Gerölllawine: Italiens nördlichste Gemeinde zeitweise von Außenwelt abgeschnitten
VonRichard Strobl
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Italien leidet aktuell unter extremen Wetterbedingungen. In Südtirol hat ein Steinschlag eine Straße verschüttet und eine Gemeinde zeitweise komplett isoliert.
Betroffen war am Freitagnachmittag die Gemeinde Prettau im Ahrntal. Sie ist die nördlichste Gemeinde Italiens an der Grenze zu Österreich. Kurz vor 15 Uhr ging der Steinschlag nach Angaben von Rai ab und traf die Zufahrtsstraße im Ahrntal in der sogenannten „Klamme“.
Gerölllawine isoliert nördlichsten Ort Italiens von der Außenwelt
Verletzt wurde bei dem Steinschlag Gott sei Dank niemand. Allerdings musste der Verkehr auf beiden Spuren komplett gesperrt werden. Dadurch konnte über Stunden niemand aus dem Dorf heraus oder in das Dorf hinein. In Bretthart leben knapp 600 Menschen. Knapp 40 Kubikmeter Geröll versperrten ihnen den Durchgang. Die Einsatzkräfte – unter anderem von der Freiwilligen Feuerwehr Prettau und Steinhaus – rückten anschließend mit zwei kleineren Baggern an, um die Fahrbahn wieder freizubekommen.
Steinschlag in Südtirol: Einsatzkräfte versuchen Straße freizubekommen
Kurz nach 19 Uhr ein Teilerfolg: Die Straße konnte einspurig wieder befahren werden. Somit war Prettau auch nicht mehr komplett isoliert. Allerdings war am Abend noch offen, wann die Straße wieder komplett frei sein würde. Für den Prettauer Bürgermeister nur ein weiteres Beispiel, warum man für die Straße eine Tunnel-Verbauung brauche. Dies habe er schon mehrfach gefordert, sagte Alexander Steger gegenüber Rai.
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