„Dann ist Schluss mit Strandurlaub am Ballermann“

Das Ende vom Badeurlaub auf Mallorca? Experte warnt vor sterbenden Stränden

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Während der Tourismus auf Mallorca boomt, schrumpfen die Strände. Ohne menschliches Zutun wird es künftig keine Strände mehr geben, warnt ein Experte.

Palma – Mallorca zählt zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. Kein Wunder also, dass 2023 nach der Pandemie-Pause zum Rekordjahr werden könnte. Die Tourismusbranche verzeichnete bereits für Mai 30 Prozent mehr Buchungen als 2019, berichtete das Mallorca Magazin. Und das, obwohl der Mallorca-Urlaub deutlich teurer geworden ist.

Während sich Urlauber und Hoteliers freuen, wächst bei den Inselbewohnern der Unmut. „Die Überfüllung überschreitet alle Grenzen“, hieß es seitens der Umweltorganisation Terraferida. Besonders in Gefahr sind die Strände auf Mallorca. Der Forschungsbericht „Balearic Sea Report 2022“ zeigte, dass die sensiblen Öko-Systeme auf der Urlaubsinsel allmählich verschwinden.

Erosionen und Massentourismus bedrohen Mallorcas Strände

Zwischen 2002 und 2012 verfielen auf Mallorca und Formentera 20 Prozent der Strände. Besonders betroffen seien städtische Strände wie S‘Arenal, Cala Millor oder Cala Blanca. Zudem verschlechtere sich die Qualität der Badegewässer. Grund für den Sandverlust sind vor allem Erosionen, Massentourismus und Bebauung.

Selbstbeteiligung oder mehr zahlen aufgrund des Alters: Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung

Ein Kreuz auf einem Friedhof
Wann greift die Reiserücktrittsversicherung? Bei Tod oder unerwarteter, schwerer Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Die Reiserücktrittsversicherung greift in der Regel auch, wenn eine unerwartete Impfunverträglichkeit auftritt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Bei einer Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
Arbeitsmarkt
Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © picture alliance / dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität können valide Gründe für einen Reiserücktritt sein. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Bei einem Bruch von Prothesen oder einer unerwarteten Lockerung von Implantaten können Sie von der Reiserücktrittsversicherung Gebrauch machen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Bei einer Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage können Sie von einer Reise zurücktreten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verschiebung des Termins nicht zustimmt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Wenn die Urlaubsvertretung eines Selbständigen ausfällt, zum Beispiel wegen Krankheit, dürfen Sie von der Reise zurücktreten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Auch das gilt: Eine unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Auch ein unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark) sorgt dafür, dass die Reiserücktrittsversicherung greift. © dpa

Laut Wetter-Experte Dominik Jung verschlucken der steigenden Meeresspiegel sowie Stürme und Unwetter ebenfalls massenweise Sand, sagte er gegenüber Bild. „Die Intensität der Stürme und Unwetter rund um die Balearen hat zugenommen. Dabei wird oft viel Sand beziehungsweise Strand abgetragen und ins Meer gespült.“ Dieses Phänomen gebe es auch in Deutschland. Die Inseln hierzulande würden jedes Jahr immer mehr an Strand und Umfang verlieren.

Urlaub auf Mallorca: Wetter-Experte mit düsterer Prognose für Strand-Besuch

Antrieb für den Anstieg des Meeresspiegels und die Intensivierung der Stürme sei vor allem die Klimakrise, sagte Jung. „Das Wasser erwärmt sich viel mehr als noch vor 20 bis 30 Jahren. Im vergangenen Sommer hatten wir um die Balearen zeitweise Meerestemperaturen um 30 bis 31 Grad. Abkühlung war da nicht mehr gegeben.“ Die Klimaerwärmung sei „so heftig wie noch nie seit Beginn der klimatologischen Aufzeichnungen“, mahnte der Wetter-Experte. Daran hat vor allem der Mensch einen großen Anteil: Allein durch natürlichen Aspekte sei das nicht mehr zu erklären, so Jung gegenüber Bild.

Sind Sonnenbäder an den Stränden von Mallorca künftig nicht mehr möglich? Ein Wetter-Experte malt ein düsteres Zukunftsbild für die beliebte Ferieninsel.

Wie und ob sich die Strände auf Mallorca wieder erholen, bleibt abzuwarten. „Ohne menschliches Zutun“ sei das nach Jung jedenfalls nicht möglich. Inzwischen würden bereits viele Strände künstlich mit Sand aufgefüllt. „Von selbst wird sich da kaum noch etwas erholen. Tut man gar nichts mehr, wird es auf Mallorca in 30 bis 40 Jahren gar keine Strände mehr geben. Dann ist Schluss mit Strandurlaub am Ballermann“, hieß es weiter.

Das im vergangenen Jahr eingeführten Tourismusgesetz soll den Massentourismus auf Mallorca künftig bremsen. So dürfen Hotels beispielsweise keine neuen Betten mehr entstehen lassen und die Zahl der Kreuzfahrt-Touristen wird reduziert. Nur noch drei Schiffe pro Tag dürfen in Palma anlegen. (kas)

Rubriklistenbild: © Clara Margais/dpa

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