Evakuierungen vorbereitet. In der Gemeinde Langlingen im Landkreis Celle verließen in der Nacht zum Freitag etwa 120 Menschen vorsorglich ihre Häuser und Wohnungen. Am Freitagvormittag will die Landesregierung bei einer Pressekonferenz einen aktuellen Stand zur Hochwasserlage geben.

Wegen der anhaltenden Hochwasser sind hunderte Hilfskräfte im Einsatz.

Hochwasser-Tourismus gefährdet Arbeit von Feuerwehr und THW

Update vom 28. Dezember, 20.38 Uhr: Im niedersächsischen Lilienthal unweit von Bremen bleibt die Lage weiterhin angespannt, nachdem diverse Abschnitte des Deiches beschädigt wurden. In Meppen behinderten Schaulustige die Arbeit von Feuerwehr und THW. Der sogenannte Hochwasser-Tourismus gefährdet nach Aussagen der Einsatzkräfte vor Ort die Sicherheit aller: „Das ist unsere größte Sorge. Wir müssen hier viele Leute wieder rausschicken aus dem Einsatzgeschehen“, warnt Sven Lammers, Sprecher der Feuerwehr.

Stephan Weil, Ministerpräsident von Niedersachsen (SPD), fand klare Worte für die Schaulustigen: „Lassen Sie es bleiben, gehen Sie irgendwo anders spazieren oder bleiben Sie zu Hause“, lautet sein dringender Aufruf. Die Einsatzkräfte seien voll ausgelastet, viele von ihnen arbeiteten rund um die Uhr. „Man darf ihnen ihre schwierige Arbeit wirklich nicht noch schwerer machen.“

Trotzdem scheinen einige Menschen die guten Manieren zu vergessen. So berichtet die Feuerwehr aus einigen Krisenregionen von Diebstählen. „Sandsäcke, die an Deichen verbaut sind, werden von Anwohnern weggeholt, weil sie selber keine Sandsäcke haben, um ihre Häuser zu schützen“, äußerte sich Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands, gegenüber der Welt.

Hochwasser in Deutschland: Strömung reißt in Hannover Kanufahrer mit

Update vom 28. Dezember, 17.03 Uhr: In Hannover könnte das Hochwasser zwei Kanufahrern zum Verhängnis geworden sein. Wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte, suchten Einsatzkräfte am Donnerstag (28. Dezember) intensiv nach den beiden Wassersportlern, nachdem Passanten einen Notruf abgesetzt hatten.

Die Zeugen haben nach Informationen der Hannoversche Allgemeine Zeitung beobachtet, wie die beiden Männer von der Strömung weggerissen wurden. Seitdem werden sie vermisst. Es wird befürchtet, dass die beiden Männer gekentert seien. Eine Absperrung habe es an der betroffenen Stelle nicht gegeben, heißt es. Dennoch sei es „grob fahrlässig“ bei den Wasserständen Kanu zu fahren, betonte ein Sprecher der Einsatzkräfte.

Im Hochwassergebiet Hannover werden zwei Kanufahrer vermisst. Laut Augenzeugen sind sie von der Strömung mitgerissen worden. (Symbolfoto)

Update vom 28. Dezember, 16 Uhr: In Niedersachsen bei Verden hat das Hochwasser weitere Teile des Deiches beschädigt. Deshalb mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Dutzende Menschen und Tiere auf einem Campingsplatz evakuieren. Die Einsatzkräfte versuchten nun, ein weiteres Aufbrechen des Deiches zu verhindern. „Die Lage ist ernst“, erklärt ein Feuerwehrsprecher.

Aller-Pegel könnte Höchststand von 2003 erreichen

Besonders im Süden von Niedersachsen bleibt die Lage weiterhin angespannt. Laut dem Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz seien insbesondere Weser, Aller, Leine und Oker vom Hochwasser betroffen. In der Aller ist der Pegel alleine in der vergangenen Nacht um 60 Zentimeter gestiegen, die Experten erwarten, dass schon bald der Höchststand von 2003 erreicht werden könnte.

Das Hochwasser an der Aller bei Verden ist kurz davor, den Höchstand von 2003 zu erreichen.

Bei Hannover sucht die Feuerwehr derweil nach zwei Kanufahrern, die möglicherweise von den Wassermassen mitgerissen wurden. Wie es zu der Vermisstenmeldung gekommen ist, konnte ein Sprecher der Polizei bislang nicht mitteilen.

Update vom 28. Dezember, 8.48 Uhr: Ein orientierungsloser Mann ist bei Rotenburg in Niedersachsen aus den Fluten der Wümme gerettet worden. Er hatte sich am Mittwoch mit seinem Auto in dem über die Ufer getretenen Fluss festgefahren, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Polizisten retteten den 84 Jahre alten Mann aus Schleswig-Holstein zusammen mit einem Zeugen, der den Notruf abgesetzt hatte. Der Mann war den Angaben nach stark unterkühlt und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Sein Gesundheitszustand habe sich dann stabilisiert.

