Spektakulärer „Superradweg“ in Gefahr

Riesige Felsstürze am Gardasee: „Ausmaß des Ereignisses hat alle überrascht“

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Zwei riesige Felsstürze sind am Westufer des Gardasees niedergegangen. Die Uferstraße wurde gesperrt. Sorgen machen sich Touristiker über den Gardaseeradweg.

Tremosine - Der Gardasee ist eine der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen und Österreicher, nirgends kann man so nahe der Heimat mediterranes Flair unter Palmen genießen. Besonders beliebt ist das Nordwestufer zwischen Salò, Limone und Riva, hier stürzen die Felswände besonders spektakulär in den größten See Italiens. Ein auf spektakuläre Weise an das felsige Ufer geschraubte Geh- und Radweg ist seit 2018 einer der großen Attraktionen dort.

Am Samstag erfüllte ohne Vorwarnung ein mächtiges Donnern die Felshänge bei der Gemeinde Tremosine südlich von Limone. Um 15 Uhr löste sich ein großer Fels aus der Wand oberhalb des Steilufers, zerstob in Tausende Brocken, die auf die alte Uferstraße niederprasselten. Der Erdrutsch ereignete sich an der Ponte del Camino, wo die Tunnel der Gardesana-Uferstraße enden. Hier zweigt auch die Forra-Straße zum Bergdorf Pieve ab.

Mit einer gewaltigen Staubwolke ging die Steinlawine auf die alte Uferstraße nieder.

Ranking: Die 15 schönsten und beliebtesten Urlaubsorte Italiens

Siena campo
Platz 15 belegt Siena in der Toskana. Mit der schönen Altstadt und unnachahmlichen Bauwerken zieht die Stadt Urlauber immer wieder in ihren Bann.  © Marco Brivio
Roca Vecchia in Apulien: Die Aufnahme der „Höhle der Poesie“ bei Sonnenuntergang
Roca Vecchial in Apulien: Die Aufnahme der „Höhle der Poesie“ bei Sonnenuntergang steht nur symbolisch für die vielen herrlichen Strände und Landschaften im Südosten Italiens. Rang 14 im IPPEN-Ranking. © IMAGO/Manuel Romano
Sizilien Letojanni
Die Strände Siziliens sind einzigartig und bezaubernd. Bei Check24 belegt die Insel daher den zwölften Platz. In diesem Ranking Platz Nummer 13. Auf dem Foto sieht man den Strand von Letojanni.  © Matthias Tödt
Mailänder Dom
Die norditalienische Metropole Mailand ist bekannt für die wunderschöne Altstadt und etliche teure Modemarken. Hier sieht man den Dom im Zentrum der Stadt. Im Ranking belegt Mailand den elften Platz. Bei Check24 sogar Platz 7.  © Oliver Weiken
Lago Maggiore
Auf Platz 11 ist der prachtvolle Lago Maggiore. Ein Teil des Sees ist in der Schweiz. Bei weg.de ist der Lago Maggiore sogar auf dem siebten Platz der beliebtesten Urlaubsorte in Italien.  © Nando Lardi
Bozen, Italien, Südtirol
Auch Südtirol ist unter Italien-Fans besonders beliebt. Hier erhascht man einen Blick über die Alpen auf die Stadt Bozen.  © Micha Korb
Elba sonnenuntergang
Die kleine Insel Elba ist momentan noch ein Geheimtipp. Hier erlebt man bezaubernde Natur und typische italienische Dörfer. Daher ein verdienter Platz neun.  © Karsten Jeltsch
Cinque Terre Italien
Unter Urlaubern ist außerdem die Cinque Terre besonders beliebt. Die meisten der fünf Dörfer erreicht man nur zu Fuß oder mit einer Bahn.  © Augst / Eibner-Pressefoto
Marina Grande capri
Nicht umsonst ist die kleine Insel Capri im Golf von Neapel ein regelrechter Touristenmagnet. Hier vor Ort kann man nicht nur durch wunderschöne Dörfer schlendern, sondern auch das Meer und die Natur genießen.  © Günter Gräfenhain
Colosseum in Rome
Italiens Hauptstadt Rom hat für alle Gäste etwas zu bieten und belegt daher den sechsten Platz. So zum Beispiel das weltberühmte Kolosseum. Im Ranking von Check24 belegt Rom sogar den zweiten Platz.  © Givaga
Venedig platz acht
Venedig ist mit seinen vielen Kanälen und kleinen Gassen einzigartig. Ein Besuch lohnt sich definitiv, allerdings sollte man am besten im Frühling oder Herbst in die Stadt kommen. Venedig belegt daher den fünften Platz der Top 15 Urlaubsziele in Italien, bei Check24 ist die Stadt an der Adria sogar Erster.  © Frank Bienewald
Florenz-skyline
Das bezaubernde Florenz in der Toskana belegt den vierten Platz. Hier kann man sich durch kleine Gassen treiben lassen und ohne Ende Kultur genießen. © alimdi / Michelle Gilders
Amalfiküste Italien
Die Amalfiküste südlich von der Metropole Neapel belegt den dritten Platz im Ranking um die schönsten Urlaubsorte in Italien.  © Günter Gräfenhain
Costa Smeralda
An der Costa Smeralda auf Sardinien gibt es Strände, die teilweise welchen in der Karibik gleichen. Nicht umsonst belegt sie daher den zweiten Platz. Auch auf dem Reiseportal weg.de zählt die Küste auf Sardinien zu den schönsten Reisezielen in Italien. © Emmanuele Contini
Desenzano del Garda
Den ersten Platz der beliebtesten und schönsten Urlaubsorte in Italien belegt laut weg.de ganz klar der Gardasee. Hier sieht man das wunderschöne Städtchen Desenzano del Garda am Abend.  © Imago / Augst / Eibner-Pressefoto

