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Teresa Toth
Nico Reiter
Romina Kunze
Die Aussichten für das Fronleichnam-Wochenende sind trüb. Meteorologen warnen durch die Unwetter vor erheblichen Auswirkungen. Der News-Ticker.
Update vom 31. Mai, 13.35 Uhr: Extreme Unwettertage warten auf Deutschland. Auch Sachsen trifft es. Wegen der angekündigten schweren Gewitter und der Gefahr von Überschwemmungen bringt die Stadt Chemnitz mobile Hochwasserschutzwände in Stellung. Sie seien zum Schutz der Innenstadt vorgesehen, teilte die Stadtverwaltung am Freitag mit. Zudem wurde die Wasserwehr in Rufbereitschaft versetzt.
Die Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten gGmbH fürchtet überschwemmte Wege, umstürzende Bäume, abbrechende Zweige oder Vogelkästen so sehr, dass nun die Parks der Schlösser Rammenau und Weesenstein sowie der Klosterpark Altzella an diesem Wochenende geschlossen bleiben. Der Park von Schloss Pillnitz in Dresden öffne nur eingeschränkt, hieß es aus Dresden. Die Schlösserverwaltung riet auch vor dem Betreten des Großen Gartens, des Zwingergartens und des Brühlschen Gartens in der Landeshauptstadt ab. Auch die Dresdner Parkeisenbahn pausiert. Zudem wurden Veranstaltungen zum Kindertag etwa im Barockgarten Großsedlitz abgesagt.
Besonders Bayern und Baden-Württemberg sind ebenfalls besonders vom Unwetter betroffen. Aufgrund des angekündigten Dauerregens für die kommenden Tage hält sich die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Bayern bereit.
Im Osten BaWüs kann es zu sehr großen Hochwassern sowie Überflutungen kommen. Die Hochwasservorhersagezentrale (HVZ) der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) in Karlsruhe teilte am Freitag mit, dass insbesondere im Raum Oberschwaben eine Ausbildung von 50- bis 100-jährlichen Hochwassern denkbar sei. Solche Ereignisse sind nur einmal in 50 beziehungsweise 100 Jahren zu erwarten. Dadurch könnte es demnach zu größeren Überflutungen kommen.
Extreme Unwetterwarnungen für Deutschland: „Gefahr für Leib und Leben durch Überflutungen“
Update vom 31. Mai, 10.27 Uhr: Am Freitag (31. Mai) drohen in Deutschland starke Regenfälle. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt an, dass insbesondere der Süden des Landes betroffen sein wird, mit möglichen Niederschlägen von bis zu 150 Litern pro Quadratmeter. Eine offizielle Unwetterwarnung wurde vom DWD für Bayern und Baden-Württemberg ausgesprochen, wo die Alarmstufe rot gilt. Der DWD warnt: „Gefahr für Leib und Leben durch Überflutungen von Straßen/Unterführungen sowie gewässernahen Gebäuden; mögliche Erdrutsche. Handlungsempfehlungen: überflutete und gefährdete Abschnitte meiden; Verhalten im Straßenverkehr anpassen, Behinderungen auf Verkehrswegen einplanen“.
Extreme Unwetterwarnungen für Deutschland: Baden-Württemberg und Bayern im Fokus
Der Hochwassernachrichtendienst (HND) hat ebenfalls eine Warnung herausgegeben. Es besteht die Gefahr von Hochwasser, das zu Ausuferungen und Überschwemmungen im Landkreis Schwandorf führen könnte. Die Warnung ist vom 30. Mai, 14 Uhr, bis zum 31. Mai, 15 Uhr, gültig. Es wird erwartet, dass die Unwetter fast den gesamten Freistaat erfassen werden. Nur einige wenige Kreise im Norden und Osten sind von der Unwetterwarnung ausgenommen und erhalten stattdessen eine amtliche Warnung vor Dauerregen. Die Städte Ingolstadt, Kempten und Nürnberg haben ihre Bürger über die Warn-App Katwarn vor einem möglichen massiven Hochwasser gewarnt.
In Baden-Württemberg könnten sich insbesondere in Oberschwaben, aber auch in den östlichen Neckarzuflüssen und am Oberrhein, erhebliche Hochwasser bilden. An den Pegeln Sonthofen und Kempten im Bereich der Iller könnte am Samstagvormittag die Meldestufe 1-2 erreicht werden.
Auch in Hessen besteht die Gefahr schwerer Unwetter. Der DWD gab am Freitagmorgen bekannt, dass in den Regionen zwischen Odenwald, Spessart und Rhön innerhalb von 12 bis 18 Stunden Mengen von 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter fallen könnten. Im Laufe des Tages könnten insbesondere im Osten vereinzelt starke Gewitter auftreten. Es muss auch mit Hagel, Starkregen und Sturmböen gerechnet werden. Die angespannte Wetterlage könnte bis Montag andauern.
