Hagelkörner bis fünf Zentimeter

Unwetter-Zellen rauschen über Deutschland – DWD warnt auch am Abend vor Gewittern

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    Moritz Bletzinger
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Es kracht wohl gewaltig. Der Deutsche Wetterdienst warnt zum Wochenausklang vor schweren Gewittern, Starkregen und Hagel. Auch Sturmböen ziehen auf.

Update vom 21. Juni, 21.20 Uhr: Das Wochenende begann für viele Deutsche mit Gewittern. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostizierte bis in den Freitagabend hinein eine erhöhte Unwettergefahr, insbesondere im Südosten und Osten des Landes. Laut dem DWD-Warnlagebericht könnten im Osten Deutschlands sogar vereinzelte Tornados auftreten. Am Abend wurden jedoch alle Warnungen vor schweren Gewittern vom DWD aufgehoben, obwohl weiterhin vor starken Gewittern in einigen Teilen Deutschlands gewarnt wurde.

Unwetter-Zellen rauschen über Deutschland – EM-Fanzone am Mainufer „vorübergehend geschlossen“

Update vom 21. Juni, 19.05 Uhr: Unwetter-Alarm in Frankfurt. Die EM-Fanzone am Mainufer wurde vor dem zweiten Gruppenspiel des Tages (Polen gegen Österreich) „vorübergehend geschlossen“. Hintergrund sei ein Unwetter, teilte die Stadt via X (ehemals Twitter) mit. „Bitte reist aktuell nicht zur Fanzone und verlasst das Gelände geordnet“, hieß es weiter.

Wie die hessenschau berichtete, habe ein umstürzender Baum nur knapp einen Bierwagen verfehlt. Die Frankfurter Feuerwehr schrieb indes auf X: „Die Unwetterfront hat uns auf den Plan gerufen. Etwa 50 Einsatzstellen gibt es. Bei den meisten hat der Wind Äste und Bäume abgebrochen, die wir nun von den Verkehrswegen entfernen. Wer kann, bleibt drinnen, solang es windet.“

Zum Nachmittag hatte der DWD mit starken Gewittern „in fast allen Regionen Deutschlands“ gerechnet. In Berlin wurden die Fanzonen am Brandenburger Tor und am Reichstag daher vorsorglich geschlossen. Man behalte sich aber vor, die Fanzonen später wieder zu öffnen, sagte eine Sprecherin mit Blick auf das EM-Spiel zwischen Polen und Österreich, das seit 18 Uhr läuft. In Leipzig sollte die EM-Fanzone wegen der Wetterlage später als geplant öffnen. Am Abend (21.00 Uhr) treffen in Leipzig die Niederlande und Frankreich aufeinander.

Unwetter in Deutschland: DWD-Karte orange-rot gefärbt

Update vom 21. Juni, 17 Uhr: Die Wetterkarte des DWD färbt sich am frühen Abend teils orange und rot. Für Teile von Sachsen und Brandenburg haben die Experten aus Offenbach eine „amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter mit Orkanböen, heftigem Starkregen und Hagel“ herausgegeben. Orkanböen mit Geschwindigkeiten zwischen 95 und 120 Kilometer pro Stunde seien möglich, ebenso wie „heftiger Starkregen mit Niederschlagsmengen um 30 l/m² pro Stunde und Hagel mit Korngrößen um 3 cm“.

Die Wetterkarte des DWD mit Stand von 16:42 Uhr am Freitag.

Weitere Warnungen gibt es vereinzelt in Bayern, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen. Auch Baden-Württemberg ist betroffen – hier findet heute das Southside-Festival statt und ist mit Niederschlag und kühlem Wetter gestartet. Die Musikfans hatten gleich zum Auftakt mit Matsch und Nässe zu kämpfen. Die Stimmung ließen sie sich dadurch aber vorerst nicht verderben.

