„Vergleichbar mit Spanien und Griechenland“

Günstigstes Urlaubsland Europas: Experten ermitteln neues Trend-Ziel für 2025

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Die Urlaubsplanung für 2025 ist im Gange. Schon jetzt zeichnen sich einige Reise-Trends ab. Ein Land überrascht dabei besonders.

München – Auch wenn es bis zum Sommer noch eine Weile dauert, geht die Urlaubsplanung bei vielen schon früh los. Doch wo soll es dieses Jahr hingehen? Für 2025 haben sich bereits einige Reise-Trends herauskristallisiert. Wer dabei ein günstiges Urlaubsziel sucht, wird fündig.

Reise-Ziele für den Urlaub 2025: „Die Klassiker stehen ganz oben auf der Wunschliste“

„Es zeigt sich deutlich, dass kleinere, alternative Reiseziele bei deutschen Reisenden, die Europa abseits der ausgetretenen Touristenpfade und darüber hinaus erkunden möchten, zunehmend beliebter werden“, heißt es im Reisetrends-Bericht 2025 von Skyscanner.

Besonders beliebt scheint demnach die Region Kalabrien in Italien, die als „wunderbare Alternative zur altbekannten Toskana“ beschrieben wird. Die Suchanfragen für das Urlaubsziel seien um 747 Prozent gestiegen. Dem Bericht zufolge sei auch Marokko 2025 besonders angesagt. Dafür hätte es 724 Prozent mehr Suchanfragen gegeben.

Aber: „Die Klassiker für Sonne, Strand und Meer stehen auch 2025 ganz oben auf der Wunschliste“, erklärte Tui-Sprecherin Susanne Stünckel dem Branchenmagazin Reisereporter. Gefragt seien demnach vor allem Mallorca, die Türkei sowie griechische Inseln. Laut einem Sprecher des Touristikunternehmens Schauinsland-Reisen steht die Türkei hoch im Kurs. „Wir haben unser Portfolio dort massiv ausgebaut und verzeichnen deshalb für 2025 aktuell mehr als doppelt so viele Buchungen wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres.“

„Vergleichbar mit Spanien und Griechenland“: Experten sehen neues Trend-Ziel für Urlaub 2025

Ein Trend-Reiseziel dürften viele aber wohl noch nicht auf dem Schirm haben: Bulgarien. Das Land habe „sich in den vergangenen Jahren enorm entwickelt. Die Hotels zeichnen sich inzwischen vielfach durch gehobenen Standard aus – vergleichbar mit Spanien, Griechenland und anderen beliebten europäischen Zielen – und bieten ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis“, so der Sprecher von Schauinsland-Reisen gegenüber dem Magazin.

Das Balkanland Bulgarien könnte einer neuer Reisetrend 2025 werden.

Auch Tui-Sprecherin Stünckel sieht hier eine gestiegene Nachfrage, ebenso wie für Albanien. Dabei könnte Albanien durchaus noch als Geheimtipp, abseits riesiger Touristenströme, gelten. Bereits im vergangenen Jahr waren die Suchanfragen der Deutschen dazu gestiegen. Und auch Bulgarien holt immer mehr auf. Der Balkanstaat am Schwarzen Meer hat mehr zu bieten als die Partymeile am Goldstrand. Im Sommer können Urlauber nicht nur die rund 400 Kilometer lange Küste genießen, im Winter verwandelt sich Bulgarien in ein Winterparadies für Skifahrer.

