VonAlexander Eser-Rupertischließen
Eine Corona-Infektion bringt meist bestimmte Symptome mit sich. Viele sind unspezifisch – und eines wird im Sommer oft gar nicht erkannt.
Berlin – Bestimmte Symptome deuten auf eine Infektion mit dem Coronavirus hin. Viele davon lassen zumindest eindeutig auf eine Erkrankung schließen – selbst wenn es letzten Endes keine Corona-Infektion ist, werden sie als Warnzeichen erkannt. Doch es gibt ein Symptom, auch der Subvariante Omikron BA.5, das gerade in den heißen Monaten, besonders während der erwarteten Hitzewelle in Deutschland, unerkannt bleiben könnte. Um welches Omikron-Symptom es sich dabei handelt und wieso eine Infektion mit der Corona-Variante mittlerweile oft schwer zu erkennen ist?
Corona-Sommerwelle: Omikron-Symptom bleibt während der Hitzewelle im Sommer oft unerkannt
Die Corona-Sommerwelle der rollt und die Hitzewelle kommt auch in Niedersachsen. Lange war davon ausgegangen worden, dass die Fallzahlen im Sommer niedrig bleiben würden – das Gegenteil ist der Fall. Tatsächlich gibt es einen Zusammenhang zwischen beiden „Wellen“, der die Erkennung einer Corona-Infektion erschweren könnte. Gerade die Hitzewelle sorgt dafür, dass ein spezielles Omikron-Symptom in den kommenden Wochen wohl manches Mal unerkannt bleibt.
Omikron-Symptom: Schweißausbrüch bleibe bei Hitze im Sommer oft unerkannt
Die Rede ist von Schweißausbrüchen als unerkanntes Omikron-Symptom bei Hitze im Sommer. Immer öfter hatte es zuletzt Berichte über derartige Beschwerden im Rahmen von Corona-Infektionen gegeben. Der Immunologe Luke O‘Neill erklärte im Podcast von Newstalk „The Pat Kenny Show“ kürzlich: „Die Krankheit ist etwas anders, weil sich das Virus verändert hat. Es gibt eine gewisse Immunität gegen das Virus, mit den T-Zellen und so weiter. Und diese Mischung aus dem Immunsystem und dem leicht veränderten Virus kann zu einer leicht veränderten Krankheit führen - mit seltsamerweise nächtlichen Schweißausbrüchen als Merkmal.“
Symptome Omikron: Wer sich infiziert hat, zeigt oft unspezifische Anzeichen
Die Symptome bei Omikron sind in vielen Fällen nicht klar einer Infektion mit dem Corona-Virus zuzuordnen. Es treten immer wieder Symptome auf, die auch bei anderen Erkrankungen nicht ungewöhnlich sind – sie zuzuordnen ist daher nicht einfach. Relativ einfach zuzuordnende Corona-spezifische Anzeichen wie Geschmacksverlust treten nicht mehr bei allen Virusvarianten auf. Zu den gängigen Symptomen gehören unter anderem Husten, Fieber und Schüttelfrost. Immer wieder ist auch Durchfall ein Omikron-Symptom. Darüber hinaus können Übelkeit oder Erbrechen auftreten, ebenso wie Kurzatmigkeit und Gliederschmerzen.
Die Liste ist lang, ob, und wenn ja wie viele, Symptome auftreten ist unterschiedlich. Manche Infektionen verlaufen fast oder vollständig ohne Symptome. Relative Sicherheit können nur Tests bringen, derweil sind Antigen-Schnelltests mittlerweile kostenpflichtig, zumindest in den meisten Fällen. Auch mit Impfungen gibt es in vielen Fällen höchst unangenehme Verläufe, wie der Erlebnisbericht einer Redakteurin zeigt.
Omikron-Symptome und die Forschung: Vieles über das Corona-Virus ist bekannt – und vieles nicht
Die Omikron-Symptome sind nun also noch zahlreicher geworden. Die Wissenschaft lernt immer mehr über das Corona-Virus, Omikron BA.5 und alle anderen Subtypen, die es so gibt, etwa Omikron BA.2.75. Vieles ist bereits bekannt über das Virus, gigantisch sind die Ressourcen, die in die Erforschung der Krankheit gesteckt werden. Wenngleich der Wissensstand sich also kontinuierlich fortentwickelt, ist eine Erkenntnis entscheidend: Es gibt vieles, was nicht bekannt ist.
Der weitere Verlauf der Pandemie kann daher ebenfalls nicht verlässlich vorhergesagt werden. Der Ministerpräsident von Niedersachsen, Stephan Weil (SPD), fasste dies so zusammen: „Alles, was ich höre, lässt sich in einem einfachen, kleinen Satz zusammenfassen: Wir wissen es noch nicht“. Weil will deshalb wieder mehr Instrumente, um gewappnet zu sein, auf das, was im Herbst und Winter kommt. Die Ungewissheit bleibt vorerst groß.
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