VonAndreas Knoblochschließen
Ein Wanderer in Süditalien, Kalabrien, ist plötzlich von einer Höllenotter gebissen worden. Daraufhin musste schnell reagiert werden, sogar Experten halfen.
München – Viele zieht es für ihren Urlaub in den Süden Italiens, insbesondere an die malerische Küste Kalabriens. Doch auch das Silagebirge bietet eine willkommene Abwechslung vom Alltag, solange man nicht auf eine Höllenotter trifft. Der Sila-Nationalpark, der im Herzen Kalabriens liegt, ist ein beliebtes Ziel für Wanderungen an Bergseen, über Hügel und durch Wälder. Der Park trägt nicht ohne Grund den Beinamen „Grüne Lunge Kalabriens“, doch auch gefährliche Tiere sind hier heimisch, wie ein Wanderer leidvoll erfahren musste.
Im Sila-Nationalpark in Italien: Wanderer von Höllenotter gebissen – zunächst hielt er es für harmlos
Für deutsche Reisende ist der Nationalpark am besten über den Flughafen Lamezia Terme zu erreichen, der jährlich zahlreiche Strandurlauber in Süditalien begrüßt. Die Berge dort erreichen Höhen von fast 2000 Metern – und auf 1400 Metern Höhe wurde ein Wanderer schwer getroffen, wie Südtirol News berichtet. Der Mann bemerkte während seiner Tour ein Kribbeln in seiner Wade. Auch in Norditalien warnte ein Bürgermeister vor einer Schlangenplage und an einem Ausflugssee in Südtirol nimmt die Zahl der Schlangen „jedes Jahr“ zu.
Was sich als Biss einer schwarzen Schlange herausstellte, führte kurz darauf zu brennenden Schmerzen. Laut dem Portal dachte der Mann zunächst, es handle sich um eine „Schwarze Zornnatter“, eine harmlose Schlange. Doch in der Notaufnahme erlebte er einen Schock und die Ärzte waren überrascht. Ein Experte musste hinzugezogen werden. Es stellte sich heraus, dass der Mann von einer Höllenotter gebissen worden war.
Wanderer nach Aufnahme in die Notaufnahme außer Lebensgefahr – Italiener bezeichnen es als „einzigartigen Fall“
Dem Mann wurde sofort ein Gegengift verabreicht und er musste zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben. Der Wanderer soll sich auch außer Lebensgefahr befinden. Das Portal ecodellojonio.it bezeichnet den Vorfall als „einzigartigen Fall“. Laut dem Experten Gianluca Congi, der mit Fachleuten auf diesem Gebiet zusammenarbeitet, erinnert die Art der Verletzung an die Schlange, die früher auch „Schwarze Sila-Viper“ genannt wurde. Es wird darauf hingewiesen, dass Wanderer vorsichtig sein sollten, wo sie hinsteigen oder was sie berühren.
Höllenotter
Die Höllenotter ist eine einfarbige Kreuzotter. Das schwarze Tier, wie es auch im Sila-Nationalpark gefärbt gewesen sein soll, kommt in bergigen Gebieten öfter vor. Die melanistische Färbung geht auf Vererbung oder äußere Einflüsse wie Sonneneinstrahlung, Luftfeuchtigkeit oder Temperaturen zurück.
Kreuzottern gelten als sehr scheu und sie beißen nur, wenn sie sich extrem gefährdet fühlen. Nur selten stirbt ein Mensch durch einen giftigen Biss der Schlange, da die Dosis zu gering ist. Aber auch in Deutschland starb 2004 eine Frau (81) auf Rügen nach einem Biss der Schlange.
Giftige Schlangen sind nicht nur in Süditalien, sondern auch am Gardasee, einem der beliebtesten Ausflugsziele für Süddeutsche, zu finden. (ank)
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