- VonAnna-Lena Kiegerlschließen
Johannes Welteschließen
Mit Bisswunden am ganzen Körper wurde in Südtirol ein vermisster Mann gefunden. Jetzt steht fest: Mehrere Füchse hatten ihn lebend übel zugerichtet. Der Rentner starb im Krankenhaus, allerdings an Unterkühlung
Update vom 24. Februar, 13.10 Uhr: Nach einer Untersuchung der DNA der Raubtiere, die dem noch lebenden Rentner große Wunden zugefügt haben, steht fest, dass diese Wunden weder von einem Wolf oder einem Hund sondern mehreren Füchsen stammten. Das berichtet am Samstag (24. Februar) der italienische Sender RAI. Aufgrund der Bissverletzungen waren die Carabinieri zunächst davon ausgegangen, dass der 73-jährige Mann von einem Hund, Wolf oder auch Schakal angefallen worden sein könnte und dabei tödliche Verletzungen erlitt. Die Obduktion zeigte, dass die Bissverletzungen nicht tödlich waren, der Mann war erfroren. Nach Informationen von IppenDigital litt er an einer Krankheit, sodass er möglicherweise gestürzt war und bewusstlos gewesen ist, als sich die Füchse über ihn hermachten.
Update vom 21. Februar, 23.10 Uhr: Der Fall wird immer mysteriöser. Der Tod eines 73-Jährigen stellte die Ermittler vor ein Rätsel. Die Staatsanwaltschaft Bozen teilt mit, dass der Mann an starker Unterkühlung starb und nicht an den Verletzungen, die ihm ein bislang noch unbekanntes Tier zugefügt hatte. Die Körpertemperatur habe nur noch 22 Grad betragen, heißt es im Obduktionsbericht.
Die festgestellten Hautverletzungen „scheinen dagegen auf die Einwirkung von Tieren, wahrscheinlich Hundeartigen, zurückzuführen zu sein, da Hautabschürfungen vorhanden sind, die auf einen Tierbiss hindeuten.“ Die Verletzungen hätten keine lebenswichtigen Organe betroffen.
Bisswunden an der Leiche stammten von einem Tier – DNA-Analyse steht noch aus
Tatsächlich sollen dem Mann aber Körperteile gefehlt haben, berichten Einheimische. Bis Donnerstag, sollen die Ergebnisse einer DNA-Analyse vorliegen, die klären sollen, um welches Tier es sich handelte. Das Portal puls24.at berichtet wiederum unter Berufung auf die Carabinieri, dass diese den Wachhund der Familie in Verdacht hätten, dem 73-Jährigen die Bisswunden zugefügt zu haben.
Frau findet bewusstlosen Mann mit Bisswunden in Wiese nahe Brixen: Bereits seit Sonntag vermisst
Erstmeldung vom 19. Februar 2024
Brixen – Der seit gestern Abend (18. Februar) vermisste Albert S. aus Feldthurns in Südtirol konnte heute Morgen (19. Februar) aufgefunden werden, darüber berichten mehrere ortsansässige Medien. Eine Frau, die mit ihrem Hund unterwegs gewesen war, fand den 73-Jährigen am Morgen mit lebensgefährlichen Verletzungen in einer Wiese bei einer Sportzone nahe Pinzagen auf. Die Gemeinde befindet sich nahe der Stadt Brixen im italienischen Teil Tirols. Der Mann wies mehrere Bissverletzungen auf und erlag wenig später seinen Verletzungen. Ein Tierangriff wird vermutet, muss aber noch bestätigt werden.
Albert S. wies Bisswunden an Hals, Oberkörper, sowie an den Armen auf. Gewissheit, wie er sich diese Verletzung zugezogen hat, wird es jedoch erst nach genauerer Untersuchung, sowie einem DNA-Test geben. Die Frau, die den Vermissten heute Morgen fand, erklärt gegenüber stol.it.: „Ich war mit meinem Hund spazieren, als ich den Mann neben dem Weg regungslos liegen sah.“ Er habe zwar noch geatmet, aber die Augen seien geschlossen gewesen. „Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte habe ich mit ihm gesprochen, damit er bei Bewusstsein bleibt“, beschreibt die Frau die Situation.
Die Rettungskräfte haben sich zu diesem Zeitpunkt bereits in der Gegend befunden, da sie auf der Suche nach dem 73-Jährigen waren. Sie reanimierten Albert S. sofort, anschließend wurde er von einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus in Bozen geflogen. Im Einsatz befanden sich eine Bergrettung, mehrere freiwillige Feuerwehren, eine Hundestaffel, sowie Behörden. Die genaue Ursache der Verletzungen und ob es sich dabei wirklich um den Angriff eines Tieres handelt, müssen die Untersuchungen zeigen. Wie rainews.it berichtet, vermuten die Carabinieri jedoch, dass ein Wolf für die Verletzungen verantwortlich sein könnte.
Auch in Bayern tauchen wieder mehr Wölfe auf. So wurden in der Nähe von Aying tote und verletzte Schafe gefunden. Die Vermutung: ein Wolf könnte hier sein Unwesen getrieben haben. Die Landwirtsfamilie ist beunruhigt. Und auch für Hundehalter ein Grund zur Vorsicht, denn die Begegnung zwischen Wolf und Hund kann kritisch werden.
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