Update vom 28. Dezember, 7 Uhr: Noch immer herrscht in vielen Hochwasser-Gebieten keine Entspannung, an einigen Flüssen in Deutschland bleibt die Lage auch am Donnerstag kritisch. Betroffen sind unter anderem Gebiete an der Elbe in Sachsen und Sachsen-Anhalt sowie an der Weser in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

In Dresden soll am Donnerstagmorgen die Sechs-Meter-Marke an der Elbe überschritten werden. Um Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg vor Überschwemmungen zu schützen, wird am Donnerstagvormittag das Pretziener Wehr gezogen. Das etwa 135 Meter lange Wehr war zuletzt im Juni 2013 geöffnet worden. Auch jetzt soll es dafür sorgen, dass ein Drittel des Elbwassers in einen 21 Kilometer langen Kanal fließt, um Schönebeck, Magdeburg und andere Orte in den Elbniederungen herum, bis es wieder in die Elbe fließt.

Niedersachsen: Weiter hohe Pegelstände erwartet

An der Helme gilt voraussichtlich in den nächsten Tagen die höchste Hochwasseralarmstufe 4. In Niedersachsen rechnete der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz vor allem an der Mittelweser und an den Oberläufen von Aller, Leine und Oker mit weiter steigenden Pegelständen. In der Gemeinde Lilienthal bei Bremen riss nach Angaben der örtlichen Feuerwehr ein Deich, der betroffene Bereich wurde am Mittwochnachmittag evakuiert. Wegen eines durchweichten Deichs wurden in der Nacht zum Donnerstag weitere Straßen evakuiert.

Im angrenzenden Bremen ist die Hochwasserlage im Stadtteil Borgfeld ähnlich angespannt. Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) will sich dort am Donnerstag selbst ein Bild von der Lage machen. Im Bremer Ortsteil Timmersloh konnte an den Deichen nachgearbeitet werden, sodass dort keine Evakuierungen mehr stattfinden mussten, wie ein Feuerwehrsprecher am frühen Donnerstagmorgen sagte.

Hochwasser-Lage in Deutschland: Rund 300 Menschen müssen Wohnungen verlassen

Wegen des Aller-Hochwassers mussten in der niedersächsischen Gemeinde Winsen rund 300 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Die Siedlungen Westohe und Südohe müssten evakuiert werden, teilte der Landkreis Celle am Mittwochabend mit. Der Wasserstand auf den Straßen sei dort auf rund 40 bis 50 Zentimeter gestiegen, aus Sicherheitsgründen sei daher der Strom abgestellt worden. Als Notunterkunft wird derzeit die Allertalsporthalle in Winsen eingerichtet. In einigen Orten im Landkreis Verden herrschte in der Nacht zum Donnerstag wegen des Hochwassers und aufweichender Deiche weiterhin eine „bedrohliche Lage“, wie ein Feuerwehrsprecher sagte.

Mehrere Landkreise in Niedersachsen stellten eine Vorstufe des Katastrophenalarms fest - dadurch haben die Kreisverwaltungen unter anderem einen einfacheren Zugriff auf Hilfskräfte. Besonders betroffen war laut Landesbranddirektor Dieter Rohrberg die Stadt Sarstedt im Landkreis Hildesheim, wo die Flüsse Innerste und Leine zusammenfließen.

Am Oberlauf der Weser von Hann. Münden bis Höxter in Nordrhein-Westfalen sanken die Wasserstände am Mittwoch laut Landesbetrieb, für die Mittelweser wurden aber steigende Pegelstände vorhergesagt. Am Pegel Drakenburg im Landkreis Nienburg könne sogar der bisherige Rekordstand aus dem Jahr 1981, nämlich 8,34 Meter, überschritten werden, hieß es. In Nordrhein-Westfalen bleiben auch die zahlreichen Talsperren unter Beobachtung.

Hochwasser-Lage bleibt angespannt: DWD befürchtet weitere Niederschläge

Manche hoffen auf kurzzeitige Entspannung: Am Donnerstag soll es nach der Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Deutschland weitgehend trocken bleiben. Dadurch könnte sich die Hochwasserlage an manchen Flüssen etwas entspannen. Allerdings steigt die Gefahr kräftigerer Niederschläge laut DWD dann wieder. „Insbesondere im Westen und Nordwesten deuten die Wettermodelle viel Nass an, das die Flusspegel wohl wieder rasch ansteigen lassen wird“, sagte ein Meteorologe am Mittwoch.

Deich bei Bremen gerissen - Anwohner mit Shuttle in Notunterkunft gebracht

Update vom 27. Dezember, 19.18 Uhr: In der Gemeinde Lilienthal bei Bremen verschärft sich die Situation. Im Bereich des „Mehlandsdeichweges“ ist ein Deich gerissen, gab die örtliche Feuerwehr bei Facebook bekannt. Der Bereich darf nicht betreten werden. Anwohner werden derzeit evakuiert und mit einem Shuttle-Service in eine Notunterkunft in einer Turnhalle gebracht. In den sozialen Medien bieten Freiwillige Unterstützung an.

