- VonCarmen Mörwaldschließen
Erst Italien und die Schweiz, jetzt Kroatien: In dem Urlaubsland wurden zu Ostern schwere Unwetter prognostiziert. Mittlerweile scheint sich das Wetter etwas beruhigt zu haben.
Update vom 19. April, 10.23 Uhr: Kroatien scheint die Unwetter überstanden zu haben. Am Samstag (19. April) wird zwar mancherorts noch Regen gemeldet – vor allem auf und um Ćićarija und Učka – größere Unwetter soll es vorerst aber nicht geben. Das berichten mehrere kroatische Medien, darunter morski.hr. Lediglich im Hochland müsse mit kräftigen Böen gerechnet werden.
Update vom 18. April, 16,44 Uhr: Langsam scheint sich die Wetterlage in Kroatien wieder zu normalisieren. Nach Informationen des staatlichen hydrometeorologischen Instituts (DHMZ) bestehen derzeit keine Unwetterwarnungen für Kroatien mehr. Für den morgigen Tag prognostiziert das DHMZ zumindest teilweise sonniges und meist trockenes Wetter.
Wetterlage in Kroatien beruhigt sich langsam – Kroatischer Automobilclub mahnt dennoch zur Vorsicht
Update vom 18. April, 9.40 Uhr: Die Wetter-Lage in Kroatien hat sich etwas beruhigt. Dennoch warnt der kroatische Automobilclub HAK vor Behinderungen im Straßenverkehr und rief Autofahrer zu Vorsicht und Geduld auf. Im Tagesverlauf sei in Städten, auf Zufahrts- und Umgehungsstraßen sowie auf allen wichtigen Straßenrouten und an den Grenzübergängen zu Bosnien und Herzegowina und Serbien mit erhöhtem Verkehr zu rechnen.
Aufgrund des Windes ist der Verkehr für Doppeldeckerbusse, Fahrzeuge mit Wohnwagenanhängern und Motorräder auf den Staatsstraßen Vaganac-Korenica-Udbina-Ondić und der Kreuzung Udbina-Gornja Ploča verboten, schreibt der HAK. In den meisten Teilen des Landes sind die Straßen nass und rutschig. Auch Erdrutsche seien möglich.
Punktuelle Unwetter-Warnungen für Kroatien
Update vom 18. April, 6.20 Uhr: Wie der Karte von wetter.de zu entnehmen ist, gibt es für Kroatien inzwischen nur noch punktuell Unwetter-Warnungen. Betroffen ist die Küste vor Zadar und der äußerste Süden. Die Unwetter werden demnach weniger stark ausfallen als zuvor angenommen. Laut dem Portal 5min.at sprach der kroatische Wetterdienst Državni hidrometeorološki zavod (DHMZ) am Gründonnerstag noch die zweithöchste Warnung (orange) aus. Mittlerweile wird auf der Karte nur noch Regen verzeichnet.
Erstmeldung vom 17. April 2024: Zadar – In Kroatien herrscht derzeit eine angespannte Wetterlage. Ein starker Südostwind namens Jugo – auch bekannt unter Scirocco – bringt feuchte und warme Luft vom Mittelmeer an die Adria-Küste. Diese Bedingungen sorgen laut dem österreichischen Wetter-Portal wetter.at für unruhige Tage, insbesondere rund um Ostern. Einheimische und Urlauber sollten sich auf demnach auf Unwetter mit heftigen Regenfällen und stürmischen Winden einstellen.
Kroatien ist allerdings nicht das einzige Land, in dem Ostern buchstäblich ins Wasser fällt. Fatale Alpen-Unwetter haben dafür gesorgt, dass Zermatt durch Schneemassen von der Außenwelt abgeschnitten wurde. In Italien gab es über Nacht mehrere Erdrutsche. 250 Menschen mussten wegen massiven Überschwemmungen auf den Bahngleisen aus einem Zug evakuiert werden. Eine Besserung der Wetterlage ist nach derzeitigem Stand (17. April) nicht in Sicht.
Sturzfluten, Erdrutsche und jetzt noch Schnee – Bilder zeigen heftiges Ausmaß des Italien-Unwetters




„Es trifft leider wirklich die ganz typischen Urlaubsregionen“ – Kroatien soll das nächste Unwetter drohen
Nach Informationen von wetter.at soll es in Kroatien vor allem am Gründonnerstag zu heftigen Regenfällen kommen, die die Pläne vieler Urlauber beeinträchtigen könnten. Besonders entlang der Adria-Küste wird es ungemütlich, wie dem Portal wetter.de zu entnehmen ist. Es wurden mehrere Unwetter-Warnungen herausgegeben. Wetter-Experte Dominik Jung hat bereits zuvor vor einem Urlaubs-Schock an Ostern gewarnt und riet, die Reise nach Italien zu überdenken.
„Generell muss man sagen: Es trifft leider wirklich die ganz typischen Urlaubsregionen“, erklärt Diplom-Meteorologe Gernot Schütz gegenüber dem Sender SWR3. Dazu gehören unter anderem der Norden Spaniens, Teile Portugals, ganz Italien, die Mittelmeerinseln Korsika und Sardinien sowie die komplette Adria-Küste von Kroatien nach Albanien. Laut Schütz seien besonders die beliebten Urlaubsregionen Piemont, Ligurien und die Côte d‘Azure betroffen. Auch in Deutschland und Österreich drohen punktuell Unwetter.
Ostern fällt wegen Unwettern ins Wasser – aber Prognose macht Hoffnung
Weiter erklärt Schütz, dass das Unwetter bis Dienstag (22. April) nach Ostern anhält. Danach geht es wechselhaft weiter. Wie gefährlich die Wetterlage wird, sei „punktuell und regional sehr unterschiedlich“, weil es nicht gleichmäßig durchregne, so der Meteorologe. Insgesamt sind in der Woche Regenmengen von 280 bis über 500 Liter pro Quadratmeter zu erwarten. Zur Einordnung: In Mainz regnet es jährlich 550 Liter pro Quadratmeter, informiert SWR3.
Zu einer anderen Einschätzung gelangt wetter.at. Demnach beruhigt sich die Lage zumindest in Kroatien am Ostersamstag (19. April) wieder. „Es wird weitgehend trocken bleiben, und auch freundliche Wetterphasen sind möglich. Für Ostersonntag lässt sich aktuell noch keine verlässliche Prognose treffen“, heißt es. So oder so – Urlauber sollten die aktuellen Wetterprognosen in den betroffenen Ländern aufmerksam verfolgen und ihre Pläne dementsprechend anpassen. (cln)
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