VonKai Hartwigschließen
Eine Salmonellen-Vergiftung ist gefährlich. In Österreich endete sie für eine Person tödlich. Diese aß zuvor wohl Kebab, die Behörden haben einen Verdacht.
München/Wien – Bei klassischen Imbiss-Gerichten stehen einige Speisen hoch im Kurs. Dazu zählen seit Jahren Currywurst mit Pommes oder Pizza. Und auch der Döner oder das Kebab-Sandwich sind für den schnellen Hunger beliebte Gerichte. Der Preis für Döner und Kebab hatte in Deutschland kürzlich für erhebliche Diskussionen gesorgt. In Österreich sorgt nun ein Lebensmittelskandal für Aufsehen: Offenbar wurden in der Alpenrepublik mehrfach Kebab verkauft, in dem Gammelfleisch steckte. Für eine Person endete das tödlich.
Gammel-Kebab in Österreich verkauft: Mann stirbt an Salmonellen-Vergiftung, zahlreiche Personen erkranken
Die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) gab Anfang August in einer Mitteilung bekannt: „Aktuell gibt es in Österreich, aber auch in anderen EU-Staaten, lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche, die wahrscheinlich mit Salmonella Enteritidis kontaminierten Hühner-Kebab-Spießen aus Polen in Verbindung stehen.“
Seit Februar 2023 erkrankten laut der AGES 14 Menschen in Österreich, die Kebab gegessen hatten, an einem Salmonellen-Stamm namens „Salmonella Enteritidis ST11 CT9791“. Weiter hieß es in der Mitteilung: „Erkrankungsfälle mit diesem Stamm wurden auch aus Dänemark, Deutschland, Frankreich, Niederlande, Norwegen und dem Vereinigten Königreich gemeldet.“
Nun habe ein weiterer Salmonellen-Ausbruch („Salmonella Enteritidis ST11 CT13755“) in Österreich sogar ein Todesopfer gefordert. Sechs weitere Menschen erkrankten seit April. Ein dritter Salmonellenstamm (Salmonella Enteritidis ST11 CT2114) habe zudem „für sechs weitere Erkrankungsfälle in Österreich und auch für Fälle in mehreren anderen europäischen Ländern (Irland, Belgien, Niederlande, Frankreich)“ gesorgt.
Salmonellen-Vergiftung nach Kebab-Mahlzeit – „Hühnerfleisch aus polnischer Produktion“ wohl Infektionsquelle
Nach ersten Erkenntnissen aus Untersuchungen der AGES geht die Behörde davon aus, dass „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ ein „Hühnerfleisch aus polnischer Produktion, das für die Produktion von Kebap-Spießen verwendet wurde“, die „Infektionsquelle“ der Salmonellen-Erkrankungen ist.
Bei der an den Folgen einer Salmonellen-Vergiftung verstorbenen Person handelt es sich laut einem Bericht von oe24.at um einen Mann. Er soll demnach zum Zeitpunkt seines Todes 60 Jahre alt gewesen sein. Das Portal gab zudem an, dass europaweit über 100 Menschen aufgrund von Salmonellen-Erkrankungen durch den Gammelfleisch-Konsum in Krankenhäuser behandelt werden müssen. Unterdessen hat die Stiftung Warentest auch in einem Steak eines bekannten Discounters Salmonellen nachgewiesen. (kh)