Einige Anwohner in Lilienthal sind zudem ohne Strom und Gas, erklärte die Gemeinde auf ihrer Webseite. Betroffenen wird geraten, sich eine alternative Unterkunft bei Freunden oder Bekannten zu organisieren. Die Notunterkunft in der Turnhalle sollte als Notlösung in Anspruch genommen werden.

Einsatzkräfte retten Schafe vor Hochwasser: DWD kündigt erneut kräftige Regenfälle an

Update vom 27. Dezember, 18.19 Uhr: Auch in Nordrhein-Westfalen ist die Hochwasserlage angespannt. Die Weser hat an einigen Stellen die zweithöchste Warnstufe erreicht. Wie der WDR berichtete, könnten damit auch bebaute Gebiete in größerem Umfang überflutet werden. Die Einzugsgebiete von Lippe, Ems und Ruhr sind ebenfalls von Hochwasser bedroht. Rettungskräfte sind im Dauereinsatz. Für Freitag (29. Dezember) kündigte der DWD erneut schauerartigen Regen, Gewitter und stürmische Böen an.

Ein Mann sitzt in einem Schlauchboot und paddelt zu einem Haus, das im Wasser steht. Der Wasserstand der Weser ist in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen.

Währenddessen musste in der Region Hannover eine Herde Schafe mit Booten aus dem Hochwasser gerettet werden. Die Tiere waren zuvor von Wassermassen des Flusses Wietze eingeschlossen worden. Einsatzkräfte der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) brachten daraufhin zehn Tiere einzeln mit Booten von einem kleinen Stück Land, auf das sie sich gerettet hatten, in Sicherheit.

DWD kündigt erneut Regen an: Hochwasserlage weiter angespannt

Update vom 27. Dezember, 15.21 Uhr: In vielen Regionen Deutschlands ist die Hochwasserlage noch angespannt. Zumindest am Donnerstag soll das Wetter weitgehend trocken bleiben. Dadurch könnte sich die Hochwasserlager an einigen Flüssen entspannten, sagte DWD-Meteorologe Adrian Leyser am Mittwoch.

In den kommenden Tagen stehen dann erneut kräftige Regenfälle bevor. „Insbesondere im Westen und Nordwesten deuten die Wettermodelle viel Nass an, das die Flusspegel wohl wieder rasch ansteigen lassen wird“, sagte der Wetter-Experte. Welche Regionen betroffen und wie groß die Dauerregen- und Hochwassergefahren dann sein werden, ist noch unklar.

Rund 20.000 Einsätze mit etwa 100.000 Kräften gab seit Beginn des Hochwassers in Niedersachsen. Laut Landesbranddirektor Dieter Rohrberg mussten Keller leergepumpt, wichtige Infrastruktur wie Krankenhäuser gesichert sowie Sicherungs- und Vorsorgemaßnahmen getroffen werden. Die Lage sei inzwischen zwar unter Kontrolle, Entwarnung konnte Rohrberg aber noch nicht geben.

Schmutzwasserkanalnetz ist überlastet: Betriebe bitten um Hilfe aus der Bevölkerung

Update vom 27. Dezember, 12.35 Uhr: Gefährliche Hochwasser-Lage in Weyhausen: Das gesamte Schmutzwasserkanalnetz ist überlastet. Jetzt bitten die Entwässerungsbetriebe um Hilfe aus der Bevölkerung. Sie hoffen auf Hinweise: Wer weiß etwas über die Verbindung zwischen Grundwasser und Oberflächenwasser zum Schmutzwasserkanal?

Drainagen sollen offenbar falsch angeschlossen und Schmutzwasserrohre beschädigt sein. Jetzt bedrohen die hohen Wasserstände der Aller alle Bewohner.

Update vom 27. Dezember, 9.20 Uhr: Die Lage im überfluteten Windehausen bleibt angespannt, auch am Mittwochmorgen gibt es in dem Ort in Nordthüringen weiterhin keinen Strom. Am Mittwoch soll nun ein Krisenstab darüber beraten, wie es in dem Ort weitergeht. Vor allem gehe es um die Frage, ob und wann die Menschen wieder in ihre Häuser können, sagte ein Sprecher. Windehausen im Landkreis Nordhausen wurde am ersten Weihnachtsfeiertag weitgehend geräumt, die Bewohner wurden in Sicherheit gebracht.

Hochwasser-Lage in Sachsen-Anhalt weiter angespannt – Menschen sollen sich auf Evakuierung vorbereiten

Und auch im südlichen Sachsen-Anhalt laufen die Maßnahmen gegen das Hochwasser weiter auf Hochtouren. In der Nacht zu Mittwoch seien Tausende Sandsäcke befüllt und an mehrere Gemeinden verteilt worden, sagte eine Sprecherin des Landkreises Mansfeld-Südharz. Es gehe vor allem darum, kritische Infrastruktur zu schützen. In der Verbandsgemeinde Goldene Aue versuche man beispielsweise, eine Kläranlage zu schützen.

