Gerölllawine, Stromausfälle, kaputte Autos – heftige Unwetter treffen Österreich und Südtirol
VonMaximilian Kettenbach
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Unwetter in Österreich und Italien haben sichtbare Schäden angerichtet. Feuerwehren waren im Einsatz. Bilder dokumentieren das Ausmaß.
München – Die Österreichische Unwetterzentrale (UWZ) warnte für den gestrigen Mittwoch (7. August) halb Österreich. Die Ausmaße zeigen: zu Recht. Enorme Gewitter-Gewalten mit großen Regenmengen in kurzer Zeit, Hagel und teils stürmischen Böen überzogen das Land, trafen auch das italienische Südtirol.
In Tirol (Österreich) traf es den Raum Wörgl und die Wildschönau. Die Hahntennjochstraße war vorsorglich wegen Gewittern für rund zwei Stunden gesperrt worden. Die Feuerwehr Wörgl meldete eine „heftige Unwetterfront mit Starkregen und Hagel“ über dem Großraum der Stadt. Am Nachmittag wurden die Einsatzkräfte zu mehreren Wasserschäden im Stadtgebiet alarmiert, erklärte man IPPEN.MEDIA.
„In Summe mussten 27 Keller ausgepumpt werden. Ebenso entstanden an mehreren Stellen regelrechte Seen, da die Wassermassen nicht in die Kanalisation abfließen konnten“, so ein Sprecher der Feuerwehr. In diesem Zusammenhang mussten mehrere Kanaldeckel geöffnet und/oder von Ästen befreit werden. Knapp 30 Mitglieder mit sieben Fahrzeugen waren ab 14.20 Uhr bis kurz vor 17 Uhr im Einsatz.
Feuerwehren im Dauereinsatz – Orte in Österreich unter Wasser
Wie heute.at berichtet, waren gerade in den an stärksten betroffenen Gebieten Liezen, Bruck/Mürzzuschlag, Feldkirchen und Wolfsberg Feuerwehren in den Abendstunden im Dauereinsatz. Tausende Haushalte waren zwischenzeitlich offenbar ohne Strom, Bäume stürzten auf Bundesstraßen und Autobahnen, blockierten dort den Verkehr. In Kärnten verlegten dem Bericht zufolge Muren etwa die Millstätter Bundesstraße (B 98).
Heftige Auswirkungen gab es auch in der Steiermark. Die Gemeinde Stanz im Mürztal, mit ihren nicht einmal 2000 Einwohnern, traf es gewaltig. „Alarm wegen starker Regenfälle“, meldete die Freiwillige Feuerwehr vor Ort und musste mit 17 Mann ausrücken. Bilder zeigen reißende Fluten nahe einem Fußballplatz.
Gewaltige Bilder gab es auch aus Pflersch. Dort lösten sich wegen der starken Regenfälle Geröll und Schlamm. Die Freiwillige Feuerwehr Pflersch spricht von Alarmstufe 4. „Wir wurden heute Nachmittag zu einem Murenabgang gerufen. Aufgrund der starken Regenfälle löste sich Material eines Seitengrabens und verlegte einen Fußgängerweg. Dies führte zu einer kleineren Verklausung des Talbaches, die beobachtet werden musste.“ Fußgängerwege seien gesperrt worden, da auch andere Gewässer Material mitführten.
Wetter-Prognose für Österreich
Auch für den Donnerstag gibt es zahlreiche Vorwarnungen für Österreichs Regionen. Die Unwetterzentrale sieht eine Kaltfront auf den Alpenraum zukommen. Schauer und Gewitter seien zu erwarten.
Donnerstag (8. August):Unwetter-Vorwarnungen für nahezu alle Teile Österreichs.
Freitag (9. August): In weiten Teilen sonnig und trocken. Nur im südlichen Berg- und Hügelland vereinzelt lokale Wärmegewitter.
Samstag (10. August): Hochsommerliche Temperaturen (um die 30 Grad).
Sonntag (11. August): Hochsommerliche Temperaturen. Im Bergland drohen lokale Hitzegewitter.
Quelle: uwz.de
Dann aber soll es besser werden. Die Aussichten für das Wochenende deuten sogar auf Hitze hin. Bei vorhergesagten Temperaturen jenseits der 30 Grad locken Freibad, Seen und Flüsse.