VonMichelle Breyschließen
Im österreichischen Bundesland Kärnten ereignet sich erneut ein Erdbeben. Kleinere Nachbeben folgen. Schäden entstehen jedoch keine.
Wien – Die Erde zitterte mitten in der Nacht in Österreich. Betroffen ist Ferlach, eine Gemeinde in Kärnten. Das Erdbeben ereignete sich am Dienstag (9. Januar) um 1.02 Uhr und hatte der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) zufolge eine Stärke von 3,4. Im Bereich des Epizentrums sei das Erdbeben „deutlich verspürt“ worden. Schäden gab es offenbar nicht – anders als in Japan, wo durch ein Erdbeben am Jahresbeginn viele Menschen starben.
Österreich: Erdbeben zieht Nachbeben nach sich
Einer Karte der Experten zufolge lag das Epizentrum in etwa zehn Kilometer Entfernung von Ferlach. Ferlach liegt rund 20 Kilometer entfernt von Kärntens Hauptstadt Klagenfurt. Um 1.39 Uhr folgte ein weiteres Erdbeben der Stärke 2,3. 17 Minuten später bebte die Erde – mit einer Stärke von 1,4 kaum spürbar – noch einmal.
Diese Beben waren allerdings nicht die ersten, die sich 2024 in Kärnten ereigneten. Bereits in den Tagen zuvor bebte die Erde im südlichen Bundesland. Die stärkste Erschütterung ereignete sich in der Nacht auf den 5. Januar (Freitag). Das ZAMG gab eine Stärke von 2,6 an.
Erbeben in Österreich: Kärnten betroffen - Übersicht über die Erschütterungen
- 5. Januar, 3.20 Uhr: In Eisenkappel, Stärke 2,6
- 6. Januar, 18.02 Uhr: In Heiligenblut, Stärke 1,2
- 7. Januar, 5.54 Uhr: In Ferlach, Stärke 0,9
- 7. Januar, 9.57 Uhr: In Ferlach, Stärke 1,6
- 8. Januar, 11.49 Uhr: In Ferlach, Stärke 1,6
- 8. Januar, 0.28 Uhr: In Ferlach, Stärke 0,4
- 9. Januar, 1.02 Uhr: In Ferlach, Stärke 3,4
- 9. Januar, 1.39 Uhr: In Ferlach, Stärke 2,3
- 9. Januar, 1.56 Uhr: In Ferlach, Stärke 1,4
2023 bebte die Erde in Österreich 81 Mal spürbar
Im vergangenen Jahr 2023 waren in Österreich 81 spürbare Erdbeben verzeichnet worden. Vier davon wurden aus dem Ausland, 77 aus dem Inland wahrgenommen. Darüber informierte die ZAMG Ende des Jahres. Der Wert liege zwar über dem Durchschnitt der letzten Jahre (54 Beben pro Jahr), „aber im Bereich der üblichen Schwankungen von Jahr zu Jahr“, ordnete eine Seismologin die Entwicklung ein. Ende des Jahres überrasche ein Erdbeben auch die Adria-Region. (mbr)
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