In der gleichen Kommune waren zuvor im Ortsteil Thürungen die Menschen aufgefordert worden, auf freiwilliger Basis ihre Wohnungen und Häuser zu verlassen. Bewohnern weiterer Orte in der Gegend wurde empfohlen, sich auf eine mögliche Evakuierung zumindest vorzubereiten. Kritisch ist die Situation in der Region, weil der nahe gelegene Stausee Kelbra voll ist. Die Talsperre hat die Hauptaufgabe, das Helme-Unstrut-Tal vor Hochwasser zu schützen. Aus dem Talsperrensystem soll kontrolliert Wasser abgegeben werden.

Hochwasser in Deutschland: Auch Dresden bereitet sich vor

Auch in Dresden bleibt die Situation weiter angespannt. Das Hochwasser der Elbe in Dresden nähert sich weiter der zweithöchsten Alarmstufe drei. Vermutlich wird der dafür maßgebende Pegelstand von sechs Metern am Nachmittag erreicht. Am Mittwochmorgen wurden in Dresden 5,86 Meter gemessen, wie das Landeshochwasserzentrum in Dresden mitteilte. Die Stadt Dresden hatte aber schon vorab am Dienstagabend die Alarmstufe drei ausgerufen.

Ursprünglich war mit dem Erreichen der Sechs-Meter-Marke schon am Morgen gerechnet worden. Es verzögere sich etwas, sagte die Sprecherin des Landeshochwasserzentrums, Karin Bernhardt. Der Anstieg des Wasserstandes sei von der Schneeschmelze im Riesengebirge abhängig. In Schöne an der tschechischen Grenze gilt mit einem Pegelstand von 6,28 Metern bereits Alarmstufe drei.

In Dresden wurde aufgrund des ansteigenden Pegels der Elbe bereits am Montag das Terrassenufer gesperrt. Der Dresdner Weihnachts-Circus, der seine Zelte an der Elbe aufgeschlagen hat, sagte seine für Dienstag und Mittwoch vorgesehenen Aufführungen ab. Auch ein für den zweiten Weihnachtstag geplanter ökumenischer Gottesdienst konnte nicht stattfinden.

Update vom 27. Dezember, 8.10 Uhr: Die Hochwasser-Lage in Deutschland bleibt vielerorts weiter angespannt, die am Sonntag noch befürchtete Flutwelle in Richtung Braunschweig konnte jedoch abgewendet werden. Das berichtet unter anderem der NDR. Demnach sei die Lage vor Ort nicht so dramatisch gewesen, wie noch am Sonntag befürchtet. Von Entwarnung könne jedoch noch nicht gesprochen werden. Laut NDR seien abgesehen von der Innenstadt auch in und um Braunschweig zahlreiche Bereiche gefährdet, doch noch überflutet zu werden.

Hochwasser-Lage in Deutschland: Zahlreiche Regionen kämpften am Dienstag gegen die Wassermassen

Update vom 27. Dezember, 6.10 Uhr: Die Hochwasser-Lage bleibt auch in den nächsten Tagen angespannt, hatte es am Dienstag unter anderem von Behörden aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt geheißen. Etwas Hoffnung bieten die Wetteraussichten: Am Mittwoch soll es nach Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im Nordwesten etwas Regen geben, sonst trocken mit teils größeren Auflockerungen bleiben.

Nach tagelangem Dauerregen hatte sich die Hochwasserlage in vielen Regionen Deutschlands an den Feiertagen zugespitzt. In Sachsen-Anhalt waren die etwa 180 Bewohner der Ortschaft Thürungen am Dienstag aufgefordert worden, sich wegen drohender Überschwemmungen am Stausee Kelbra und an der Helme in Sicherheit zu bringen. In anderen Orten der Region sollten sich die Einwohner auf mögliche Evakuierungen vorbereiten. Das Ausmaß möglicher Überschwemmungen sei schwer absehbar, hieß es von einer Sprecherin des Landkreises Mansfeld-Südharz.

Auch im niedersächsischen Rinteln und im thüringischen Windehausen mussten hunderte Menschen an Weihnachtsfeiertagen hochwasserbedingt ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Wie hier verwandelten ebenso in anderen Bundesländern über die Ufer tretende Flüsse die Umgebung in großflächige Wasserlandschaften.

Hochwasser-Lage in Windehausen entspannt sich - Pegelstände gehen zurück

Im thüringischen Windehausen habe sich die Lage am Dienstag aber deutlich entspannt, teilte ein Sprecher der Polizei am frühen Mittwochmorgen mit. Die Pegelstände seien in Thüringen größtenteils zurückgegangen. In Northeim in Südniedersachsen und Uplengen im Kreis Leer brachen aufgeweichte Dämme. Helfer waren im Dauereinsatz, um die angeschlagenen Bollwerke mit Sandsäcken zu sichern.

Während sich die Situation mit den nachlassenden Regenfällen regional zu entspannen begann, stand anderen Gebieten die kritischste Lage erst noch bevor. So wurden an der Elbe die höchsten Wasserstände einer Hochwasserwelle erst ab Mittwoch erwartet. Diese gehe auf die Schneeschmelze und starke Niederschläge im Riesengebirge zurück, hieß es.

