Ausnahmezustand

Verheerende Brände auf griechischer Urlaubsinsel Kos: Hotels evakuiert – Menschen schlafen auf Sportplatz

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Löschflugzeuge im Dauereinsatz. Auf der Urlaubsinsel Kos sorgen starke Waldbrände für Chaos. Reisende müssen auf einem Sportplatz übernachten.

Kos – Es sind Ausnahmezustände in Griechenland. Die anhaltende Hitzewelle sorgt für verheerende Waldbrände. Binnen 24 Stunden sind Anfang Juli rund 50 Brände ausgebrochen. Auch die Urlaubsinsel Kos ist davon stark betroffen. Ortschaften mussten evakuiert werden, Touristinnen und Touristen wurden notdürftig untergebracht.

Große Waldbrände auf Kos: Menschen verbringen die Nacht auf einem Sportplatz

An Fußball spielen ist hier nicht zu denken. Wie Videos aus dem Netz zeigen, mussten Urlauberinnen und Urlauber ihre Hotels verlassen und ihre Unterkünfte teils gegen Sportplätze eintauschen. Hunderte Menschen mussten die Nacht auf Montag (1. Juli) unter freiem Himmel verbringen.

„Gegen Nachmittag konnten wir Rauch über den Bergen sehen. Als wir dann am Abend im Hotel waren, haben wir das Feuer gesehen“, berichtet ein betroffener Tourist bei n-tv. Ein weiterer Tourist bedankte sich über X bei den örtlichen Behörden und der griechischen Armee für die Hilfe, beschwerte sich im Gegenzug aber auch bei seinem Reiseunternehmen, von dem er noch nichts gehört haben soll. Er postete auch ein Video, vom Notfalllager auf einem Fußballplatz.

Milder und trockener Winter in Griechenland sorgt für Waldbrände im ganzen Land

Den ganzen Tag versuchten zahlreiche Rettungskräfte und Löschflugzeuge, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Wie das lokale Nachrichtenportal kosnews24 berichtet, konnten alle Brände gelöscht werden. Die Bewohner und Touristen konnten in ihre Unterkünfte zurückkehren.

Hunderte Touristinnen und Touristen mussten aufgrund der heftigen Waldbrände auf der Urlaubsinsel Kos evakuiert werden. Notdürftig wurden Sie auf einem Fußballplatz untergebracht.

Grund für die Brände soll unter anderem der milde und trockene Winter in Griechenland sein. Der Katastrophenschutz rät weiter zu höchster Wachsamkeit und verkündete, dass die Brandgefahr „weiterhin sehr hoch“ sei.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Land mit schweren Waldbränden zu kämpfen. Doch nicht nur Brände sind eine große Gefahr für die Menschen. Die Hitze-Welle kostete einem Griechenland-Urlauber bereits das Leben. (mg)

Rubriklistenbild: © Marios Lolos/picture alliance/dpa/XinHua/Screenshot/X

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