Maseru ist die Hauptstadt von Lesotho. Etwa 300.000 Menschen bilden die Bevölkerung der für Geschichte und Politik des Binnenstaates wichtigen Stadt.
Maseru – Gänzlich umschlossen von Südafrika ist der Binnenstaat Lesotho. In der Hauptstadt Maseru leben etwa 300.000 Menschen. Für Geschichte, Kultur und Politik ist Maseru die wichtigste Stadt des Landes.
Maseru: Geographie und wichtige Daten
Maseru ist die Hauptstadt Lesothos und hat etwa 300.000 Einwohner. Damit ist Maseru die mit Abstand größte Stadt im, für afrikanische Verhältnisse, kleinen Lesotho. Die Fläche des Landes entspricht in etwa der Fläche Belgiens. Lesotho hat eine Besonderheit, die das Land im Süden Afrikas lediglich mit 2 anderen Ländern dieser Welt teilt. Es ist komplett von einem anderen Land umschlossen – in diesem Fall von der Republik Südafrika. Die zwei anderen Länder sind der Vatikan und San Marino, welche beide von Italien umschlossen sind.
Maseru liegt am Fluss Caledon, welcher sich auf 480 Kilometern durch Lesotho bewegt. Am Caledon ist auch die Grenze zu Südafrika gezogen. Der Name der Stadt ist abgeleitet von einer Art von Sandstein, die nahe der Stadt vorkommt. Das Klima in der Stadt ist ein gemäßigtes Klima, da sie auf über 1500 Metern Höhe liegt. So kann es im Winter (Mai – August) auch schonmal vorkommen, dass Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt erreicht werden. Im Sommer liegt die Temperatur normalerweise bei über 25 Grad Celsius.
Durch die Geschichte des Staates ist der Großteil der Bevölkerung ethnisch gesehen den Basotho zuzuordnen. In der Politik wird das Land vertreten durch Premierminister Moeketsi Majoro.
Im Land werden 5 Sprachen gesprochen:
- Sesotho: Amtssprache und Muttersprache für 99% der Bevölkerung ist die Bantusprache Sesotho
- Englisch: Ein Vermächtnis aus der Zeit als britische Kronkolonie ist die englische Amtssprache.
- isiZulu
- Sphutui
- isiXhosa
Maseru: Geschichte
Lesotho war bereits nachweislich im Jahr 25000 vor Christus besiedelt. Das weiß man durch gut erhaltene Höhlen- und Felsmalereien auf dem heutigen Staatsgebiet. Die Vorfahren der heutigen Bewohner siedelten sich etwa ab dem 5. Jahrhundert an und verdrängten die bisherigen Stämme, welche in der vorherigen Geschichte dort gelebt hatten.
Anfang des 19. Jahrhunderts vereinten sich die Stämme der Basotho unter Häuptling Moshoeshoe I. gegen die außenpolitischen Bedrohungen durch den Zulu-König Shaka und später durch den Oranje-Freistaat. Als Moshoeshoe I. einsehen musste, dass er gegen die Soldaten des Freistaates machtlos war, wandte er sich an die Briten, um Schutz zu erlangen. 1843 kam Lesotho unter britisches Protektorat. 1859 wurde dieser Zustand allerdings wieder aufgelöst, da die Briten ihre Beziehungen zum Freistaat verbessern wollten. Dem folgenden Angriff auf Lesotho im Jahr 1865 konnten Moshoeshoes Truppen nicht standhalten und die Briten griffen schlussendlich doch ein um eigene Interessen zu sicher. Ab 1868 wurde Lesotho und seine Bevölkerung britische Kolonie unter dem Namen Basutoland.
Maseru war ab 1869 die Hauptstadt dieser Kolonie. Im Jahr 1966 rief die Politik in Lesotho die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich aus, welche auch gewährt wurde.
Maseru: Politik & Wirtschaft
Das politische System Lesothos ist eine parlamentarische Monarchie mit einem Zweikammerparlament. Der aktuelle Premierminister wird von der Bevölkerung gewählt und ist seit 2020 Moeketsi Majoro. König ist seit 1996 Letsie III.. Der König hat in der neueren Geschichte vorrangig repräsentative Funktion. Alle Staatsorgane und Repräsentanten residieren und arbeiten in Maseru. Die Politik der Stadt Maseru leitet Bürgermeister Tholang Sefojane.
Maseru ist das Zentrum der Wirtschaft in Lesotho. Wichtige Infrastruktur, wie Fernstraßen oder Bahnstrecken kommen in Maseru zusammen. Das ist ein Grund, weshalb sich die Hauptsitze aller wichtigen Organisationen des Landes hier angesiedelt haben. Sowohl der Dienstleistungssektor als auch produzierende Industrie ist in Maseru zu finden. Produziert wird unter anderem Bier, Mehl, Kerzen, Teppiche und Kleidung. Auch ausländische Firmen lassen sich hier nieder, produzieren allerdings oftmals unter fragwürdigen Bedingungen für die Bevölkerung. Das Pro-Kopf Bruttoinlandsprodukt liegt kaufkraftbereinigt bei 2624 US-Dollar. Damit gehört Lesotho zu den ärmsten Ländern der Welt.