Hochwasser-Alarm in Deutschland: Bundesinnenministerin Faeser dankt Einsatzkräften

Update vom 26. Dezember, 21.28 Uhr: Die Hochwasserlage hat sich in Deutschland etwas entspannt, doch in vielen Gebieten bleibt die Bedrohung bestehen. Niedersachsen war besonders stark betroffen. Im Landkreis Leer gelang es, zwei drohende Deichdurchbrüche zu verhindern. In Thüringen und Sachsen-Anhalt war die Evakuierung zweier Dörfer notwendig.

Bundesinnenministerin Faeser zollte den Rettungskräften im gesamten Bundesgebiet ihren Dank. Sie äußerte gegenüber der Rheinischen Post: „Tausende ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind zusammen mit den hauptamtlichen Einsatzkräften unermüdlich im Einsatz und können die Weihnachtsstunden nicht mit ihren Familien verbringen“. Weiter betonte sie: „Was sie für uns alle leisten, verdient größte Wertschätzung und Respekt.“

In einigen Gebieten in Bremen muss aufgrund der Flut der Strom abgeschaltet werden

Update vom 26. Dezember, 19.20 Uhr: Die Hochwasser-Situation in Bremen verschärft sich. Insbesondere die Regionen Katrepel, Lehesterdeich und Timmersloh sind betroffen, so die Feuerwehr Bremen. Die Rettungskräfte sind im Einsatz, um unter anderem Öltanks zu stabilisieren. In einigen Gebieten musste aufgrund der Flut der Strom abgeschaltet werden. Eine Vielzahl von Grundstücken zwischen Wümme und Katrepeler Landstraße sind von Wasser umgeben.

In der Zwischenzeit ruft die Feuerwehr Goslar in einem Facebook-Post die Einwohner der Stadt in Niedersachsen zu sozialem Zusammenhalt auf. Es wurde berichtet, dass mehrere Personen Sandsäcke von bereits errichteten Schutzwällen entwendet haben.

Ortschaft in Sachsen-Anhalt muss wegen Hochwasser evakuiert werden

Update vom 26. Dezember, 17.45 Uhr: In Thürungen, einer Ortschaft im Landkreis Mansfeld Südharz in Sachsen-Anhalt, wurden die Einwohner zur Evakuierung aufgefordert. Es besteht die Gefahr von Überschwemmungen am Stausee Kelbra und an der Helme. „Alle Einwohnerinnen und Einwohner sind aufgerufen, bis spätestens 18 Uhr ihre Häuser zu verlassen“, so die Aussage einer Sprecherin am Dienstag. Rund 180 Personen sind von der Evakuierung betroffen. Sie werden gebeten, zu Verwandten zu gehen. Zudem wurde eine Notunterkunft bereitgestellt.

Hochwasser-Lage in Hessen: „relativ verzögertes Absinken der Wasserstände“

Update vom 26. Dezember, 16.24 Uhr: Die Hochwassersituation in Hessen scheint sich langsam zu beruhigen. Laut dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) haben die meisten relevanten Wasserstände für das Bundesland ihren Höchststand erreicht oder sogar überschritten. Nur am Main wird noch ein Höhepunkt erwartet, der jedoch nach aktuellen Berechnungen nicht über die Meldestufe 1 hinausgehen sollte.

Am Dienstagmittag verzeichnete der Pegel in Bad Karlshafen am hessischen Abschnitt der Weser immer noch die Meldestufe 3. Die Hochwasserinformation der Behörde bezog sich mit „Insgesamt ist nur ein relativ verzögertes Absinken der Wasserstände zu beobachten, was sich vor allem an der Eder, Werra und Weser bemerkbar macht“ auf die Situation in Nordhessen. Insgesamt überschritten im gesamten Bundesland sieben Pegel die Meldestufe 2 und 30 die Meldestufe 1.

DWD hebt Unwetterwarnung für mehrere Bundesländer auf

Update vom 26. Dezember, 14.21 Uhr: Der Ort Windehausen in Thüringen wurde über Weihnachten auf freiwilliger Basis evakuiert. Am Dienstag hat sie Stadt nun ein Verbot zum Betreten verhängt. Damit solle die begrenzte Zufahrt für die Rettungskräfte frei- und Katastrophentouristen abgehalten werden, sagte Matthias Marquardt, Bürgermeister der Stadt Heringen, zu der Windehausen gehört. „Die Lage ist derzeit noch kritisch, aber stabil.“ An diesem Mittwoch wolle der Krisenstab entscheiden, ob und wann die Bewohner wieder in ihre Häuser zurückkehren können. Von den knapp 500 Einwohnern sind laut dem Bürgermeister noch rund 100 im Ort verblieben.

Update vom 26. Dezember, 12.40 Uhr: Nach tagelangem Dauerregen hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) alle seine zeitweise für mehrere Bundesländer geltenden Unwetterwarnungen aufgehoben. Der Regen habe nachgelassen beziehungsweise an Intensität verloren, teilte der DWD am Dienstagmittag in Offenbach mit. „Bis auf Weiteres ist mit keinen ergiebigen Niederschlägen zu rechnen.“ Allerdings bleibe die Hochwasserlage an den Flüssen teilweise noch sehr angespannt.

