„Da wird dir anders“

„Super gruselig“: Deutscher Griechenland-Urlauber spürt Erdbeben auf Touristeninsel

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Ein deutscher Urlauber hat auf der griechischen Urlaubs-Insel Rhodos ein Erdbeben gespürt, auch der Alarm auf dem Handy löste aus.

Rhodos - Es ruckelte und hörte sich an wie „ein Rollwagen der Putzkräfte, nur viel lauter. Es war verrückt“, wird ein Erdbeben aus Griechenland vermeldet. Die griechischen Inseln wie beispielsweise Kreta, Rhodos, Kos oder Korfu sind das Ziel vieler für den jährlichen Urlaub.

Touristen aus der ganzen Welt fliegen gerne ans Ionische Meer, in die Ägäis oder ans Mittelmeer. Auch ein deutsches Touristenpaar suchte sich Rhodos als Ziel aus - die Insel hat einiges zu bieten, inklusive Erdbeben.

Erdbeben auf Rhodos „war echt verrückt, für ein Sekunden hat der Raum gewackelt“

Im Süden der Insel zwischen Plimmyri und Lachania ist das Paar vollen Lobes. Die ruhige Lage des Resorts, kein ständiges Liegen reservieren und gutes Wetter. Doch am Abend des 12. Juni, kurz vorm Einschlafen, ruckelte drei Sekunden der Boden. „Das war gruselig“, sagt der 31-Jährige IPPEN.MEDIA und schildert den Moment, den das Paar im Zimmer erlebte: „Es war echt verrückt. Es hat sich angehört wie ein Rollwagen der Putzkräfte, der über den Gang klimpert - aber viel zu laut. Für ein paar Sekunden hat der ganze Raum gewackelt und vibriert. War das ein Erdbeben? Ja, das war ein Erdbeben? Von Google folgte direkt eine Benachrichtigung.“

Antike Stätten, atemberaubende Strände, Wunder der Natur: Zehn traumhafte Urlaubsspots in Griechenland

Odeon des Herodes Atticus in Athen
Neben Rom ist Athen eine der geschichtsträchtigsten Städte Europas. Sie gilt als die Wiege der Demokratie und hat bekannte Philosophen wie Sokrates, Platon und Aristoteles hervorgebracht. Über der Metropole thront die Akropolis mit dem Parthenon und dem Heiligtum des Zeus, das Highlight eines jeden Besuchs der griechischen Hauptstadt. Am Fuß des Akropolis-Felsens befindet sich außerdem das Odeon des Herodes Atticus (wie auf dem Foto zu sehen), in dem auch heute noch Veranstaltungen stattfinden.  © Pond5 Images/Imago
Blick auf das Küstendorf Oia auf Santorin.
Die griechische Kykladeninsel Santorini ist lange kein Geheimtipp mehr und wird in den Sommermonaten geradezu von Touristen überrannt. Allen voran das malerische Dörfchen Oia ist ein wahrer Besucher-Hotspot – jeder möchte die typischen, weiß gekalkten Häuser sehen, die sich an die Klippen schmiegen. Wer die verwinkelten Gassen in Ruhe erkunden möchte, kann in der Nebensaison im April oder Oktober dorthin reisen. © imago-images
Kap Drastis auf Korfu in Griechenland
Korfu zählt zu den bekanntesten Urlaubsdestinationen Griechenlands. Touristen wissen hier vor allem die unzähligen Strände zu schätzen, die an allen Ecken und Enden der Insel zu finden sind. Aber Korfu hat noch mehr zu bieten – wie den Aussichtspunkt am Kap Drastis (hier auf dem Bild zu sehen), die alte venezianische Festung in Korfu-Stadt oder den Achilleion-Palast der Kaiserin Sisi.  © Liubomir Paut/Imago
Vikus-Schlucht in Griechenland
Wer in Griechenland etwas mehr von der Natur sehen möchte als die Strände, liegt mit dem Pindos-Gebirge im Nordwesten des Landes genau richtig. Dort befindet sich mit der Vikos-Schlucht laut dem Guinness-Buch der Rekorde die “tiefste Schlucht der Welt”, ihre Kalksteinwände führen fast senkrecht rund 1.000 Meter in die Tiefe. Eine tolle Aussicht auf die Landschaft bietet sich vom heute verlassenen Kloster Paraskevi, das direkt in die Felsen gebaut wurde. © Giorgos Efstathiou/Imago
Gasse im Fischerdorf Naoussa auf der griechischen Insel Paros
Paros ist eine der eher unbekannten Inseln der Hellenischen Republik – dabei hat sie alles zu bieten, was man sich von einem Griechenland-Urlaub nur wünschen kann. Weiße Sandstrände, spektakuläre Felsformationen und malerische Orte mit weißen Häusern, blauen Fensterläden und üppigen Blumen an der Fassade. Ein Beispiel dafür ist die Hafenstadt Naoussa, die dank ihrer Kykladen-Architektur ihren Charme als Fischerdorf behalten hat. © Natallia Pershaj/Imago
Ruinen der antiken Stätte Olympia in Griechenland
Die südlichste Halbinsel Griechenlands, Peloponnes, bietet einen perfekten Mix aus Kultur- und Badeurlaub. Einige der berühmtesten antiken Stätten befinden sich hier – darunter das Heiligtum des Zeus, Olympia, welches auch der Geburtsort der Olympischen Spiele ist. Wer nach einem anstrengenden Tag voller Besichtigungen entspannen möchte, hat die Wahl zwischen einigen der schönsten Strände Griechenlands. Ein Beispiel ist der Divari Beach, der sich über mehrere Kilometer an einer lagunenartigen Bucht erstreckt.  © YAY Images/Imago
Das Dorf Assos auf der griechischen Insel Kefalonia
Griechenland verfügt mit Rhodos, Korfu und Kreta über zahlreiche beliebte Urlaubsinseln – sehenswert ist jedoch auch das vergleichsweise kleine Eiland Kefalonia. Vor einer atemberaubenden Bergkulisse befinden sich idyllische Dörfer wie Assos – eine Aneinanderreihung von bunten Häusern, die zum Flanieren einladen. Außerdem gibt es zahlreiche weiße Sand- und Kieselstrände für einen entspannten Nachmittag. © YAY Images/Imago
Luftaufnahme des Weißen Turm von Thessaloniki
Viel Kultur und etwas Auszeit am Strand – dafür ist die Hafenstadt Thessaloniki im Norden Griechenlands perfekt geeignet. Über die Jahrhunderte weg haben hier Römer, Makedonier und Osmanen geherrscht, was sich im Stadtbild widerspiegelt. Zu den beeindruckendsten Bauwerken zählen die Hagia Sophia – nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Kirche in Istanbul -, der Weiße Turm und die Rotunde des Galerius. Da die Stadt im Gegensatz zu den südlichen Regionen nicht zu sehr von Touristen überlaufen ist, lässt sich wunderbar das authentische Griechenland kennenlernen.  © Pond5 Images/Imago
Klöster von Meteora
Die Klöster von Meteora zählen aufgrund ihrer einzigartigen Lage auf der Spitze von 500 Meter hohen Sandsteinfelsen zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten Griechenlands. Sie befinden sich in der Region Thessalien, nahe der Stadt Kalambaka. Die Baumaterialien sollen mithilfe von Seilen und Aufzügen auf die Felsen geschleppt worden sein – erst später wurden Wege gebaut, um den Aufstieg zu erleichtern. Von den einst 24 Klöstern können heute noch sechs besichtigt werden. © Dmitry Rukhlenko/Imago
Elafonissi Beach auf Kreta
Kreta ist das perfekte Urlaubsziel für Reisende, die alle Aktivitäten abdecken wollen: Wandern in der Samaria-Schlucht, Kultur erleben am Palast von Knossos und Entspannen am Strand. Besonders schön ist hier der Elafonissi-Strand im Südwesten der Insel. Das Wasser ist nicht nur kristallklar, sondern der Strand an einigen Stellen zartrosa verfärbt – das liegt an Tausenden zerbrochenen Muscheln, die sich im Sand befinden.  © Imago

