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Ein Tornado sorgt im italienischen Badeort Fregene unweit von Rom für erhebliche Schäden. Mehrere Strände werden bei dem Wirbelsturm überflutet.
Fregene – Teils heftige Unwetter suchen weiter Italien heim. Der Sturm Ciarán hatte in den vergangenen Tagen vor allem in der mittelitalienischen Region Toskana für schwere Schäden gesorgt.
Unwetter in Italien: Wirbelsturm an der römischen Küste bei Fregene
Am Wochenende traf es nun das nächste Unwetter die im Volksmund sogenannte „römische Küste“ unweit der italienischen Hauptstadt zwischen Ostia und Fregene. Am Sonntagmorgen (5. November) gegen 8 Uhr zog ein Tornado im beliebten Küstenort Fregene eine Sturmflut nach sich. Wassermassen aus dem Meer fluteten ganze Strandabschnitte bis an die Promenade, wie mehrere italienische Medien berichten.
Fregene wurde zwar nicht überschwemmt. Der Wirbelsturm verwüstete jedoch etliche Straßenzüge teils erheblich. Das berichten unter anderem die Rundfunkanstalt Rai und die Tageszeitung Il Messaggero. Fregene hat rund 6500 Einwohnern. Die Gemeinde gilt mit ihren weiten Sandstränden und heimeligen Pinienwäldern als Naherholungsgebiet für die Metropole Rom (rund 2,9 Millionen Einwohner). Fregene, das knapp 17 Kilometer westlich der Römer Stadtgrenze liegt, gehört zur Kleinstadt Fiumicino (etwa 80.000 Einwohner) in der italienischen Region Latium.
In den Sozialen Netzwerken waren Videos von vollgelaufenen Stränden sowie beschädigten Strandhäusern und umgeknickten Bäumen zu sehen. Die Wellen erreichten durchschnittlich drei Meter und heute Morgen einen Spitzenwert von bis zu 3,5 Metern, schrieb Il Messaggero und berichtete, dass das Katastrophenschutzzentrum in Fiumicino die ganze Nacht wegen starker Winde mit Spitzengeschwindigkeiten von über 40 Knoten in Alarmbereitschaft blieb.
Eine große Kiefer blockierte die Via Castellammare, die Hauptstraße von Fregene. Der Verkehr musste an diesem Knotenpunkt demnach zeitweise unterbrochen werden, ehe die örtliche Feuerwehr den Baum beseitigen konnte. Weitere umgestürzte Bäume hätten Schäden an Zäunen und Bäumen verursacht, hieß es weiter.
Unwetter in Italien: Sturmflut und Tornado sorgen in Fregene bei Rom für schwere Schäden
Das Unwetter in Italien habe zudem mehrere Dächer abgedeckt, herumfliegende Gegenstände beschädigten Häuser. Laut Rai ließ der Wirbelsturm mehrere Holzhütten im Arcobaleno einstürzen, einer Strandanlage mit Umkleidekabinen, Imbissen, Restaurant-Terrassen und Sportmöglichkeiten. Berichte über Verletzte oder gar Tote durch das Unwetter gab es bis Montag (6. November) nicht. Feuerwehr und Katastrophenschutz würden sich nun einen Überblick verschaffen, um die Schäden abschätzen zu können. (pm)
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