Corona-Pandemie

Omikron BA.2.75: Symptome, ihre Dauer und unzählige neue Virusvarianten

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Unter den schier unendlichen Virusvarianten der Corona-Pandemie spielt inzwischen auch Omikron BA.2.75 eine Rolle. Welche Symptome bringt die Variante mit sich?

Berlin – Die Corona-Pandemie bringt stetig neue Subvarianten hervor, den Überblick zu bewahren ist kaum möglich. Derzeit wird unter anderem über die Virusvariante Omikron BA.2.75 diskutiert: Während in Deutschland noch Omikron BA.5 als Pandemietreiber agiert, verbreitet sich in Indien vor allem der auch als „Centaurus“ bekannte Subtyp BA.2.75. Welche Symptome zeigen sich, bei einer Infektion? Klar ist: Die Unterscheidung zwischen Subtypen, anhand der Symptome, ist kaum möglich. Doch Omikron BA.2.75 könnte das Zeug haben, eine Welle zu erzeugen – auch wenn es das hierzulande bisher nicht hat: Noch liegt der Anteil laut RKI bei unter einem Prozent.

Omikron-Symptome: Begleiterscheinungen bei Omikron BA.2.75 nur schwer der Variante zuzuordnen

Mit Omikron BA.75 verbreitet sich in Indien, wo es inzwischen Corona-Nasensprays gibt, derzeit rasant eine weitere Subvariante von Omikron. Die gute Nachricht: Laut Times of India ist der Anstieg der Infektionen und Hospitalisierungen bisher nicht alarmierend. Es gibt bisher keine Hinweise auf besonders zahlreiche schwere Verläufe. Dennoch: In Indien ist Omikron BA.2.75 in einem Großteil der entnommenen Proben nachweisbar, wie das LNJP Krankenhaus in Delhi berichtet. Doch welche Omikron-Symptome treten bei BA.2.75 auf? Fakt ist: Den jeweiligen Subtypen anhand der Symptome bei einer Omikron-Infektion zu bestimmen, ist kaum möglich – zu ähnlich sind die Begleiterscheinungen in vielen Fällen.

Centaurus: Die Omikron-Variante BA.2.75 hat das Zeug, eine neue Infektionswelle zu schaffen. (kreiszeitung.de-Montage)

Für BA.2.75 sind ersten Erkenntnissen nach ähnliche Symptome wie bei früheren Omikron-Subtypen üblich: Dazu gehören Körperschmerzen, Müdigkeit und leichtes Fieber, wie die Times of India berichtet. Die indische Krankenhauskette Narayana Health ergänzt diese Liste um einen wunden Hals mit Symptomen von Trockenheit, Jucken und Halsschmerzen. Ebenso kommen eine laufende Nase, Niesen und milde bis moderate Müdigkeit sowie Kopfschmerzen hinzu. BA.2.75 kann zudem vorherige Immunität untergraben, das stellt vor allem für immungeschwächte Personen und Ältere ein Risiko dar.

BA.2.75, Variante von Omikron: Wie lange dauert Omikron?

BA.2.75 ist eine der derzeit interessantesten Varianten von Omikron, nur, wie lange dauert Omikron BA.2.75? Eine allgemeine Antwort auf diese Frage ist schwer. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt an, Symptome würden meist etwa fünf Tage anhalten. Nichtsdestotrotz können Begleiterscheinungen auch über mehr als vier bis fünf Tage anhalten. Die gute Nachricht ist: Die Immunabwehr des Menschen ist auf BA.2.75 etwas besser eingestellt, als auf den derzeitigen Pandemietreiber BA.5 – der wiederum eine besorgniserregende neue Subvariante hervorgebracht hat.

Omikron: Corona-Virus mit noch mehr Subtypen neben Omikron BA.2.75 – etwa Omikron BQ.1.1 und BA.2.75.2

Schwindelerregend ist auch die Zahl der Subtypen von Omikron: Das Corona-Virus bringt immer neue Mutationen hervor. Beobachtern ist es ohne umfangreiche Recherche kaum noch möglich, den Anschluss zu halten. Was heute Omikron BA.2.75 ist, kann morgen bereits ein anderer Subtyp sein. Fest steht: bisher konnte sich Omikron BA.2.75 in Deutschland nicht durchsetzen, obwohl es auch hier bereits seit einer Weile gelegentlich auftritt. Durch eine Veränderung im Spike-Protein hat es laut Experten dennoch das Potenzial, eine Infektionswelle auszulösen. Derzeit dominiert in Deutschland immer noch Omikron BA.5 – die Variante hält ihre „Vormachtstellung“ länger als alle anderen bisherigen Subtypen.

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Indes bereiten vor allem die Subtypen Omikron BA.2.75.2 und Omikron BQ.1.1 der Forschung Sorgen – wegen ihrer Immunflucht. BA.2.75.2 ging über BA.2.75 aus BA.2 hervor, BQ.1.1 stammt wiederum von BA.5. Insgesamt gibt es mehr als 200 Omikron-Varianten, selbst Experten verlieren dabei die Übersicht. Ralf Bartenschlager, Leiter der molekularen Virologie am Universitätsklinikum Heidelberg und Präsident der deutschen Gesellschaft für Virologie, sagt gegenüber der Süddeutschen Zeitung hierzu: Es wird langsam schwierig, den ganzen Varianten zu folgen“. Deshalb schlagen einige Experten vor, Mutationen mit ähnlichen Eigenschaften in Gruppen zusammenzufassen – zwecks Übersicht.

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/dpa/Christian Ohde/Imago

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