Fragen zur Pandemie

Corona und Omikron BA.5: Antworten auf alle Fragen über die Corona-Variante

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Fragen zu Omikron BA.5 und Corona in Deutschland gibt es zuhauf: die wichtigsten Antworten auf die gängigen Fragen über Covid-19 und die Corona-Varianten.

Berlin – Deutschland befasst sich dieser Tage vor allem mit einem: Wellen. Von der Hitzewelle 2024, über die Corona-Sommerwelle bis hin zu den befürchteten Corona-Wellen in Herbst und Winter. Aktuell zeigt sich besonders die Corona-Variante Omikron BA.5 in Deutschland als Pandemietreiber. Doch wie lange ist man infektiös, wann kann man sich freitesten und: Wie lange ist man nach einer Infektion immun? Die Antworten auf die wichtigsten Fragen finden Sie in einer Übersicht der Kreiszeitung.

Omikron BA.5 und andere Subtypen: Wie lange ist man bei der Corona-Variante Omikron infektiös?

Wie lange kann ich jemanden anstecken, wenn ich mich mit Omikron infiziert habe? Bei einer Corona-Infektion mit Omikron BA.5 oder anderen Subtypen stellt sich immer auch die Frage, wie lange man infektiös ist. Die schlechte Nachricht ist, eine klare Antwort darauf ist nicht möglich. Es verhält sich ähnlich wie mit den Krankheitszeichen: während einige über plagende Symptome, etwa wegen Omikron BA.5, klagen, verläuft die Ansteckung bei anderen asymptomatisch. Ähnlich bei der Frage nach der Dauer der Infektiösität: Sie ist individuell. Einige Personen sind deutlich länger als fünf Tage ansteckend, andere wiederum nicht, allgemeingültige Aussagen lassen sich daher kaum treffen – zumindest nicht seriös.

Ein Abstrich wird in einem Labor auf das Coronavirus untersucht. Noch immer gibt es viele Unklarheiten rund um das Virus. (Symbolbild)

Corona und Omikron BA.5: Wann kann man sich frühestens aus einer COVID-19 Isolation „freitesten“?

Eine weitere gängige Frage rund um Corona-Infektionen lautet: Wann kann man sich frühestens aus einer COVID-19 Isolation „freitesten“? Die Antwort darauf: Nach fünf Tagen. Das gilt unabhängig davon, ob es sich um eine Infektion mit Omikron BA.5 oder einer anderen Subvariante handelt. Bei einem positiven Corona-Test gilt eine gesetzlich vorgeschriebene Isolationsdauer von fünf Tagen – erst dann kann sich freigetestet werden. Bei Infektionen mit Omikron BA.5 berichten Betroffene wieder vermehrt von stärkeren Symptomen – an das Verlassen des Hauses ist für einige in diesem Zeitraum also ohnehin nicht zu denken.

Corona: Was sollte ich beachten im Fall eines positiven COVID-19 Testergebnisses, aber ohne Symptome?

Im Zuge der Corona-Pandemie gibt es dennoch immer wieder Fälle von asymptomatischen Infektionen. Was sollte ich also beachten im Fall eines positiven COVID-19 Testergebnisses, aber ohne Symptome? Auch bei einer Infektion mit Corona, die asymptomatisch verläuft, gelten die gleichen Regeln: Es muss sich isoliert werden und die Isolation darf erst nach frühestens fünf Tagen beendet werden. Um sicherzugehen, dass das Ergebnis des Schnelltests korrekt war, bietet sich ein PCR-Test an. Bei dessen Ergebnis lässt sich am CT-Wert wiederum erkennen, wie infektiös man ist. In Deutschland wird derweil wieder über die Isolationspflicht diskutiert – noch besteht sie allerdings, und das vermutlich auch weiterhin.

Was gilt bei Corona und Omikron BA.5? Wie lange ist man nach einer COVID-19 Infektion immun?

Wie lange ist man nach einer COVID-19 Infektion immun? Auch diese Frage beschäftigt viele, die gerade eine Corona-Erkrankung durchgestanden haben. Die erneut schlechte Nachricht: Auch auf diese Frage gibt es keine seriöse, allgemeingültige Antwort. Die Immunantwort auf eine Infektion, ebenso wie auf die Impfung, fällt von Person zu Person unterschiedlich aus. Lange gingen Experten davon aus, dass die Antikörper gegen Corona drei bis sechs Monate im Blut sind.