Hochwasser-Lage spitzt sich zu: Talsperre am Limit – Braunschweig droht Flutwelle

Update vom 26. Dezember, 11.28 Uhr: Die Okertalsperre im Harz hat ihre maximale Kapazität erreicht. Über den Überlauf der Staumauer werde nun mehr Wasser in die Oker abgegeben, teilte die Stadtverwaltung Braunschweig am Dienstag mit. Statt 16 Kubikmeter pro Sekunden fließen nun 30 Kubikmeter pro Sekunde in den Fluss.

Die Hochwasserlage in Braunschweig werde diese Maßnahme weiter verschärfen, so die Stadt. Es werde erwartet, dass die Welle in den späten Abendstunden in der Stadt ankomme.

Der Pegel am Eisenbütteler Wehr, der aktuell bei 132 Zentimetern stehe, könnte sich nach derzeitiger Prognose um etwa zehn Prozent erhöhen, so die Stadt. Es sei möglich, dass der Überlauf an der Talsperre im Laufe des Tages weiter geöffnet werden und sich die Wassermenge dadurch weiter erhöhe. Man gehe aber weiter davon aus, dass sich die durch die Oker und deren Nebenflüsse verursachten Überschwemmungen auf die ausgewiesenen Überschwemmungsgebiete beschränken.

Hochwasser in Deutschland: Keine Entwarnung für Windehausen

Update vom 26. Dezember, 11.15 Uhr: Noch immer gibt es für den vom Hochwasser stark betroffenen Ort Windehausen keine Entwarnung. Nach Einschätzung der Einsatzkräfte ist die Lage im dem überfluteten und weitgehend geräumten Ort in Nordthüringen jedoch stabil.

Der Ortsteil von Heringen sei zwar nach wie vor vom Hochwasser eingeschlossen, jedoch sei an manchen Stellen bereits ein ganz leichter Wasserrückgang zu verzeichnen, sagte der Kreisbranddirektor für Nordhausen, Daniel Kunze, der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Entwarnung könne deswegen aber noch nicht gegeben werden.

Windehausen musste aufgrund der kritischen Lage am ersten Weihnachtsfeiertag komplett evakuiert werden. Von den knapp 500 Einwohnern seien schätzungsweise noch 100 in dem Ort, so Matthias Marquardt, Bürgermeister der Stadt Heringen, zu der Windehausen gehört. Die Lage vor Ort ist weiter angespannt. So sei zwar keines der Häuser einsturzgefährdet, Strom und funktionierende Toiletten gebe es jedoch laut Marquard weiter nicht. Wann die Bewohner wieder nach Windehausen zurückkehren können, ist noch unklar.

Hochwasser-Lage in Deutschland: Situation im Landkreis Leer entspannt sich

Update vom 26. Dezember, 10.34 Uhr: Im ostfriesischen Landkreis Leer hat sich die Hochwasserlage nach Angaben der Feuerwehr etwas entspannt. „Die Sicherungsmaßnahmen am Deich haben in der Nacht gewirkt und waren erfolgreich“, teilte die Kreisfeuerwehr Leer am Dienstagmorgen auf Facebook mit. Auf Evakuierungen habe verzichtet werden können. Die Pegelstände seien in der Nacht um etwa 30 Zentimeter gefallen.

Nun werden die Deichkontrollen den Angaben zufolge verstärkt. Aber das Befüllen von Sandsäcken sei am Morgen eingestellt worden. Mit insgesamt 17 Paletten seien zunächst genug Sandsäcke verfügbar, so die Feuerwehr.

„Sehr bedrohlich“: Hochwasser-Lage spitzt sich weiter zu – neue Evakuierungen

Update vom 26. Dezember, 09.41 Uhr: Wegen der starken Regenfälle ist die Hochwasserlage in Teilen Niedersachsens weiter sehr angespannt. In Rinteln im Landkreis Schaumburg sind am Dienstagmorgen nun weitere 100 Menschen evakuiert worden, wie der NDR berichtet. Die Keller der Häuser in einer Straße direkt hinter der Stadtmauer waren vollgelaufen. Die Feuerwehr ist nun mit Pumpen vor Ort und errichtet Barrikaden aus Sandsäcken. Die Menschen kamen dem Bericht nach bei Freunden und Verwandten unter oder wurden ins Gebäude der Lebenshilfe gebracht. Die übrigen Bewohner von Rinteln wurden gebeten, zu Hause zu bleiben, um die Straßen nicht zu blockieren.

„Sehr bedrohlich“: Hochwasser-Lage spitzt sich weiter zu - Hunderte kämpfen gegen Deichbrüche

Erstmeldung vom 26. Dezember: Andauernder Regen und durchgeweichte Böden sorgen weiter für Hochwassergefahr in etlichen Gegenden Deutschlands. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt weiterhin vor Dauerregen in mehreren Regionen.

Besonders stark betroffen war der Ort Windehausen (Kreis Nordhausen) in Nordthüringen. Dort spitzte sich die Hochwasserlage so zu, dass am ersten Weihnachtsfeiertag die komplette Räumung des knapp 500 Einwohner zählenden Ortsteils von Heringen notwendig wurde. „Die Situation ist sehr bedrohlich, so ein Bild habe ich in der Goldenen Aue noch nicht gesehen“, sagte der Bürgermeister der Stadt Heringen, Matthias Marquardt (Linke), der Deutschen Presse-Agentur.

