VonJan Knötzschschließen
Das Gas wird in der Gaskrise knapp, die Energiepreise steigen. Die Gasumlage kommt. Es muss an Energie und Geld gespart werden. So macht Deutschland das.
Berlin – Der Blick ins Portemonnaie oder auf das Konto wird in Zeiten der Gaskrise in Deutschland immer wichtiger. Die Angst spielt mit: Reicht mein Geld überhaupt noch bei den Kosten, die aufgrund steigender Energiepreise für Strom und Gas oder aber zusätzlich auch noch mit der neuen Gasumlage, die ab dem 1. Oktober 2022 kommen soll? Um die ständig steigenden Kosten am Ende überhaupt noch bezahlen zu können, hilft nur eins: Geld an die Seite legen, um in der immer teurer werdenden Gaskrise in Deutschland genug Kohle zu haben. Und noch etwas hilft: Energie sparen!
Wer weniger verbraucht und Energie spart, der muss am Ende auch weniger zahlen und wird nicht vom nächsten Teuer-Schock in der Gaskrise erwischt, in der bestimmte Lebensmittel aus den Regalen zu verschwinden drohen. Aber wie spart Deutschland Energie? Tipps zum Energiesparen gibt‘s viele – und jetzt auch eine erste große Umfrage, wo und wie genau in der Gaskrise in Deutschland gespart wird.
Energie sparen: Tipps für die drohende Gaskrise in Deutschland – diese Sparmaßnahmen stehen hoch im Kurs
Die Antworten darauf, welche Tipps zum Energiesparen die Deutschen bereits beherzigen, umso mit einem doch etwas mehr gefüllten Geldbeutel durch die Gaskrise in Deutschland zu kommen, liefert Verivox. Das Vergleichsportal ist der Frage nachgegangen, wie die Bevölkerung es angesichts der steigenden Gas- und Strompreise handhabt, nicht mehr ganz so viel zu verbrauchen wie in „normalen“ Zeiten, sondern genügend Energie zu sparen. In der Umfrage geben 85 Prozent an, dass sie bereits damit begonnen haben, Energie zu sparen und ihren Verbrauch aus diesem Grund runtergefahren haben. 58 Prozent der Verbraucher sparen beim Heizen Energie – wobei Mieter (62 Prozent) und Besitzer von Gasheizungen (64 Prozent) an dieser Stelle am meisten Energie sparen.
Ein weiterer Punkt, in dem die Menschen in der Gaskrise in Deutschland darauf achten, Energie zu sparen: Sie gehen mit Elektro-Geräten sparsamer um, als dies noch vor der Energiekrise der Fall war, in der FDP-Politiker Christian Lindner die Angst vor einer Stromlücke im Winter umtreibt und seine Partei eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten bis 2024 fordert, während die Grünen in letzterem Punkt uneins sind. 47 Prozent der Menschen in Deutschland vermeiden es in der Energie- und Gaskrise, ihre Elektro-Geräte in den Standby-Betrieb zu schalten, sondern schalten sie ganz ab. Laut Verivox-Umfrage nutzen 44 Prozent ihre Elektro-Geräte grundsätzlich weniger.
Gaskrise in Deutschland: Verbraucher müssen Energie sparen – nur sechs Prozent spüren keine erhöhten Energiekosten
Energie sparen lässt sich eben auch mit energiesparenden Geräten. Selbige haben sich laut der Umfrage 26 Prozent der Bevölkerung bereits angeschafft. Interessant: In der Gaskrise in Deutschland haben sich nur 15 Prozent der Menschen, die für die Umfrage befragt worden sind, noch nicht damit beschäftigt, wie sie Energie sparen und ihre Kosten senken können. Dass aber genau das dringend nötig und in den Köpfen der meisten Deutschen auch schon angekommen ist, zeigt, dass 83 Prozent der Befragten die ansteigenden Energiekosten als eine Belastung wahrnehmen. Sogar so stark, dass fast die Hälfte – genau genommen: 47 Prozent – an anderer Stelle Geld spart, um den steigenden Energiekosten Herr werden zu können.
Ganze sechs Prozent der Befragten in der Gaskrise sagen, dass sie die erhöhten Energiekosten nicht spüren. Wie dringend aber in den meisten Fällen das Energiesparen ist, beweist die Tatsache, dass die Gaspreise während der Gaskrise in Deutschland so stark angestiegen sind, dass eine vierköpfige Familie fast 2000 Euro und damit 159 Prozent mehr zahlen muss als zuvor. Bei einem Gasverbrauch von 20 000 Kilowattstunden im Juli 2021, so rechnet Verivox vor, lagen die Kosten noch bei 1236 Euro für Gas, sind es im Juli 2022 bereits 3199 Euro – heißt: Mehrkosten von 1963 Euro. Und auch beim Strom sieht es nicht besser aus: Hier sind die Kosten um 333 Euro, das bedeutet 28 Prozent, gestiegen.
Gaskrise in Deutschland: Energieexperte fordert von der Politik Entlastung für einkommensschwache Haushalte
„Die aktuelle Preisentwicklung zwingt immer mehr Haushalte dazu, sparsam mit Energie umzugehen. Allerdings haben sich Preisentwicklung und Möglichkeiten der Einsparung längst voneinander entkoppelt. Gerade einkommensschwache Haushalte sollten hier durch die Politik künftig stärker entlastet werden“, zitiert die Bild-Zeitung, die zuerst über die Umfrage berichtet hat, den Verivox-Energieexperten Thorsten Storck.
Nach genau diesen Entlastungen aber sieht es in der Gaskrise in Deutschland erst einmal nicht aus. Stattdessen wartet ab 1. Oktober 2022 die Gasumlage, für die als eine Alternative nun die Übergewinnsteuer diskutiert wird.
Rubriklistenbild: © René Traut/imago