Update vom 21. Juni, 12.30 Uhr: Die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes für einige Regionen in Deutschland ist weiterhin aufrecht. Für den Nordwesten und die Mitte des Landes werden örtlich starke Gewitter vorhergesagt. Diese dürften dann ab den Mittagsstunden gen Osten ziehen. Der DWD warnt vor „Hagel mit Korngrößen zwischen 3 und 5 cm und schweren Sturm- bis Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten zwischen 90 und 130 km/h“.

Vereinzelt kann auch heftiger Starkregen mit Mengen bis 40 l/qm in kurzer Zeit auftreten, heißt es vom DWD. Wie Kachelmannwetter über den Kurznachrichtendienst X (vormals Twitter) mitteilte, war gegen Mittag besonders ein Landkreis im Südwesten Thüringens von Unwetter betroffen. „Sturzflutgewitter aktuell im LK Schmalkalden-Meiningen. Da kommt lokal ganz schön was runter in der Luftmasse“, heißt es in dem Beitrag.

Unwetter-Zelle rollt über weite Teile Deutschlands – Schauer, Sturm- und Orkanböen drohen

Update vom 21. Juni, 9.18 Uhr: Die Unwetter am Donnerstag brachten umgestürzte Bäume, gesperrte Bahnstrecken und dicke Hagelkörner mit sich, beschränkten sich aber auf den Süden Deutschlands. Für den Freitag (21. Juni) wurde jedoch eine landesweite Unwetter-Warnung ausgegeben. Ein Vertreter des DWD kommentierte die Vorhersage mit den Worten: „Es gibt zwar eine flächendeckende Unwettergefahr, aber die tatsächlichen Unwetter wird es nur örtlich geben“.

Im Laufe des Vormittags bewegt sich eine Unwetter-Zelle von Südwesten her über Baden-Württemberg, das Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen in Richtung Norden und Osten. Bereits vorher können im Osten und in der Mitte des Landes vereinzelte Schauer auftreten. Zudem besteht die Möglichkeit schwerer Sturm- bis Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometer pro Stunde. Eine zweite, kleinere Zelle befindet sich über dem Norden von NRW und Niedersachsen, wie Wetter-Experte Jörg Kachelmann auf seiner Homepage prognostiziert. Gebietsweise könne es sogar Tornados geben.

Auch über den Alpen scheint sich erneut ein Unwetter zusammenzubrauen. Gewitter sind auch im Westen Österreichs und in Teilen Italiens zu erwarten, wie wetter.at und lokale Wetterberichte mitteilen.

Vom Südwesten her braut sich eine Unwetter-Zelle zusammen, die laut Unwetter-Prognose des DWD (links) Richtung Nordosten zieht. Aktuell zeigt die Unwetter-Karte des DWD bereits einige Regionen mit Schauern (rechts, Stand 8.30 Uhr).

Nächste Unwetter-Zellen ziehen über Deutschland auf

Update vom 21. Juni, 6.45 Uhr: Das Wetter im Süden Deutschlands hat sich gerade nach den schwereren Gewittern am Donnerstag beruhigt, da ziehen schon die nächsten Unwetter-Zellen auf. Und nimmt Deutschland diesmal von drei Seiten in die Zange.

Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt, kommt es wohl am Freitag vor allem in Süd- und Ostdeutschland zu schweren Unwetter mit heftigem Starkregen, großen Hagelkörnern und Sturm- oder Orkanböen. Aber auch im Westen und Norden des Landes könnten starke Gewitter-Stürme. Bereits am Vormittag ziehe sich demnach das Unwetter über Deutschland zu.

Heftige Unwetter hatten am Donnerstagnachmittag (20. Juni) im Süden Deutschlands Spuren hinterlassen. Über Nacht gab es wohl nur eine kurze Verschnaufpause – die nächsten Unwetter-Zellen bilden sich zum Freitagmorgen bereits im Süden, Osten und Südwesten. (Collage)

Diese Prognose bereitet vor allem den Organisatoren von Open-Air-Veranstaltungen derzeit Kopfzerbrechen. Am Freitag sollen zwei der größten Festivals in Deutschland, das „Hurricane“ im Norden und das „Southside“ im Süden, beginnen. Zudem planen viele Städte, die Fußball-EM im Freien zu zeigen.