Das Wasser stand teilweise bis zu einem Meter hoch in dem Ort. Es gebe keinen Strom, keine Zufahrt und auch keine Festnetztelefonie, beschrieb der Bürgermeister die kritische Lage. Außerdem funktionierten die Toiletten wegen der fehlenden Abflüsse nicht mehr. Den Einwohnern sei daher dringend angeraten worden, ihre Häuser zu verlassen. Die Menschen würden jedoch nicht mit Polizeigewalt aus ihrem Zuhause geholt, betonte der Bürgermeister.

Hochwasser in Niedersachsen: Deich an zwei Stellen gebrochen

Auch in Niedersachsen sorgte das Hochwasser für Anspannung. Im Landkreis Leer kämpften in der Nacht zum Dienstag hunderte Einsatzkräfte gegen die Wassermassen. In der Gemeinde Uplengen war der Deich der Hollener Ehe an zwei Stellen gebrochen, zudem sei er auf einer Länge von fast 500 Metern aufgeweicht, sagte Kreisfeuerwehrsprecher Dominik Janßen. 450 Einsatzkräfte und hunderte freiwillige Helfer konnten den Deich aber mit Sandsäcken stabilisieren. Auch im Raum Northeim bleibt die Lage weiter kritisch.

In der Gemeinde Hatten im Landkreis Oldenburg wurde ebenfalls ein Deich instabil. Die Bewohner zweier Straßen müssten evakuiert werden, teilte die Feuerwehr in der Nacht zu Dienstag mit. Wie viele Menschen betroffen waren, war zunächst nicht bekannt. Am Dienstagmorgen sollte die Stabilität des Deichs erneut beurteilt werden. Bis dahin solle der Deich durch Sandsäcke stabilisiert werden. Ein Deichbruch werde weiterhin als unwahrscheinlich eingeschätzt.

Für die Flussgebiete der Oker und Innerste warnten die Behörden vor einer weiteren Verschärfung der Hochwasserlage. Da im Harz bis zum Dienstagvormittag weiterer Regen vorausgesagt sei, werde eine dritte Hochwasserwelle in den Zuflüssen zu den Talsperren erwartet. Dadurch würden sich die Harztalsperren so stark füllen, dass voraussichtlich mehr Wasser abgelassen werden müsse und dies führe dann zu einer deutlichen Verschärfung der Hochwasserlage, hieß es in einer Mitteilung.

Auch in Bayern spitzt sich die Lage weiter zu. Ein Ort in Oberfranken wurde von der Außenwelt abgeschnitten.

Hochwasser-Lage in Deutschland spitzt sich weiter zu – die Lage vor Ort in Bildern