Plötzlich erfüllt ein mächtiges Donnern das Ufer des italienischen Gardasees

„Man konnte beobachten, wie sich der gewaltige Erdrutsch in den See ergoss und die Gardesana streifte, wo zu diesem Zeitpunkt offenbar keine Fahrzeuge vorbeifuhren“, berichtet larena.it. Die Garadesana wurde vom Steinschlag gestreift. Gott sei Dank hielt sich niemand an den Straßen auf. Eine Kontrolle durch die Feuerwehr und durch Hubschrauber ergab, dass keine Personen zu Schaden gekommen waren.

Dennoch wurde die Gardesana in diesem Bereich am Samstag gesperrt, auch die Forra-Straße. Ein Teil der Kanalisation von Tremosine wurde ebenfalls von der Lawinen getroffen, berichtete larena.it. Geologen untersuchen jetzt die Abbruchstellen, der Schaden an der Kanalisation wird noch geprüft. Am Sonntag wurde die Gardesana wieder für den Verkehr freigegeben, die Forra-Straße blieb gesperrt.

Feuerwehrmänner begutachten den Ort des Geschehens.

Bedrohen Felsstürze den neuen Uferradweg am Lago di Garda?

Auch wenn niemand zu Schaden gekommen ist: Die Steinlawinen haben Fragen zum Weiterbau des Rad- und Fußgängerweges am oberen Gardasee aufgeworfen, der vom jetzigen Ende nördlich von Limone aus weiter Richtung Norden und vom südlichen Ortsrand Limones Richtung Salo weitergebaut werden soll. Im südlichen Abschnitt befindet sich die Abbruchstelle vom Samstag.

 „Hören Sie auf, solange Sie noch Zeit haben“, fordert die Präsidentin des Umweltverbandes Italia Nostra, Manuela Baldracchi, bei larena.it. „Das Ausmaß des Ereignisses hat alle überrascht, zumal diese Seite in der letzten Phase, in der Vorbereitungsphase für die Gestaltung der Radroute, von Geologen und Technikern analysiert und überwacht wurde und nicht einmal sie jemals die Möglichkeit eines solchen Ereignisses erkannt haben.“ Auch der bereits fertiggestellte Abschnitt befindet sich unterhalb der Felswände, die jetzt die Felslawinen ins Tal geschickt hatten.

Die Ciclopista del Garda - der spektakuläre Rad- und Fußweg bei Limone soll an der Stelle des Felssturzes vorbei verlängert werden.

Anfang Dezember hatte es rund um den Gardasee heftige Regenfälle gegeben, die möglicherweise das Gestein gelockert hatten. Im vergangenen Sommer hatte eine Serie von Felsstürzen in den Alpen für Schlagzeilen gesorgt. Experten machen den Klimawandel für die Zunahme dieses Phänomens mitverantwortlich. Auch ein Vulkan-Beben hält Italien in den vergangenen Wochen in Atem.

Rubriklistenbild: © Vigili del Fuoco

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