Unwetterschäden auf der Straße und Schiene: Baum stürzt auf Auto und klemmt Insassen ein

Update vom 20. Juni, 21.43 Uhr: Die Deutsche Bahn hat auf X mitgeteilt, dass es auf der Strecke zwischen Salzburg und Rosenheim im Bereich Übersee eine Unterbrechung wegen des Sturms gibt. In der DB-Navigator-App hieß es: „Unwetterschäden stören den Bahnverkehr zwischen Rosenheim und Freilassing. Die Züge halten am nächsten Bahnhof und warten dort die Dauer der Streckensperrung ab.“

Update vom 20. Juni, 18.52 Uhr: Ein Sturm hat am Donnerstag im Chiemgau dazu geführt, dass mehrere Bäume umstürzten und einige Straßen blockierten. Laut einer Mitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd stürzte ein Baum in Übersee auf ein Auto, in dem sich zwei Personen befanden. Ein Sprecher der Polizei erklärte, dass die Feuerwehr die beiden Insassen befreit habe und diese unverletzt blieben. Zudem wurden auf der Autobahn A8 bei Siegsdorf Gegenstände auf die Fahrbahn geweht.

Schwergewitterlage droht: Amtliche Wetter-Warnung für 23 Kreise in Deutschland

Erstmeldung vom 20. Juni, 17.13 Uhr: Offenbach – Im Alpenraum blitzt die Warnkarte bereits rot. Amtliche Unwetterwarnung der Stufe 3. Auf Bayern und den Südwesten Deutschlands kommen am Donnerstagabend (20. Juni) Gewitter mit Starkregen zu.

Schwere Gewitter und Hagel bis fünf Zentimeter: Amtliche Wetter-Warnung für 23 Kreise

Im Alpenvorland drohen vereinzelt „schwere Gewitter mit großen Hagel zwischen zwei und fünf Zentimetern“, schreibt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Außerdem rollen schwere Sturmböen bis Orkanböen (90 bis 120 km/h) an. Aktuell gelten Wetter-Warnungen für die 23 Kreise. Betroffen sind:

  • Aichach-Friedberg
  • Altötting
  • Augsburg
  • Bad Tölz-Wolfratshausen
  • Berchtesgaden
  • Dachau
  • Erding
  • Freising
  • Freyung-Grafenau
  • Fürstenfeldbruck
  • Garmisch-Partenkirchen
  • Landsberg am Lech
  • Landshut
  • Miesbach
  • Mühldorf am Inn
  • Oberallgäu
  • Ostallgäu
  • Passau
  • Rosenheim
  • Rottal-Inn
  • Traunstein
  • Unterallgäu
  • Weilheim-Schongau

Vor allem Bayern ist von den Unwetter-Warnungen betroffen. Ursache für die Unwetter ist ein Tief, das von Frankreich nach Norddeutschland zieht und warme, gewitterträchtige Luft mit sich bringt.

Schwergewitterlage droht: Unwetter-Gefahr im Südosten und Osten – DWD warnt vor Gewitter und Starkregen

Die Warnlage verschiebt sich am Freitag auf den Südosten und Osten von Deutschland. Der DWD spricht von einer „erhöhten Gefahr einer Schwergewitterlage“. Erneut drohen Unwetter mit sehr großem Hagel, Sturm- und Orkanböen sowie Starkregen. Am Samstag besteht Gewitter- und Starkregen-Gefahr über der Südhälfte. Nach den Unwettern kündigt sich allerdings ein „strammer Wetterwechsel“ in Deutschland an. (moe)

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa | DWD

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