Der MDR berichtet nun von Studien, denen zufolge Antikörper nach einer Infektion oder Impfung deutlich länger nachweisbar sind, nämlich ein bis zwei Jahre. Wie lange man immun ist, lässt sich damit aus noch einem weiteren Grund trotzdem nicht genau beantworten: Dieser Grund sind Subvarianten. Immer wieder neue Subtypen der Corona-Pandemie können etwa den Impfschutz umgehen. Zuletzt wurde über die Omikron-Variante Omikron BA.2.75 berichtet.

Was sind die typischen Symptome einer COVID-19-Infektion? Das gilt bei der Corona-Variante Omikron BA.5

Doch was sind die typischen Symptome einer COVID-19-Infektion? In Bezug auf die aktuell grassierende Corona-Variante Omikron BA.5 gilt, dass die Verläufe unter Omikron allgemein insgesamt oft milder sind, als noch bei der Delta-Variante. Es treten deutlich seltener Geruchsverlust oder Geschmacksverlust auf. Das ist allerdings nicht misszuverstehen: Auch Omikron-Verläufe können qualvoll sein, wie der Erlebnisbericht einer Kreiszeitungs-Redakteurin zeigt, die Corona hatte und die Symptome und den Verlauf einer Infektion mit Omikron BA.5 schildert.

Omikron BA.5: Symptome der Corona-Variante

Fieber

Husten  

Müdigkeit und Erschöpfung

Gliederschmerzen

Kopfschmerzen

Halsschmerzen

Verstopfte oder laufende Nase

Appetitlosigkeit

Durchfall

Übelkeit

Hautauschlag

Vermehrtes Träumen

Nachtschweiß

Doch aufgepasst: Es können auch andere, oder in manchen Fällen gar keine, Symptome auftreten. Zuletzt klagten viele Betroffene im Zuge einer Omikron BA.5-Infektion über Übelkeit, Ausschlag und Nachtschweiß. Bekannt ist zudem, dass Omikron BA.5 zu Symptomen an Nägeln und Haut führen kann. Eine Infektion ist in vielen Fällen jedoch nicht klar an ihren Symptomen auszumachen: Oft treten nur einzelne Krankheitszeichen auf, die sich leicht mit einer Grippe verwechseln lassen. Aufschluss gibt nur ein Antigen-Schnelltest, der mittlerweile meist kostenpflichtig ist. Während der Sommertage sorgt zudem die Hitze dafür, dass nächtliche Schweißausbrüche als Symptom oft unerkannt bleiben.

Corona und Omikron BA.5: Wer hat das größte Risiko, an Long Covid zu erkranken?

Wer hat im Zuge einer Infektion mit dem Corona-Virus das größte Risiko, an Long Covid zu erkranken? Wie der NDR berichtet, wird davon ausgegangen, dass chronische als auch psychische Vorerkrankungen ebenso wie ein schwerer Verlauf das Risiko für Long Covid besonders erhöhen. Ein weiterer Risikofaktor soll eine frühere Epstein-Bar-Infektion sein, sowie die Erkrankung an Diabetes. Am häufigsten tritt Long Covid im jungen bis mittleren Erwachsenenalter auf. Frauen scheinen dabei häufiger betroffen zu sein, als Männer, ebenso trifft es wirtschaftlich benachteiligte Menschen öfter.

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Aktuellen Studien nach verdoppelt sich nach einer zweiten Corona-Infektion das Risiko für Long Covid. Das erklärt auch, wieso Menschen im Gesundheitssektor öfter von Long Covid betroffen sind: sie infizieren sich häufiger. Eine Reinfektion mit der Corona-Variante Omikron BA.5 ist bereits nach vier Wochen wieder möglich. Es gibt Hinweise darauf, dass eine Covid-19-Impfung das Risiko für Langzeitfolgen verringert.

Nach Corona-Infektion mit Omikron BA.5 oder anderen Subtypen: Ab wann die vierte Impfung erhalten?

Wer eine vierte Impfung einplant, jedoch gerade erst eine Corona-Infektion durchgestanden hat, sollte noch etwas Geduld haben. Grund hierfür: Zwischen Infektion und Impfung sollen laut Experten mindestens drei Monate Zeit liegen. Wer sich jetzt infiziert, sollte die Booster-Impfung also frühestens in drei Monaten erhalten.

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa/Symbolbild

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