Faszinierende Balkan-Schönheit: Zehn der sehenswertesten Orte in Albanien

Panorama von Albaniens Hauptstadt Tirana
Die Hauptstadt Albaniens wird bei der Urlaubsplanung oft übergangen. Im Vergleich zu Metropolen wie London oder Rom sind die Attraktionen meist schnell gesehen, doch das macht sie nicht minder sehenswert. Tirana blickt nämlich auf eine wechselvolle Geschichte zurück, was an den Bauwerken aus osmanischer oder sowjetischer Zeit zu sehen ist. Zentrum der Stadt ist der Skanderberg-Platz, an dem sich die Et’hem-Bey-Moschee aus dem 18. und 19. Jahrhundert befindet. Noch größer ist die Namazgja-Moschee, die mit ihren vier eindrucksvollen Minaretten schon jetzt zum Wahrzeichen der Stadt wird (siehe Foto) – obwohl der Bau noch nicht beendet ist. © Pond5 Images/Imago
Stadt Gjirokaster in Albanien
Im Süden Albaniens befindet sich Gjirokaster, auch bekannt als „Stadt der tausend Stufen“. Sie schmiegt sich an die Hänge des Gipfels Mali i Gjerë und offenbart einen wunderbaren Panoramablick auf das Drinostal. Die Altstadt gilt aufgrund ihrer einzigartigen osmanischen Architektur als Unesco-Welterbe. Viele der zweistöckigen Gebäude entstanden im 17. Jahrhundert, genauso wie die Basar-Moschee. Besucher können durch die faszinierenden, schmalen Gassen schlendern und die authentische albanische Küche genießen. © Pond5 Images/Imago
Strand in der Nähe von Dhërmi in Albanien
Dhërmi ist ein wunderschönes Dorf an der Küste der Albanischen Riviera – und somit ein perfekter Ort für einen Strandurlaub. Im Sommer gibt es hier laute Musik sowie gut gefüllte Restaurants und Bars. Wer dem Getümmel entgehen will, findet an dem weitläufigen Küstenabschnitt aber dennoch ein ruhiges Plätzchen. Das Dorf selbst ist mit seinen kopfsteingepflasterten Straßen, kleinen Kirchen und weißen Häuschen, die an griechische Dörfer erinnern, ebenfalls einen Abstecher wert. © Pond5 Images/Imago
Ehemalige Handelsbrücke Ura e Mesit nördlich der Stadt Shkodra in Albanien
Weit im Norden Albaniens, nahe der Grenze zu Montenegro, befindet sich die Stadt Shkodra. Historisch gesehen ist sie die älteste des Landes, zum ersten Mal erwähnt wurde sie im 4. Jahrhundert v. Chr. Aufgrund ihrer Lage entlang von wichtigen Handelsrouten war sie des Öfteren das Zentrum von Konflikten – und lag mal in römischer, mal in serbischer und mal in osmanischer Hand. Zu sehen ist das auch an der ehemaligen Handelsbrücke Ura e Mesit etwa acht Kilometer entfernt von Shkodra, die heute ein beliebtes Fotomotiv ist (siehe Bild). In Shkodra gibt es für Touristen ebenfalls viel zu bestaunen: Bekannteste Sehenswürdigkeit ist die Festung Rozafa am südlichen Rand der Stadt. Gleich danach folgt die Bleimoschee, die ihren Namen den Blei-Kuppeln verdankt, mit denen sie überdacht ist. © Benedetta Barbanti/Imago
Berat in Albanien
Nach der „Stadt der tausend Stufen“ folgt die „Stadt der tausend Fenster“: Berat zählt wie Gjirokaster zum Unesco-Welterbe und ist von der typischen Architektur der osmanischen Zeit geprägt. Ihren Namen verdankt sie den gleichmäßig in die Steinfassaden eingelassenen Fenstern. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt die Königsmoschee aus dem 15. Jahrhundert, die zu den ältesten der Stadt gehört. Auch die Burg Kalaja blickt auf eine lange Geschichte zurück: In ihrer jetzigen Form wurde sie im 13. Jahrhundert errichtet, ihre Ursprünge gehen jedoch bis ins vorchristliche 4. Jahrhundert zurück. © Nikola Dubivská/Imago
