Steigender Meeresspiegel

Deutsche Küstenstadt droht zu versinken – Klimawandel ist schuld

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Durch den Klimawandel steigt in den kommenden Jahren auch der Meeresspiegel. Für Greifswald und viele andere deutsche Küstenorte könnte das Land unter bedeuten.

Greifswald – Auch diesen Sommer war der Klimawandel angesichts der anhaltenden Hitze wieder ein Thema. Vielen macht er sogar Angst. Doch nicht nur Hitzewellen und andere Wetterextreme nehmen zu und werden in Zukunft auch in Deutschland vermehrt ein Problem werden, sondern auch der dadurch ansteigende Meeresspiegel. Selbst wenn man sich nach den optimistischsten Prognosen richtet, sind viele Küstenstädte und -gebiete an Nord- und Ostsee davon bedroht, im Meer zu versinken.

Modell zeigt Auswirkungen des Klimawandels auf Deutschlands Küstengebiete – viele Städte versinken

Das zeigt unter anderem ein Modell mit Prognosen des Meeresspiegelanstiegs im Jahr 2100 der Hamburger Hafencity Universität (HCU). Auf der interaktiven Karte werden die bedrohten Bereiche rot markiert. Gewählt werden kann dabei zwischen der Prognose für einen mittleren Temperaturanstieg von 1,8 Grad Celsius, einen mittleren Temperaturanstieg von 3,7 Grad sowie einem dritten Szenario, bei dem noch weitere verstärkende Faktoren wie etwa das Schmelzen des Permafrosts mit einberechnet wurden.

Durch den Klimawandel steigt auch der Meeresspiegel und lässt vielerorts Küstengebiete im Meer versinken. (Symbolbild)

Durch das Schmelzen des Permafrosts wird nämlich das darin gebundene CO2 freigesetzt, was den Klimawandel weiter beschleunigt. Zwischen 1.300 und 1.800 Gigatonnen davon sind laut dem Alfred-Wegener-Institut, einem der weltweit führenden Zentren für Klimaforschung, im Permafrost gebunden. Zum Vergleich: In der gesamten Atmosphäre sind es momentan gerade einmal 800 Gigatonnen.

Ansteigender Meeresspiegel wird bis 2100 Teile von Greifswald im Meer versinken lassen

Zu den betroffenen Gebieten gehört auch der Küstenort Greifswald. Selbst bei der Auswahl des optimistischsten Szenarios mit einer Klimaerwärmung von 1,8 Grad steht im Jahr 2100 ein Teil der Stadt unter Wasser. Diese Fläche ist im Fall des dritten Szenarios, das alle erschwerenden Faktoren berücksichtigt, sogar noch größer.

In den kommenden Jahrzehnten werden viele Küstenstädte wie etwa Greifswald im Meer versinken. Grund dafür ist der Klimawandel und der dadurch ansteigende Meeresspiegel.

Aber nicht nur Greifswald und die umliegenden Gebiete sind vom steigenden Meeresspiegel bedroht und könnten durch den Klimawandel unbewohnbar werden. Dem gesamten deutschen Küstengebiet steht in den kommenden Jahren ein gravierender Wandel bevor. Auch viele Inseln wie etwa Norderney, Amrum oder Sylt werden Teile ihrer Landmasse ans Meer verlieren. Eine Insel in der Nordsee soll sogar ganz untergehen. (sp)

Rubriklistenbild: © Peter Hartenfelser/Imago

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