Extrem-Wetter mit Dauerregen in Deutschland: Unfälle mit Verletzten wegen überfluteten Straßen
Update vom 31. Mai, 7.24 Uhr: Starke Regenfälle haben in Mannheim zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehr geführt. Besonders betroffen war das Stadtviertel Seckenheim, wo Keller überflutet und Straßen teilweise unter Wasser standen, wie die Feuerwehr am Donnerstagabend mitteilte. Tauchpumpen und Wassersauger kamen zum Einsatz.
Auf der Autobahn A20 in Mecklenburg-Vorpommern ereigneten sich mehrere Verkehrsunfälle aufgrund von Aquaplaning, bei denen es Verletzte gab. Ein 33-jähriger Mann verlor am Donnerstagabend (30. Mai) im Landkreis Vorpommern-Greifswald die Kontrolle über sein Fahrzeug auf der nassen Fahrbahn, berichtete die Polizei am Freitagmorgen. Sein Auto überschlug sich – er wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Schon am Nachmittag hatte sich im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte bei starkem Regen und Aquaplaning ein weiterer Unfall ereignet. Der 24-jährige Fahrer, der dabei leichte Verletzungen erlitt, wurde ebenfalls ins Krankenhaus eingeliefert.
Extrem-Wetter mit Dauerregen in Deutschland: Ausmaße wie bei der „Jahrhundertflut im Saarland“ befürchtet
Update vom 30. Mai, 12.26 Uhr: Starker Regen hat Straßen in Niedersachsen überflutet. Vor allem im westlichen Teil der Stadt Norden an der Nordseeküste wurden bereits am Mittwoch Straßen zu Wasserwegen, wie die Feuerwehr am Donnerstag mitteilte. Auch viele Keller seien vollgelaufen und ein Rückhaltebecken über die Ufer getreten. Die Einsatzkräfte waren demnach bis in die Nacht damit beschäftigt, Wasser abzupumpen. Im Bereich des Rückhaltebeckens flossen schätzungsweise 500 000 Liter Wasser innerhalb von drei Stunden durch Pumpenschläuche, hieß es.
Der DWD ist weiterhin in Alarmstimmung: Am Donnerstagnachmittag ist landesweit mit Schauern und teilweise Gewittern zu rechnen. Vor allem der Nordosten und Teile Ostens sind davon betroffen. Eine Vorabwarnung für Unwetter gilt für Bayern und Sachsen. Ab Freitag soll ab den Mittagsstunden ergiebiger Dauerregen eintreten.
Regen-Wetter in Deutschland: Ausmaße wie bei der „Jahrhundertflut im Saarland“ befürchtet
Update vom 30. Mai, 6.46 Uhr: Deutschland steht wohl ein heftiges Wochenende bevor. Laut Deutschen Wetterdienst (DWD) erwarten Deutschland zwei Tage Dauerregen. „Es gibt einzelne Modelle, die in Bayern sogar bis zu 220 Liter Regen pro Quadratmeter berechnen“, sagte Diplom-Meteorologe Dominik Jung gegenüber der Bild.
Die Folgen: Akute Hochwassergefahr, vor allem an Flüssen, wie der Elbe oder Donau. Doch auch kleinere Bäche könnten übertreten, auf den Straßen drohe Aquaplaning, Keller könnten volllaufen. „Es sind ähnliche Ausmaße wie bei der Jahrhundertflut im Saarland zu befürchten“, so Jung weiter. Allerdings seien Berechnungen von solchen Wetter-Tiefs, wie das, das derzeit vom Mittelmeer aus auf Deutschland zusteuert, schwer zu berechnen. „Daher wird es sicherlich noch einige Überraschungen geben. Ab Donnerstagabend kann man mehr sagen“, äußert sich Jung.
Weite Teile Deutschlands sind allerdings schon Donnerstagmorgen zu Regenschauern aufgewacht. Für die Südhälfte Deutschlands vom Alpenrand bis Erfurt sprach der DWD eine Vorabwarnung aus, dass es ab Vormittags zu Unwetter und heftigem Regen kommen könnte.
Extremwetter um Fronleichnam in Deutschland: Baden-Württemberg besonders betroffen
Update vom 29. Mai, 15.05 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor allem in Baden-Württemberg vor steigenden Flüssen. Insbesondere in den Nordstaulagen von Alb und Allgäu könnten bis zu 100 Liter pro Quadratmeter Regen fallen. Und in der östlichen Hälfte Baden-Württembergs könnten flächendeckend zwischen 50 und 80 Liter pro Quadratmeter niedergehen.
