Zähne sogar auf der Zunge

Sensationeller Fund sorgt für Staunen: Mann fischt seltene Tiere aus Meer – „Noch nie gesehen“

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Ein Fischer zieht gefährlich anmutende Lebewesen aus der Adria. Sie haben sogar Zähne auf der Zunge. Doch sind sie giftig?

Mali Lošinj – Einige Menschen haben es sich zum Hobby gemacht, nach seltenen Kreaturen oder auch Funden aus dem Meer Ausschau zu halten – andere haben dagegen Berufe, die dafür prädestiniert sind, interessante Entdeckungen zu machen. So auch der Beruf des Fischers. In Kroatien zog ein Fischer daher kürzlich einen sehr urzeitlich anmutenden Fund aus dem Wasser.

Fischer zieht furchteinflößenden Fisch aus dem Wasser – Zähne im Maul und auf der Zunge

Der Fang, den der kroatische Fischer mit dem Namen Zdravko Kraljić aus dem Wasser zog, hat viele scharfe Zähne und ist etwa 30 Zentimeter lang. Der Fang kommt aus etwa sieben Metern Tiefe und wurde am 15. Juli gegen sechs Uhr morgens entlang der Insel Orijule im Malološinj-Archipel eingeholt. So die Eckdaten, die der Mann der kroatischen Zeitung morski.hr erzählt. Die Bilder, die er von den Fischen dazu schickt, können glatt ein wenig furchteinflößend wirken.

Zuletzt fanden Forscher auch ein 240 Millionen Jahre altes Drachen-Fossil in China.

Der kroatischen Zeitung erzählt er von seinem kuriosen Fund: „Obwohl ich mein ganzes Leben lang auf See war, habe ich so etwas noch nie zuvor gesehen. Ich habe die Bilder an andere Fischer weitergeleitet, sie haben sie (die Fische, d.Rd.) auch nie gesehen. Die Antwort wurde erfolglos in verschiedenen Büchern über die Fische der Adria gesucht.“

Angst vor giftigem Fisch – Er wird bis zu 40 Zentimetern lang

Weil er Angst davor hatte, die Fischart könnte giftig sein, „endeten sie statt in einer Pfanne als Brummen“, wie er erklärte. Dass es sich nicht um einheimische Fische handeln kann, davon war der Mann überzeugt.

Tatsächlich sind die gefährlich aussehenden Fische sogenannte Eidechsenfische, mit dem lateinischen Namen „Synodus saurus“. Die gute Nachricht zuerst: Wie auf meerwasser-lexikon.de nachzulesen ist, ist bei der Fischart „keine Vergiftungsgefahr bekannt“. Er frisst andere kleine Fische und wird bis zu maximal 40 Zentimeter lang. Man findet den Eidechsenfisch in einer Meerestiefe bis zu 400 Metern.

Ein Eidechsenfisch im Wasser.

Fisch ist ungefährlich – in bestimmter Region hat er einen Spitznamen

Im Fischlexikon ist zu lesen, dass Eidechsenfische Lauerjäger sind, „die sich oft im Bodensediment eingraben oder zwischen Felsen oder Korallen auf ihre Beute lauern. Sie ernähren sich von Knochenfischen, Garnelen oder Kopffüßern.“ Das Tier wird folgendermaßen beschrieben: „Das Maul dieser Raubfische ist tief gespalten und mit zahlreichen spitzen Zähnchen besetzt. Auch auf ihrer Zunge sitzen Zähne. Ihre Flossen besitzen keine Stachelstrahlen. Arten aus dem Tiefwasser sind in der Regel kräftig rot gefärbt, während Arten, die in flachen Regionen leben, eher gelblich-braun gefärbt sind.“

Laut morski.hr sind die Fische jedenfalls tatsächlich schon in der Adria heimisch – allerdings eher in der südlichen Adria. Rund um die Gegend von Dubrovnik haben die Fische so schon ihren eigenen Spitznamen, „Blavor“, eine Art schlangenartige Eidechse.

Zuletzt sorgte auch ein kurioser Fund an der Fischtheke für Aufsehen: Ein Kunde beschrieb die Masse als „dickflüssig“. Ein anderer Fischer meldete dagegen ebenfalls einen beeindruckenden Tier-Fund aus dem Meer – diesmal vor einer Insel in Norwegen. (jh)

Rubriklistenbild: © blickwinkel/IMAGO

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