„Wenn man weiß, was sie Menschen antun“

Bewegendes Interview aus Israel: Vater ist erleichtert, als er vom Tod seiner Tochter hört

  • schließen

Der Vater eines durch die Hamas in Israel getöteten Kindes gibt ein emotionales Interview. Wenigstens sei ihr die Folter im Gazastreifen erspart geblieben, sagt er.

Kibbuz Be‘eri - Der Krieg in Israel hat auf Seite des jüdischen Landes im Nahen Osten mindestens 1200 Menschen das Leben gekostet. Stand Freitag (13. Oktober), 14.30 Uhr. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die israelischen Behörden.

Kibbuz Be‘eri in Israel: Hamas ermordet achtjährige Emily Hand

Eines der Opfer des heimtückischen Überfalls der radikalislamistischen Hamas auf israelische Siedlungen wurde gerade mal acht Jahre jung - das kleine Mädchen Emily Hand aus dem grenznahen Kibbuz Be‘eri. Wie im israelischen Kibbuz Kfar Azza spielten sich auch hier grausame Szenen ab.

Laut RTL wurden einzig dort 100 Menschen und damit jeder zehnte Einwohner durch die palästinensische Terrormiliz ermordet, als diese auf wehrlose Bürger schoss und deren Häuser samt der Bewohner anzündete. Besonders bitter: Thomas Hand, einer der Bewohner, hat sich in einem Interview erleichtert über den Tod seiner Tochter Emily gezeigt. So sei sie wenigstens der drohenden Folter durch die Hamas im Gazastreifen entgangen, meinte er.

Thomas Hand, Vater der von der Hamas in Israel getöteten achtjährigen Emily.

„Sie sagten: ‚Wir haben Emily gefunden. Sie ist tot’. Und ich habe nur ‚Ja!’ gesagt. Ich sagte ‘Ja’ und lächelte, denn in Anbetracht aller möglichen Nachrichten, die ich kenne, war das die Beste“, erzählte Thomas Hand mit zitternder Stimme dem US-Sender CNN: „Das war das Beste, was man sich erhofft hatte. Sie war entweder tot oder in Gaza. Und wenn man weiß, was sie den Menschen in Gaza antun, ist das schlimmer als der Tod.“

Hamas tötet kleine Emily: Israelisches Kibbuz Be‘eri heimtückisch überfallen

Die Hamas hatte rund 130 Geiseln nach Gaza entführt, israelische und internationale. Darunter sind laut Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Die Grünen) auch sieben Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit, zum Beispiel die erst 22-jährige Shani Louk mit Wurzen im schwäbischen Ravensburg am Bodensee.

Thomas Hand meinte bei CNN mit Blick auf seine ermordete Tochter Emily: „Sie hätte kein Essen. Sie hätte kein Wasser. Sie wäre in einem dunklen Raum mit Gott weiß wie vielen Menschen. Und sie hätte jede Minute, jede Stunde, jeden Tag und möglicherweise auch die nächsten Jahre Angst. Der Tod war also ein Segen. Ein absoluter Segen.“ Am Tag des Überfalls habe Emily bei einer Freundin in der Nachbarschaft übernachtet, so habe er ihr nicht helfen können, erzählte er: „Sie macht das nicht oft, aber leider hat sie in dieser Nacht - Freitagabend - bei ihrer Freundin geschlafen.“

Krieg in Israel: Armee bereitet sich auf Bodenoffensive gegen Hamas in Gaza vor

Es ist nur ein Beispiel unter vielen für die völlig enthemmte Brutalität in der Auseinandersetzung. Der israelische Premier, Benjamin Netanjahu, hatte Fotos getöteter jüdischer Babys veröffentlicht und dem US-amerikanischen Außenminister Anthony Blinken gezeigt. Währenddessen bereitet sich die israelische Armee mit Kampfpanzern Merkava, Schützenpanzern Namer und Haubitzen M109 auf die angekündigte Bodenoffensive gegen Hamas im Gazastreifen vor. (pm)

Rubriklistenbild: © Screenshot CNN

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion