Tourismus in Kroatien

Wegen hohen Preisen: Touristen stornieren Kroatien-Urlaub – Land reagiert

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In Kroatien sinken die Preise für Unterkünfte – teilweise sogar bis zu 50 Prozent. Zuvor gab es flächendeckend zahlreiche Stornierungen, sodass die Gastgeber nun reagieren.

Dubrovnik – Für Gastgeber in Kroatien gab es in dieser Sommersaison ein böses Erwachen: Nachdem bei einigen Unterkünften die Preise stark angehoben wurden, kam es zu Stornierungswellen. Um diesem entgegenzutreten, wurden die Preise bei vielen Unterkünften nun drastisch gesenkt – teilweise sogar bis zu 50 Prozent, berichtet Kosmo.at. Ein weiterer Grund für Stornierungen können außerdem die Waldbrände sein, die aufgrund langanhaltender Hitze auch in Kroatien wüten.

Nach Teuerungswelle: Gastgeber senken Preise von Unterkünften in Kroatien

Igor Popović, Mitinhaber der Agentur Adriagate, die 12.000 Wohnungen entlang der Adriaküste verwaltet, sagte gegenüber Kosmo.at, dass vor allem die Gastgeber, die vorschnell die Preise erhöht haben, nun von Stornierungen betroffen seien. Diejenigen, die bedacht Preise festgelegt hatten, könnten jetzt davon profitieren. Doch nicht nur die Preise von Unterkünften wurden stark angehoben, auch Angebote im Restaurant verschrecken die Touristen.

Besonders Luxusdomizile sollen Schwierigkeiten gehabt und versucht haben, mit günstigen Last-Minute-Angeboten zu locken: „Als die Gäste das bemerkten, stornierten sie ihre Buchungen auf Plattformen wie Booking.com oder Airbnb, in der Hoffnung, günstigere Angebote zu finden“, erklärte Popović.

Nach dem starken Preisanstieg kommt der Fall: Gastgeber in Kroatien senken die Preise um teils 50 Prozent.

Kostenlose Stornierungen bringen Gastgeber in Kroatien in Bedrängnis

Durch die Möglichkeit von kostenlosen Stornierungen auf vielen Plattformen, die besonders durch die Corona-Pandemie befeuert wurde, veranlasst laut Kosmos viele Urlauber dazu, kurzfristig ihre Pläne zu ändern. Sie würden außerdem auch diese Möglichkeit in Anspruch nehmen, wenn sie ein günstigeres Angebot finden. Besonders private Gastgeber würden unter diesen Trends leiden, da diese auf die Dynamiken des Marktes oft nicht schnell reagieren könnten. (eike)

Rubriklistenbild: © Eibner-Pressefoto/EXPA/Oberhauser/Imago

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