Die erwarteten Regenmengen könnten kleinere Bäche gefährden. Diese münden dann in größere Flüsse. „Der Neckar ist auch schon voll“, warnte ein Sprecher am Mittwoch. Schon bis zum Wochenende ist weiterer Regen prognostiziert, der die Lage zuspitzt. Die umfangreiche Wetterlage soll nach ersten Vorhersagen ab Freitagnachmittag einsetzen, wobei der Samstag als Schwerpunkt gilt.
„Unwetter-Dauerregenlage“ droht im Süden und Südosten von Deutschland
Update vom 29. Mai, 13.10 Uhr: Eine „Unwetter-Dauerregenlage“ zeichnet sich laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) am Freitag (30. Mai) ab. In großen Teilen Süddeutschlands und der östlichen Landesmitte ist laut dem aktuellen Warnlagebericht mit intensiven Regenfällen bis Sonntag (2. Juni) zu rechnen: Verbreitet können 70 bis 120, lokal um 150 Liter pro Quadratmeter Regen zusammen kommen.
„Hochwasser und Überflutungen sind dann vorprogrammiert“, sagte DWD-Meteorologe Marcel Schmid am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Nur in Rheinland-Pfalz und im Saarland werden deutlich weniger Regenmengen erwartet. Konkrete Warnungen will der DWD frühestens am Donnerstagabend herausgeben.
Hochwassergefahr um Fronleichnam: Meteorologen warnen vor Extremwetter mit Dauerregen
Erstmeldung vom 29. Mai 2024
Offenbach – Seit Tagen hängt das Damoklesschwert über Deutschland, die jüngsten Wetter-Prognosen bestätigen den miesen Trend. Auch die letzten Mai-Tage werden nass, der Juni beginnt, wie der Mai aufhört. „Es droht am Freitag, Samstag und Sonntag Stark- und Dauerregen“, prognostiziert der Wetterexperte Dominik Jung von wetter.net. In einigen Gebieten könnten Flüsse über die Ufer treten und Hochwassersituationen entstehen, warnen Meteorologen einstimmig.
Gefahr von Hochwasser in Deutschland noch am ersten Juniwochenende
Heftige Unwetter hatten erst Mitte Mai für Hochwasser-Alarm in Deutschland gesorgt. Vor allem das Saarland und Teile von Rheinland-Pfalz standen unter Wasser. Der Westen kommt am Juni-Wochenende aber wohl noch glimpflich davon. Der stärkste Regen wird voraussichtlich im Osten und Süden fallen.
Aktuelle Prognosen deuten insbesondere auf extremen Regen in Sachsen und Bayern hin, mit bis zu 160 Litern Regen pro Stunde, wie wetter.net warnt. Aber auch Thüringen und Hessen sollten sich auf reichlich Regen einstellen. Vereinzelt könnten Gewitter auftreten.
Laut der aktuellen Vorhersage wird der Regen ab Freitagabend fast überall in Deutschland zunehmen und sich bis in die Nacht zum Samstag (1. Juni) halten. Besonders für Donau und Elbe besteht Hochwassergefahr. Genauere Vorhersagen können jedoch meist erst 48 Stunden im Voraus gemacht werden. Der Meteorologe Jan Schenk von The Weather Channel erwartet jedoch eine Wetterlage, die der von 2021 ähnelt.
Nasser Feiertag: Ab Donnerstag kommt der Regen – und bleibt erst mal
Ab Fronleichnam (30. Mai) wird das Wetter schlechter, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet. Es könnten Gewitter und starke Windböen auftreten. Trotzdem wird es wahrscheinlich überwiegend warm bleiben, im Osten könnten die Temperaturen bis auf 22 Grad steigen.
Am Freitag lässt der Wind wahrscheinlich nach, aber mit dem anhaltenden Regen sinken auch die Temperaturen. Laut DWD wird es in der Nacht zum Freitag auf bis zu 7 Grad abkühlen. Im Osten werden es am Freitag dann 18 Grad, im Süden maximal 17. Am Samstag wird es etwas wärmer, bei einem Mix aus Sonne und Wolken. Wenn es regnet, dann aber ergiebig, mit starker Überflutungsgefahr, so die DWD-Prognose.
Ist der Sommer dieses Jahr völlig für die Regentonne? Langfristige Vorhersagen von meteorologischen Wettermodellen gibt es noch nicht – Experten befürchten jedoch einen „Höllen-Sommer“.
Rubriklistenbild: © DWD/Screenshot | Georg Moritz/dpa