Blick in die fantastische Landschaft der Osum Schlucht
Nicht weit von Berat entfernt liegt die atemberaubende Osum-Schlucht. Sie gehört aufgrund ihrer spektakulären Felsformationen und üppigen Vegetation zu den beeindruckendsten Landschaften Albaniens. An natürlichen Becken und Wasserläufen können Aktivurlauber sich sogar ins Wasser wagen, um ein erfrischendes Bad zu nehmen. Ganz in der Nähe befindet sich, versteckt zwischen den Wäldern, außerdem der idyllische Bogove-Wasserfall. © Bruno Kickner/Imago
Saranda in Albanien
Viele Jahre lang war Saranda vor allem den Einheimischen als Badeort bekannt. Mittlerweile wächst Albanien jedoch über seinen Status als „Geheimtipp“ hinaus und so entdecken auch immer mehr Touristen die charmante Hafenstadt. Als der schönste Strand in der Gegend gilt der Mirror Beach, doch auch der Pulebardha Beach lockt zahlreiche Sonnenhungrige an. Übrigens kann von Saranda aus auch ganz einfach die griechische Insel Korfu erreicht werden – eine Fahrt mit der Fähre dauert nur 30 Minuten. © Pond5 Images/Imago
Ruinenstadt Butrint im Nationalpark Butrint in Albanien
Unweit des Badeparadieses Saranda befindet sich der Nationalpark Butrint. Sein Zentrum bildet die gleichnamige Ruinenstadt, die zum Unesco-Welterbe zählt. Besucher stoßen auf zahlreiche Spuren aus der Antike, wie die Überreste eines römischen Amphitheaters. Doch auch eine byzantinische Kirche und ein Baptisterium sowie eine Hügelburg aus der venezianischen Zeit gibt es zu besichtigen. © Maria Maar/Imago
Orthodoxe Kirche in der Stadt Korca in Albanien
Die Stadt Korça befindet sich im Südosten Albaniens und ist weit entfernt von Stränden und anderen Touristen-Hotspots. Somit können Urlauber sich die „Wiege der albanischen Kultur”, wie sie auch gerne genannt wird, ganz ohne Menschenmassen ansehen. Die Architektur der Stadt ist von osmanischen und französischen Einflüssen geprägt. Es gibt breite Boulevards, grüne Parkanlagen und neoklassizistische Villen – weshalb Korça einst auch als das Paris Albaniens galt. Zu den schönsten Sehenswürdigkeiten zählen die Auferstehungskathedrale (siehe Foto), die Mirahor-Moschee, der alte Basar und das Museum für Mittelalterliche Kunst. © Martin Siepmann/Imago
Luftaufnahme im Tal des Theth Nationalparks
Wer auf der Suche nach Bewegung und wundervollen Landschaften ist, liegt mit den Albanischen Alpen genau richtig. In der Abgeschiedenheit des Nationalparks befinden sich nur kleinere Siedlungen wie Theth oder Valbona, von denen Wanderer ihren Weg durch das beeindruckende Bergpanorama starten können. Unterwegs gibt unter anderem der Grunas-Wasserfall und den See Syri i Kaltër (dt. „blaues Auge“) zu entdecken. © Unai Huizi/Imago

Bei der Suche nach dem richtigen Urlaubsziel für 2025 ist aber auch der Preis entscheidend. Hier dürfte Bulgarien ebenfalls viele überzeugen. Laut Statistischem Bundesamt sind Gaststätten- und Hoteldienstleistungen in süd- und osteuropäischen Ländern ohnehin günstiger als in Deutschland. Am günstigsten ist es demnach aber in Albanien (54 Prozent weniger) und Bulgarien (55 Prozent weniger). „Dort kosteten Hotelaufenthalte und Restaurantbesuche weniger als halb so viel wie in Deutschland“, heißt es. Zum Vergleich: Italien ist nur fünf Prozent günstiger, Spanien 26 Prozent. Wer besonders viel Zeit im Ausland verbringen will, kann seinen Urlaub mit Brückentagen verlängern. (kas)

Rubriklistenbild: © Vale1213/imago

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