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In den warmen Sommermonaten zieht es viele Reisende nach Italien. Doch wenn Urlauber örtliche Gesetze nicht beachten, kann es schnell teuer werden.
Rom – Italien ist für viele Menschen ein beliebtes Sommer-Ziel, um die wohlverdienten Urlaubstage zu genießen. Doch Reisende sollten sich im besten Fall bereits vor ihrer Ankunft mit den Gesetzen vor Ort beschäftigen. Denn es gelten einige Regeln, die sich auf den ersten Blick wohl eher nicht vermuten lassen würden. Dabei können sich die Gesetze von Region zu Region stark unterscheiden und saftige Strafen mit sich ziehen, wie blick.ch zuvor berichtet hatte.
| Land | Italien |
| Bevölkerung | 59,11 Millionen |
| Fläche | 302.073 km² |
| Haupstadt | Rom |
Gesetze in Italien: Verstöße am Strand und beim Autofahren können teuer werden
Wer in Italien lässig mit dem Auto durch die Straßen fahren will und in der warmen Sommersonne seinen Arm aus dem Fenster baumeln lässt, sollte sich dabei besser nicht erwischen lassen. Denn in Italien gelte das Gesetz, während der Fahrt beide Hände am Steuer zu haben. Bei einem Vergehen drohe ein Bußgeld in Höhe von 41 bis 168 Euro.
Ein regionales Auto-Gesetz bestehe zudem in Eboli in der Provinz von Salerno. Dort dürfte im Auto nicht geküsst werden. Bei einem Verstoß würde ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro fällig werden. Insgesamt sei es Urlaubern empfohlen, sich mit den Verkehrsregeln in Italien bereits vor ihrer Reise beschäftigen.
Diese Gesetze gelten an Italiens Stränden
Auch am Strand gelten häufig Gesetze, an die Urlauber sich halten sollten, um unnötige Strafen zu vermeiden. Wer sich oder seinen Liebsten beispielsweise ein Andenken mit nach Hause bringen will, sollte sich dabei besser nicht an der Natur bedienen. Hier könnte es richtig teuer werden. Wer Muscheln, Steine oder Sand vom Strand einpackt, riskiert ein Bußgeld in Höhe von 1549 bis 9296 Euro.
In ganz Italien würde zudem an vielen Stränden ein absolutes Rauchverbot herrschen, das entsprechend ausgeschildert sei. Wer dagegen verstößt, könnte ein Bußgeld von 200 bis 2000 Euro riskieren.
Kaugummi-Kauen an Stränden von Stintino und Sardinien verboten
Doch in Italien gelten auch Gesetze, die nur in einigen Regionen greifen. An Stränden von Stintino und Sardinien müssten Urlauber darauf achten, dass beispielsweise Kaugummi-Kauen unter Strafe steht. Auch Bier trinken und Badetücher im Sand seien verboten und würden ein Bußgeld von 25 bis 500 Euro mit sich ziehen.
| Vergehen in Italien | Bußgeld |
| Muscheln, Steine, Sand einpacken | 1549 Euro bis 9296 Euro |
| Rauchen an Strand mit Rauchverbot | 200 bis 2000 Euro |
| Tauben füttern in Venedig | 450 Euro |
| Bier, Kaugummi, Handtücher im Sand (Stintino, Sardinien) | 25 bis 500 Euro |
Massagen am Strand stehen in der Toskana und in Emilia-Romagna unter Strafe
An Stränden der Toskana und von Emilia-Romagna seien zudem Massagen verboten. Hier drohen sowohl dem Masseur als auch dem Massierten ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro. In Eraclea bei Venedig seien Sandburgen, Ballspiel und Löcher im Sand buddeln am Strand zudem verboten. An der italienischen Riviera hat die Küstenstadt Portofino sogar besondere Regeln für Selfiejäger eingeführt.
Wer auf Capri mit den Sandalen klappert, muss 50 Euro Strafe zahlen
Auf der Insel Capri in der Bucht von Neapel sei es zudem nicht erlaubt, mit den Sandalen beim Gehen zu klappern. Hier würde eine Strafe in Höhe von 50 Euro drohen. In der Küstenstadt Lerici sei Badekleidung am Strand zwar erlaubt, wer sich jedoch auf den Straßen darin zeigen würde oder auch nur nasse Handtücher vom Balkon hängt, würde schon ein Bußgeld riskieren.
Mailand verbietet Sitzen auf historischen Stufen und an Bäumen zu klettern
Doch auch im städtischen Bereich gelten in Italien kuriose Gesetze. In Mailand droht beispielsweise ein Bußgeld in Höhe von 160 Euro, wer auf Treppen historischer Stufen sitzt. Für das Beschmutzen von Kunstwerken und Monumenten drohen in Italien mittlerweile Strafen in Höhe von bis zu 60.000 Euro. Ebenfalls in Mailand sei es verboten, an Bäumen zu klettern. Wer dies doch tun würde, müsse eine Strafe in Höhe von 40 Euro zahlen.
Wer in Venedig Tauben füttert, müsse bis zu 450 Euro Strafe zahlen. In den Städten Rimini und Rom sei es verboten, auf der Straße zu essen. In Turin gelte außerdem ein besonderes Hundegesetz. Das Tierschutzgesetz der Stadt würde vorschreiben, dass Hunde mindestens dreimal am Tag an die Luft müssten.
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