Niedersachsen, Hodenhagen: Die Zufahrt zum Serengeti-Park ist mit Wasser überflutet. Die ersten Tiere im Serengeti-Park im niedersächsischen Hodenhagen sind wegen des Hochwassers evakuiert worden.
Niedersachsen, Hodenhagen: Die Zufahrt zum Serengeti-Park ist mit Wasser überflutet. Die ersten Tiere im Serengeti-Park im niedersächsischen Hodenhagen sind wegen des Hochwassers evakuiert worden. © Philipp Schulze/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Niedersachsen, Hodenhagen: Flächen vom Serengeti-Park sind teilweise von Wasser überflutet (Aufnahme mit einer Drohne). Die ersten Tiere im Serengeti-Park im niedersächsischen Hodenhagen sind wegen des Hochwassers evakuiert worden.
Niedersachsen, Hodenhagen: Flächen vom Serengeti-Park sind teilweise von Wasser überflutet (Aufnahme mit einer Drohne). Die ersten Tiere im Serengeti-Park im niedersächsischen Hodenhagen sind wegen des Hochwassers evakuiert worden. © Philipp Schulze/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Lilienthal: Wohnhäuser stehen in einem überfluteten Ortsbereich an der Wörpe. Durch das Hochwasser des Flusses sowie der nahegelegenen Wümme gab es in der Nacht einen Deichriss.
Lilienthal: Wohnhäuser stehen in einem überfluteten Ortsbereich an der Wörpe. Durch das Hochwasser des Flusses sowie der nahegelegenen Wümme gab es in der Nacht einen Deichriss.  © Focke Strangmann/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Nordrhein-Westfalen, Lippstadt: Der Fluß Lippe ist über das Ufer getreten und hat zwei Fußballplätze mit Wasser umspült. Trotz örtlicher Regenpausen führen zahlreiche Bäche und Flüsse in Nordrhein-Westfalen weiterhin Hochwasser. (Aufnahme mit einer Drohne)
Nordrhein-Westfalen, Lippstadt: Der Fluß Lippe ist über das Ufer getreten und hat zwei Fußballplätze mit Wasser umspült. Trotz örtlicher Regenpausen führen zahlreiche Bäche und Flüsse in Nordrhein-Westfalen weiterhin Hochwasser. (Aufnahme mit einer Drohne) © Friso Gentsch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Niedersachsen, Oldenburg: Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks (THW) bereiten auf einem Parkplatz zahlreiche Sandsäcke zur Ausgabe an die Anwohner im Bereich der Hunte am Achterdiek vor. Die Hochwasserlage bleibt in vielen Regionen Niedersachsens angespannt.
Niedersachsen, Oldenburg: Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks (THW) bereiten auf einem Parkplatz zahlreiche Sandsäcke zur Ausgabe an die Anwohner im Bereich der Hunte am Achterdiek vor. Die Hochwasserlage bleibt in vielen Regionen Niedersachsens angespannt.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Niedersachsen, Hollen: Ein Blick auf eine mit gefüllten Sandsäcken geflickte Bruchstelle im Deich der Hollener Ehe rund 90 km nördlich von Bremen. An mehreren Stellen war über Weihnachten der Deich in Hollen durch den Druck des Hochwassers gebrochen.
Niedersachsen, Hollen: Ein Blick auf eine mit gefüllten Sandsäcken geflickte Bruchstelle im Deich der Hollener Ehe rund 90 km nördlich von Bremen. An mehreren Stellen war über Weihnachten der Deich in Hollen durch den Druck des Hochwassers gebrochen. © Lars Penning/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Niedersachsen, Hollen: Einsatzkräfte flicken die Löcher im Deich mit gefüllten Sandsäcken. Damit werden die Bruchstellen im Deich der Hollener Ehe rund 90 km nördlich von Bremen geflickt. An mehreren Stellen war der Deich über Weihnachten in Hollen durch den Druck des Hochwassers gebrochen.
Niedersachsen, Hollen: Einsatzkräfte flicken die Löcher im Deich mit gefüllten Sandsäcken. Damit werden die Bruchstellen im Deich der Hollener Ehe rund 90 km nördlich von Bremen geflickt. An mehreren Stellen ist der Deich in Hollen durch den Druck des Hochwassers gebrochen. Einsatzkräfte sichern den Deich mit Sandsäcken. © Lars Penning/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Thüringen, Windehausen: Ein Krankenwagen fährt über eine von Hochwasser überflutete Straße nach Windehausen. Die Hochwasserlage hatte sich in Nordthüringen über Weihnachten stark angespannt. Der Ort Windehausen im Kreis Nordhausen wurde sogar komplett evakuiert.
Thüringen, Windehausen: Ein Krankenwagen fährt über eine von Hochwasser überflutete Straße nach Windehausen. Die Hochwasserlage bleibt in Nordthüringen weiter angespannt. Der Ort Windehausen im Kreis Nordhausen ist vom Wasser eingeschlossen und sollte ab Montagmittag komplett evakuiert werden. © Stefan Rampfel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Niedersachsen, Oker: Blick auf die Staumauer der vollen Okertalsperre. Für die Flussgebiete der Oker und der Innerste warnte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) an Weihnachten vor einer weiteren Verschärfung der Hochwasserlage.
Niedersachsen, Oker: Blick auf die Staumauer der vollen Okertalsperre. Für die Flussgebiete der Oker und der Innerste warnte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) vor einer weiteren Verschärfung der Hochwasserlage.  © Thomas Schulz/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Nordrhein-Westfalen, Ottbergen: Blick auf eine überflutete Straße. Die Nethe, ein Nebenfluss der Weser, ist hier über das Ufer getreten. Der Wasserstand der Weser ist in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Angesichts anhaltender Regenfälle und gesättigter Böden bleibt die Hochwassergefahr in Teilen von Deutschland hoch.
Nordrhein-Westfalen, Ottbergen: Blick auf eine überflutete Straße. Die Nethe, ein Nebenfluss der Weser, ist hier über das Ufer getreten. Der Wasserstand der Weser ist in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Angesichts anhaltender Regenfälle und gesättigter Böden bleibt die Hochwassergefahr in Teilen von Deutschland hoch.  © Friso Gentsch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Wetter-Lage weiter angespannt: DWD sagt weiter Dauerregen voraus

Der Deutsche Wetterdienst sagte weiteren Dauerregen in mehreren Regionen voraus, vor allem von den westlichen Mittelgebirgen bis zum Harz, hieß es in einer DWD-Unwetterwarnung vom späten Montagabend. Außerdem werde es mancherorts stürmisch. In der Nacht sollte es starke, im Nordwesten auch stürmische Böen geben, die sich im Laufe des Tages nach Norden ausdehnten. An Bächen und Flüssen sei Hochwasser zu erwarten. Neben Überschwemmungen könne es auch zu Erdrutschen kommen. Der Großteil des Landes bleibe im Einflussbereich milder und sehr feuchter Luftmassen.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) warnte vor Sturmfluten im Wesergebiet und an der niedersächsischen Nordseeküste. Konkret wurden Bremen, Bremerhaven, Elsfleth, Brake und Rechtenfleth an der Weser sowie Wilhelmshaven an der Nordsee genannt.

Rubriklistenbild: © Imago

Kommentare