Bei der Nachfrage an der Rezeption merkten die Urlauber schnell, dass es keinen Grund zur Besorgnis gibt. „Wenn du es das erste Mal mitbekommst und gar nicht kennst, da wird dir schonmal kurz anders.“ Erdbeben sind auf den griechischen Inseln nichts Ungewöhnliches. Immer wieder gibt es kleine Erschütterungen, die selten Auswirkungen haben. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) meldete auf ihrer Homepage um 22.19 Uhr etwa 22 Kilometer entfernt des Ortes Lardos auf der Insel Rhodos ein Erdbeben mit der Stärke 4,9. National Observatory of Athen (NOA) schätzt das Beben mittlerweile auf 4,8 ein.

Erdbeben mit einer Stärke von 4,8 - viele Zeugen melden ähnliche Erfahrungen

Bei der Google-Nachricht wurde bei der Erstmeldung noch eine Stärke von 5,3 angegeben. Erdbeben der Stärke 4 oder höher gibt es in diesem Epizentrum oder in der Nähe laut NOA durchschnittlich 14,9 Mal im Jahr. Das Erdbeben am 12. Juni gilt dennoch als das wohl stärkste in der Region seit einem Jahr, laut der Website.

Ein Erdbeben auf Rhodos spürten sehr viele Touristen. Der Google-Alarm zeigte kurz darauf eine erste Einschätzung. Mittlerweile wurde das Beben auf die Stärke 4,8 berichtigt.

Auch sehr viele weitere Zeugen melden im Internet ähnliche Erfahrungen wie das deutsche Paar. „Wände und das Gebäude wackelten, der Boden vibrierte“, schreibt eine Person aus Lardos. Vom Pallas Beach gibt es den Kommentar: „Drei Ruckler in kurzer Zeit. Wir waren im Strand und meine Frau sagte, es war, als würde ein Elefant hinter ihr stampfen.“ Viele andere Touristen bestätigen die Erfahrungen, verletzt hat sich soweit wohl niemand.

Auch beim Adria-Urlaub in Kroatien und Montenegro meldeten im vergangenen Jahr einige Touristen einen kurzen Schockmoment, als die Erde bebte. Auch auf der zweitgrößten Insel Kroatiens, bei Peljesac, schepperte es kurz einmal Ende Juli 2023. (ank)

Rubriklistenbild: © Screenshot Google / IMAGO / Pond5 Images

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